Oxfam-Bericht über E.ON

In Kürze

Unter den Folgen des Klimawandels leiden schon jetzt Millionen Menschen weltweit. Trotzdem setzen Energieerzeuger in Deutschland weiter auf klimaschädlichen Kohlestrom.

Zur Hauptversammlung des Energiekonzerns E.ON am 6. Mai 2010 veröffentlicht Oxfam Deutschland den Bericht „E.ON. Die Zukunft der Energie. Verschlafen.“ zum CO2-Ausstoß von E.ON-Kohlekraftwerken. Gut ein Drittel des erzeugten Stroms des Konzerns, der zu den weltweit größten privaten Energieunternehmen zählt, stammt aus Kohlekraft. Seine 21 deutschen Kohlekraftwerke stoßen knapp 40 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr aus und tragen so erheblich zum Treibhauseffekt bei. Außerdem baut das Unternehmen derzeit ein Steinkohlekraftwerk in Datteln und plant zwei weitere in Stade und Großkrotzenburg. Würden diese fertig gestellt, stießen sie jährlich zusätzliche 18,6 Millionen Tonnen CO2 aus.

Den Preis dafür zahlen vor allem Menschen in armen Ländern, denn sie leiden am stärksten unter den Folgen des Klimawandels. Nach Berechnungen von Oxfam könnte ihre Zahl bis 2015 auf 375 Millionen anwachsen. Krankheiten breiten sich in Gegenden aus, die dafür bislang als zu kalt galten. Extremwetterlagen, beispielsweise ungewöhnlich starke Regenfälle oder lang anhaltende Dürren, verringern die Ernteerträge und treiben weltweit die Preise für Grundnahrungsmittel wie Weizen oder Reis mit in die Höhe. Viele Gebiete, in denen es schon immer wenig Wasser gab, werden infolge zunehmender Trockenheit schlicht unbewohnbar.

Oxfam hat die Forderung, keine neuen Kohlekraftwerke mehr zu bauen, am 6. Mai 2010 auf der Hauptversammlung direkt an die Unternehmensführung gerichtet und den E.ON-Vorstand und die Aktionäre mit einer spektakulären Protestaktion empfangen.

Der Bericht „E.ON. Die Zukunft der Energie. Verschlafen.“

Factsheet zu E.ON

Redebeitrag von Oxfam bei der E.ON-Hauptversammlung

Bilder von der Aktion bei der E.ON-Hauptversammlung finden Sie in der Pressemappe zum E.ON Bericht

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