Klima schützen – Armut verhindern

Klimawandel passiert jetzt, überall auf der Welt. Polkappen schmelzen, Meeresspiegel steigen, und Stürme und Hitzewellen nehmen zu. Die in extremer Armut lebenden Menschen in den Entwicklungsländern sind am stärksten von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen.

Starke Regenfälle oder lang anhaltende Dürren zerstören Ernten in Ländern wie Uganda, China oder El Salvador und führen zu weltweitem Hunger. Menschen, die in Küstenregionen, auf kleinen Inseln oder in den Mündungsgebieten großer Flüsse leben, sind durch Überschwemmungen bedroht. Viele Gebiete, in denen es schon immer wenig Wasser gab, werden infolge zunehmender Trockenheit schlichtweg unbewohnbar. Millionen Menschen in den Tropen und Subtropen verlieren ihre Lebensgrundlagen und müssen ihre Heimat verlassen.

Die Auswirkungen des Klimawandels auf die in Armut lebenden Menschen sind in folgenden Bereichen besonders gravierend:

Hunger

Gesundheit

Unwetterkatastrophen

Wasser

16 | November | 2011

Klimazeuginnen berichten über Folgen des Klimawandels

Drei Klimazeuginnen aus Südafrika, Nigeria und Papua-Neuguinea berichten über die Folgen des Klimawandels in ihren Ländern.

Im Vorfeld der Weltklimakonferenz in Durban/Südafrika waren drei Klimazeuginnen von Oxfam zu einem Besuch nach Polen und Deutschland eingeladen, um über die Folgen des Klimawandels in ihren Ländern zu berichten. In Armut lebende Menschen sind den Folgen des Klimawandels besonders stark ausgesetzt, obwohl sie selbst kaum dazu beitragen.

Hauwa Umar-Mustapha (Nigeria) berichtete von schwer vorhersehbaren Wetterbedingungen in Nigeria. Einerseits sind in den letzten Jahren viele Flüsse ausgetrocknet und Wasserquellen versiegt, andererseits kommt es häufiger zu Überschwemmungen und Bodenerosion. Dadurch sind die Ernteerträge in diesen Gebieten drastisch gesunken.

 

Zukiswa Nomwa (Südafrika) machte darauf aufmerksam, dass der Klimawandel nicht nur auf dem Land drastische Auswirkungen haben kann, sondern auch in Städten. Sie berichtete über die Wasserknappheit in den Randgebieten von Kapstadt. Besonders Frauen seien betroffen, da sie für die Ernährung ihrer Familien verantwortlich sind.

Serafhina Aupong (Papua-Neuguinea) erzählte von den Folgen des steigenden Meeresspiegels. In Papua-Neuguinea kommt es immer häufiger zu Überschwemmungen, wodurch ganze Ernten vernichtet werden und Dörfer umgesiedelt werden müssen.

Mehr über die Klimazeuginnen

Klimazeuginnen berichten dem Umweltausschuss

Um auf die negativen Folgen des Klimawandels in armen Ländern aufmerksam zu machen, sprachen die drei Klimazeuginnen vor dem Bundestagsausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Sie forderten die deutsche Politik auf, sich noch stärker für den Klimaschutz einzusetzen – auch bei der Weltklimakonferenz in Durban.

Video: Klimazeuginnen beim Umweltausschuss

Gespräche mit engagierten Schülern und Jugendlichen

Die drei engagierten Frauen besuchten mehrere Schulen, um den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, welche drastischen Auswirkungen der Klimawandel für die Menschen in ihren Ländern bedeutet. Sie stießen dabei auf großes Interesse bei den Kindern und Jugendlichen, wie auch die anschließende Diskussion über das mögliche Engagement für den Klimaschutz zeigte.

Video: Gespräche mit Schülerinnen und Schülern

Die Klimazeuginnen diskutierten über die Gefahren des Klimawandels

In Stade sprachen sie mit Vertretern von Bürgerinitiativen gegen den Neubau von Kohlekraftwerken, um sich über die lokalen und globalen Auswirkungen der deutschen Energiepolitik auszutauschen.

In Jänschwalde trafen die Klimazeuginnen auf Betroffene der umwelt- und klimaschädlichen Braunkohlenutzung, deren Dörfer durch den Braunkohletagebau verschwinden. Gemeinsam demonstrierten sie vor dem Kohlekraftwerk Jänschwalde gegen diese klimaschädlichste Form der Stromerzeugung. Das von Vattenfall betriebene Kraftwerk Jänschwalde ist die drittgrößte CO2-Schleuder Europas, für deren Weiterbetrieb fünf neuen Tagebaue geplant sind, wodurch mehr als 3.000 Menschen ihre Dörfer verlassen müssten.

Video: Klimazeuginnen bei Protestaktion gegen Kohlekraft

Die Folgen des Klimawandels für Entwicklung und Armutsbekämpfung lassen sich in fünf Bereiche gliedern:

Klimawandel bedeutet Hunger:
Durch Veränderungen von Temperaturen und Niederschlägen werden die Ernten in vielen Entwicklungsländern zurückgehen, in manchen Teilen Afrikas um bis zu 50%.

Klimawandel ist schlecht für unsere Gesundheit:
Durch den Klimawandel breiten sich Krankheiten wie Malaria und Dengue-Fieber schneller und weiter aus.

Unwetterkatastrophen - die neue Normalität:
Ein weltweiter Temperaturanstieg um 3 bis 4° C könnte 330 Millionen Menschen aufgrund von Überschwemmungen dazu zwingen, ihre Heimat zu verlassen.

Wasser und Gesellschaft:
Wasserknappheit wird für Regionen wie den Nahen Osten, die schon jetzt wenig Wasser haben, ein immer schwerwiegenderes Problem. Regionen wie Südasien verlieren durch das endgültige Abschmelzen der Gletscher einen Großteil ihrer periodischen Wasserspender.

In Jänschwalde trafen die Klimazeuginnen auf Betroffene der umwelt- und klimaschädlichen Braunkohlenutzung, deren Dörfer durch den Braunkohletagebau verschwinden. Gemeinsam demonstrierten sie vor dem Kohlekraftwerk Jänschwalde gegen diese klimaschädlichste Form der Stromerzeugung. Das von Vattenfall betriebene Kraftwerk Jänschwalde ist die drittgrößte CO2-Schleuder Europas, für deren Weiterbetrieb fünf neuen Tagebaue geplant sind, wodurch mehr als 3.000 Menschen ihre Dörfer verlassen müssten.
Die drei engagierten Frauen besuchten mehrere Schulen, um den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, welche drastischen Auswirkungen der Klimawandel für die Menschen in ihren Ländern bedeutet. Sie stießen dabei auf großes Interesse bei den Kindern und Jugendlichen, wie auch die anschließende Diskussion über das mögliche Engagement für den Klimaschutz zeigte.
Im Vorfeld der Weltklimakonferenz in Durban/Südafrika waren drei Klimazeuginnen von Oxfam zu einem Besuch nach Polen und Deutschland eingeladen, um über die Folgen des Klimawandels in ihren Ländern zu berichten. In Armut lebende Menschen sind den Folgen des Klimawandels besonders stark ausgesetzt, obwohl sie selbst kaum dazu beitragen.