Der Klimawandel bedroht weltweit die Lebensgrundlagen von Menschen.
Der Klimawandel zerstört durch Überschwemmungen, Stürme oder Dürren das Hab und Gut von Millionen Menschen. Krankheiten breiten sich in Gegenden aus, die dafür bislang als zu kalt galten. Extremwetterlagen, wie beispielsweise ungewöhnlich starke Regenfälle oder lang anhaltende Dürren verringern die Ernteerträge und treiben weltweit die Preise für Grundnahrungsmittel wie Weizen oder Reis nach oben. Viele Gebiete, in denen es schon immer wenig Wasser gab, werden infolge zunehmender Trockenheit schlicht unbewohnbar. Millionen Menschen droht der Verlust ihrer Existenzgrundlagen - und sie könnten dadurch gezwungen werden, ihre Heimat zu verlassen. Wenn es uns nicht gelingt, den Klimawandel einzudämmen, machen seine Folgen die mühsam erreichten Fortschritte in der Bekämpfung weltweiter Armut zunichte. Die hehren Ziele der Weltgemeinschaft, bis 2015 die Zahl der Hungernden sowie der in Armut lebenden Menschen zu halbieren, würden dann unerreichbar.
Was ist zu tun? Klimakiller abschalten!
Es ist längst bekannt, was gegen den Klimawandel getan werden kann. Die globalen Treibhausgas-Emissionen müssen drastisch verringert werden, vor allem in den reichen Industrieländern. Denn die Industrienationen sind nicht nur maßgeblich für den Klimawandel verantwortlich, sie verfügen auch über die notwendigen Ressourcen, um der globalen Erwärmung entschieden zu begegnen. Der Klimawandel ist eine Folge der verfehlten Energiepolitik in den Industrieländern, auch in Deutschland. Der Ausbau der regenerativen Energien in Deutschland geht zu langsam voran, die Wärmedämmung des Gebäudebestands wird nur halbherzig vorangetrieben, und der Emissionshandel schützt weiterhin eher die Industrie vor Veränderung als das Klima. Bei uns sind mehr als 20 neue Kohlekraftwerke in Planung oder befinden sich bereits im Bau.
Ein weltweites Klimaschutzabkommen
2012 läuft die erste Verpflichtungsrunde des Kyoto-Protokolls aus, das bisher gültige internationale Vertragswerk gegen den Klimawandel, unter dem sich die reichen Länder zu konkreten Klimaschutzzielen bis 2012 verpflichtet hatten. Für die Zeit danach hat sich die Staatengemeinschaft vorgenommen, nicht nur neue Klimaschutzziele für die reichen Industrienationen, die Hauptverursacher der Krise, festzulegen, sondern gleichzeitig ein komplettes, neues globales Klimaschutzregime auszuhandeln, das die Unterstützung für die Entwicklungsländer bei Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel einschließt. Der große UN-Klimagipfel ist an diesem Anspruch gescheitert. Jetzt wird weiterverhandelt. Die nächste große Konferenz findet im Dezember 2010 in Mexiko statt.


Oxfams Klima-Arbeit wird von der Europäischen Union finanziell unterstützt. Für den Inhalt dieser Website ist allein Oxfam Deutschland e.V. verantwortlich; der Inhalt kann in keiner Weise als Standpunkt der Europäischen Union angesehen werden.
