Der Klimawandel gefährdet Entwicklung und verschärft die weltweite Armut
Foto: Pflänzchen in trocknem Boden
Durch den Klimawandel trocknen die Böden in Mauretanien aus. © Ami Vitale/Oxfam

Der Klimawandel gefährdet Entwicklung und verschärft die weltweite Armut

Wir stecken mittendrin, im Klimawandel. Jeden Tag werden die Auswirkungen deutlicher: Polkappen und Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt, Stürme und Hitzewellen nehmen zu. Für die reichen Industrienationen wird der Klimawandel zunehmend zu einer ernsthaften Bedrohung - für die Entwicklungsländer ist er schon jetzt eine Katastrophe!


Oxfams Klima-Arbeit wird von der Europäischen Union finanziell unterstützt. Für den Inhalt dieser Website ist allein Oxfam Deutschland e.V. verantwortlich; der Inhalt kann in keiner Weise als Standpunkt der Europäischen Union angesehen werden.

6 | September | 2010

Das neue Energiekonzept der Bundesregierung erlaubt nicht nur erhebliche Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke, sondern behindert auch den konsequenten Klimaschutz. Die Leidtragenden sind die Menschen in armen Ländern.

1 | September | 2010

Das geplante Luftverkehrsteuergesetz sollte die Steuersätze nicht nur nach Zielland, sondern auch nach economy, business und first class differenzieren. Dadurch ließen sich mehr Einnahmen erzielen, mit denen die Bundesregierung international gemachte Finanzzusagen an arme Länder für Klimaschutz und Armutsbekämpfung erfüllen könnte.

26 | August | 2010

In einer großen Anzeigenkampagne fordern rund 40 Spitzenmanager und Ex-Politiker eine Zukunft für Atomkraft und Kohle – zum Wohle des eigenen Profits und zum Nachteil des Klimas und der Menschen in Entwicklungsländern, die zunehmend unter dem Klimawandel leiden.

29 | Juni | 2010

Die Bundesregierung möchte ihre auf dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen Ende 2009 gemachten Zusagen durch Rechentricks erfüllen.

15 | Juni | 2010

Bau von neuen Kohlekraftwerken in der EU ist „unwirtschaftlich“.

9 | Juni | 2010

Deutschland kann es schaffen, auf mittlere Sicht sowohl aus der Atomkraft als auch der Kohle auszusteigen. Die Stromerzeugung kann bis 2020 zu gut einem Drittel auf Erneuerbare Energien umgestellt werden, ohne die Stromrechnung der Verbraucher übermäßig zu belasten.

Der Klimawandel bedroht weltweit die Lebensgrundlagen von Menschen.

Der Klimawandel zerstört durch Überschwemmungen, Stürme oder Dürren das Hab und Gut von Millionen Menschen. Krankheiten breiten sich in Gegenden aus, die dafür bislang als zu kalt galten. Extremwetterlagen, wie beispielsweise ungewöhnlich starke Regenfälle oder lang anhaltende Dürren verringern die Ernteerträge und treiben weltweit die Preise für Grundnahrungsmittel wie Weizen oder Reis nach oben. Viele Gebiete, in denen es schon immer wenig Wasser gab, werden infolge zunehmender Trockenheit schlicht unbewohnbar. Millionen Menschen droht der Verlust ihrer Existenzgrundlagen - und sie könnten dadurch gezwungen werden, ihre Heimat zu verlassen. Wenn es uns nicht gelingt, den Klimawandel einzudämmen, machen seine Folgen die mühsam erreichten Fortschritte in der Bekämpfung weltweiter Armut zunichte. Die hehren Ziele der Weltgemeinschaft, bis 2015 die Zahl der Hungernden sowie der in Armut lebenden Menschen zu halbieren, würden dann unerreichbar.

Was ist zu tun? Klimakiller abschalten!

Es ist längst bekannt, was gegen den Klimawandel getan werden kann. Die globalen Treibhausgas-Emissionen müssen drastisch verringert werden, vor allem in den reichen Industrieländern. Denn die Industrienationen sind nicht nur maßgeblich für den Klimawandel verantwortlich, sie verfügen auch über die notwendigen Ressourcen, um der globalen Erwärmung entschieden zu begegnen. Der Klimawandel ist eine Folge der verfehlten Energiepolitik in den Industrieländern, auch in Deutschland. Der Ausbau der regenerativen Energien in Deutschland geht zu langsam voran, die Wärmedämmung des Gebäudebestands wird nur halbherzig vorangetrieben, und der Emissionshandel schützt weiterhin eher die Industrie vor Veränderung als das Klima. Bei uns sind mehr als 20 neue Kohlekraftwerke in Planung oder befinden sich bereits im Bau.

Ein weltweites Klimaschutzabkommen

2012 läuft die erste Verpflichtungsrunde des Kyoto-Protokolls aus, das bisher gültige internationale Vertragswerk gegen den Klimawandel, unter dem sich die reichen Länder zu konkreten Klimaschutzzielen bis 2012 verpflichtet hatten. Für die Zeit danach hat sich die Staatengemeinschaft vorgenommen, nicht nur neue Klimaschutzziele für die reichen Industrienationen, die Hauptverursacher der Krise, festzulegen, sondern gleichzeitig ein komplettes, neues globales Klimaschutzregime auszuhandeln, das die Unterstützung für die Entwicklungsländer bei Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel einschließt. Der große UN-Klimagipfel ist an diesem Anspruch gescheitert. Jetzt wird weiterverhandelt. Die nächste große Konferenz findet im Dezember 2010 in Mexiko statt.