Zentralafrikanische Republik

Humanitäre Hilfe für Binnenvertriebene

Der bewaffnete Konflikt in der Zentralafrikanischen Republik bedroht die Existenz von Hunderttausenden Menschen. Oxfam versorgt Binnenvertriebene mit sauberem Trinkwasser und Nahrungsmitteln und bietet Schutz für besonders gefährdete Menschen.
Frauen tragen Betonplatten
Oxfam verteilt Betonplatten für die Konstruktion von Familienlatrinen

In der Zentralafrikanischen Republik kämpfen seit Jahren bewaffnete Gruppen um Macht und Kontrolle über rohstoffreiche Gebiete. Nach einem Staatsstreich 2013 intensivierte sich der Konflikt. Hunderttausende Menschen wurden in der Folge vertrieben. Nun benötigen vor allem die Menschen in den zentralen Regionen sowie im Nordwesten des Landes dringend humanitäre Hilfe. Deshalb ist Oxfam vor Ort und unterstützt die Menschen in Batangafo und Paoua.

Oxfam ist vor Ort

Oxfam versorgt die Menschen in Flüchtlingscamps und die Aufnahmegemeinschaften mit sauberem Trinkwasser und Nahrungsmitteln. Wir verteilen Hygiene-Kits, die unter anderem Wassereimer, Seife und Moskitonetze enthalten. Zusätzlich stärken wir die Bevölkerung durch Informationen über ihre Rechte und mögliche politische Teilhabe. Außerdem treffen wir Maßnahmen, die Binnenvertriebene vor gewalttätigen Übergriffen schützen sollen. Diese Schutzmaßnahmen stellen eine wichtige Komponente unserer Arbeit dar.

Es ist wichtig, dass wir einen sicheren und gleichberechtigten Zugang zu humanitärer Hilfe für die gesamte Bevölkerung schaffen. Frauen und Männer müssen außerdem die gleichen Möglichkeiten haben, sich aktiv an der Ausgestaltung der Hilfsmaßnahmen zu beteiligen.

Besserer Zugang zu Nahrungsmitteln – überlebenswichtig

Damit die Menschen in Würde selbst bestimmen können, was sie am dringendsten benötigen, versorgen wir sie mit Nahrungsmittel-Gutscheinen. So können sie Lebensmittel sowie andere Waren für den täglichen Gebrauch auf lokalen Märkten erwerben.

Um die Existenzgrundlagen zu stärken, können die ärmsten Familien an direkt entlohnter Arbeit (Cash for Work) teilnehmen. Diese Arbeit wird ebenfalls mit Gutscheinen vergütet, die aber auch für Bargeld eingelöst werden können. Die Gemeinden entscheiden in einem gemeinschaftlichen Prozess darüber, welche gemeinnützigen Arbeiten im Rahmen des Cash for Work ausgeführt werden sollen.

Außerdem gibt es unterstützende Maßnahmen, die den Wiederaufbau von Lebensgrundlagen stärken sollen – beispielsweise eine Impfkampagne für den Viehbestand. Die Gefährdung der Lebensgrundlagen für die Bevölkerung, die von der Viehzucht lebt, soll so eingedämmt werden.

Trinkwasser und Sanitäreinrichtungen

Darüber hinaus stellen wir die Wasser- und Sanitärversorgung sicher, indem wir Wasserstellen ausbauen und Latrinen einrichten und instand setzen. Außerdem reduzieren wir durch Hygieneschulungen das Risiko des Ausbruchs und der Verbreitung übertragbarer Krankheiten.

Eindämmung der Sicherheitsrisiken und Schutz der Bevölkerung

Um den Schutz der Menschen zu verbessern, werden Schutz-Komitees in den Gemeinden eingerichtet. Durch eine Sensibilisierungskampagne und geeignete Präventionsmöglichkeiten sollen eventuelle künftige Vorfälle reduziert werden. Außerdem begleiten wir Gewaltopfer und überweisen sie an spezialisierte Organisationen. Zudem unterstützen wir Opfer sexualisierter Gewalt, sich wieder wirtschaftlich zu integrieren.

Um mehr Menschen weltweit mit unserer humanitären Hilfe zu erreichen, benötigen wir dringend Ihre Unterstützung.

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Das Projekt wird durch das Auswärtige Amt finanziert und vom 1. März 2018 bis 31. Dezember 2019 umgesetzt.