Tschad/Zentralafrikanische Republik: Humanitäre Hilfe für Geflüchtete und Gastgemeinden (Projekt abgeschlossen)

Kriegerische Auseinandersetzungen zwingen Hunderttausende in der Zentralafrikanischen Republik zur Flucht in andere Regionen und Nachbarländer. Oxfam versorgt diese Menschen und die Gastgemeinden mit Trinkwasser, Sanitäreinrichtungen und Nahrungsmitteln.
Oxfam versorgt die Menschen mit dem Nötigsten: Mit Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser, einer angemessenen Sanitärversorgung sowie Basis-Hygieneprodukten und Material zur mittelfristigen Sicherung der Lebensgrundlagen.
Oxfam versorgt die Menschen mit dem Nötigsten: mit Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser, einer angemessenen Sanitärversorgung sowie Basis-Hygieneprodukten und Material zur mittelfristigen Sicherung der Lebensgrundlagen.

Nach Jahrzehnten politischer und ökonomischer Instabilität kam es im März 2013 in Folge eines Staatsstreichs in der Zentralafrikanischen Republik zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der muslimisch geprägten Seleka-Miliz und christlichen Anti-Balaka-Kämpfern.

Der Konflikt löste eine enorme Vertreibungswelle aus: Über 1,2 Millionen Menschen wurden aus ihrer Heimat vertrieben.

Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe

Ein großer Teil der Flüchtlinge aus der Zentralafrikanischen Republik ist in Notunterkünften und Aufnahmegemeinschaften im südlichen Tschad untergekommen. Weitere Fluchtbewegungen in Richtung Tschad wurden durch Anschläge der radikal-islamischen Gruppierung Boko Haram und die anschließenden militärischen Eingriffe ausgelöst. Im Tschad sind knapp 350.000 Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung, 2,3 Millionen Menschen, benötigen humanitäre Hilfe.

Oxfam versorgt die Menschen in den nördlich gelegenen Städten Paoua und Markounda der Zentralafrikanischen Republik sowie in Moissala und Dembo im Süden des Tschad mit dem Nötigsten. Dazu zählen zum einen sauberes Trinkwasser, eine angemessene Sanitärversorgung sowie Basis-Hygieneprodukte und zum anderen Nahrungsmittel und Material zur mittelfristigen Sicherung der Lebensgrundlagen. Darüber hinaus engagieren wir uns für den Schutz von Binnenvertriebenen, Flüchtlingen und Aufnahmegemeinschaften vor gewalttätigen Übergriffen.

Ernährung und Existenzgrundlagen sichern

Um die Ernährung der betroffenen Menschen zu sichern, verteilt Oxfam Nahrungsmittelgutscheine, die sie auf lokalen Märkten einlösen können.

Wir stärken die Existenzgrundlagen der Bevölkerung, indem wir Nutzvieh, Saatgut und technisches Gerät verteilen. Familien, die ihre Nutztiere infolge der Krise verloren haben oder gezwungen waren, diese zu verkaufen, erhalten je drei Ziegen. Es ist geplant, dass diese Familien den Nachwuchs ihrer Ziegen innerhalb ihrer Gemeinden an andere bedürftige Haushalte weitergeben. Zusätzlich erhalten 1.500 Familien, die ihre landwirtschaftlichen Existenzgrundlagen verloren haben, durchschnittlich 24 Kilogramm Saatgut und landwirtschaftliches Gerät. Bevor die Hilfsgüter verteilt werden, bietet Oxfam Schulungen in verbesserten Anbautechniken und der Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen an den Nutzpflanzen an.   

Grundlegend fürs Leben: Wasser und Sanitärversorgung

Eine grundlegende Wasser- und Sanitärversorgung in beiden Projektregionen wird durch den Bau und die Instandsetzung von Brunnen, die Installation von Latrinen und die Verteilung von Hygienekits umgesetzt.

Gemeindebasierte Komitees lösen Konflikte

Zusätzlich fördert Oxfam die Gründung gemeindebasierter Komitees. Diese Komitees dienen in ihren Dörfern als Anlaufstelle für Menschen, die von gewalttätigen Übergriffen betroffen sind. Zudem sollen diese Institutionen dazu beitragen, konkrete Fälle von Konflikten in den Gemeinden friedlich zu lösen bzw. diese bereits im Vorfeld zu erkennen und zu vermeiden.

Oxfams Arbeit wird finanziell durch das Auswärtige Amt unterstützt.

Dieses Projekt lief von März 2016 bis Februar 2018.