Demokratische Republik Kongo
Foto: Karo Redi mit ihrem Baby Happiness. Sie musste aus ihrem Dorf fliehen und
Karo Redi mit ihrem Baby Happiness. Sie musste aus ihrem Dorf fliehen und fand Zuflucht in einem Flüchtlingscamp. © Rankin/Oxfam
Foto: Zafarani und ihr Mann Farbrize geben einander Halt im von Gewalt geprägten
Zafarani und ihr Mann Farbrize geben einander Halt im von Gewalt geprägten Alltag. © Rankin/Oxfam
Foto: Neben der Not gibt es Hoffnung. Annie (Mitte) nimmt Familien in ihrem Haus
Neben der Not gibt es Hoffnung. Annie (Mitte) nimmt Familien in ihrem Haus auf, die alles verloren haben. © Rankin/Oxfam
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Demokratische Republik Kongo

Seit 1998 kamen in der DR Kongo 5,4 Millionen Menschen ums Leben, durch Krieg, Hunger oder Krankheit. Fast eine halbe Million leben als Flüchtlinge in den Nachbarländern, über zwei Millionen als Vertriebene im eigenen Land.

Besonders stark von Gewalt betroffen sind die Gebiete im Osten des Landes. 2009 führte die kongolesische Armee in den Kivu-Provinzen eine Militäroperation gegen die ruandische Rebellenmiliz FDLR durch. Im Laufe dieser Operation wurden mehr als 1.000 Menschen getötet, mehr als 7.000 Frauen und Mädchen vergewaltigt und 900.000 Menschen aus ihren Häusern vertrieben. Im Norden der Demokratischen Republik Kongo terrorisiert eine andere Milizentruppe, die Lord's Resistance Army, die Zivilbevölkerung. Diese stammt ursprünglich aus Nord-Uganda, operiert aber inzwischen in der DR Kongo und im Sudan.

Oxfam unterstützt mehr als 350.000 Menschen in den Provinzen Nord-Kivu, Süd-Kivu und Haut-Uele durch Trinkwasser- und Sanitärversorgung sowie Hygieneberatung.

Schockierende Studie über Vergewaltigungen in der DR Kongo

Oxfam-Studie: "Now, the world is without me": Foto: Cover der Oxfam-Studie: "Now, the world is without me"Vergewaltigungen stehen im vom Bürgerkrieg geschundenen Osten der Demokratischen Republik Kongo auf der Tagesordnung. Noch nicht einmal das eigene Haus bietet Schutz vor brutalen sexuellen Übergriffen: Mehr als die Hälfte der Vergewaltigungen in der DR Kongo fanden nachts und daheim statt, in der vermeintlichen Sicherheit des Hauses der Betroffenen – häufig sogar in Gegenwart der Familien.
Oxfam-Studie: "Now, the world is without me"