Im Vorfeld der Weltklimakonferenz in Durban/Südafrika waren drei Klimazeuginnen von Oxfam zu einem Besuch nach Polen und Deutschland eingeladen, um über die Folgen des Klimawandels in ihren Ländern zu berichten. In Armut lebende Menschen sind den Folgen des Klimawandels besonders stark ausgesetzt, obwohl sie selbst kaum dazu beitragen.
Hauwa Umar-Mustapha (Nigeria) berichtete von schwer vorhersehbaren Wetterbedingungen in Nigeria. Einerseits sind in den letzten Jahren viele Flüsse ausgetrocknet und Wasserquellen versiegt, andererseits kommt es häufiger zu Überschwemmungen und Bodenerosion. Dadurch sind die Ernteerträge in diesen Gebieten drastisch gesunken.
Zukiswa Nomwa (Südafrika) machte darauf aufmerksam, dass der Klimawandel nicht nur auf dem Land drastische Auswirkungen haben kann, sondern auch in Städten. Sie berichtete über die Wasserknappheit in den Randgebieten von Kapstadt. Besonders Frauen seien betroffen, da sie für die Ernährung ihrer Familien verantwortlich sind.
Serafhina Aupong (Papua-Neuguinea) erzählte von den Folgen des steigenden Meeresspiegels. In Papua-Neuguinea kommt es immer häufiger zu Überschwemmungen, wodurch ganze Ernten vernichtet werden und Dörfer umgesiedelt werden müssen.
Klimazeuginnen berichten dem Umweltausschuss
Um auf die negativen Folgen des Klimawandels in armen Ländern aufmerksam zu machen, sprachen die drei Klimazeuginnen vor dem Bundestagsausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Sie forderten die deutsche Politik auf, sich noch stärker für den Klimaschutz einzusetzen – auch bei der Weltklimakonferenz in Durban.
Video: Klimazeuginnen beim Umweltausschuss
Gespräche mit engagierten Schülern und Jugendlichen
Die drei engagierten Frauen besuchten mehrere Schulen, um den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, welche drastischen Auswirkungen der Klimawandel für die Menschen in ihren Ländern bedeutet. Sie stießen dabei auf großes Interesse bei den Kindern und Jugendlichen, wie auch die anschließende Diskussion über das mögliche Engagement für den Klimaschutz zeigte.
Video: Gespräche mit Schülerinnen und Schülern
Die Klimazeuginnen diskutierten über die Gefahren des Klimawandels
In Stade sprachen sie mit Vertretern von Bürgerinitiativen gegen den Neubau von Kohlekraftwerken, um sich über die lokalen und globalen Auswirkungen der deutschen Energiepolitik auszutauschen.
In Jänschwalde trafen die Klimazeuginnen auf Betroffene der umwelt- und klimaschädlichen Braunkohlenutzung, deren Dörfer durch den Braunkohletagebau verschwinden. Gemeinsam demonstrierten sie vor dem Kohlekraftwerk Jänschwalde gegen diese klimaschädlichste Form der Stromerzeugung. Das von Vattenfall betriebene Kraftwerk Jänschwalde ist die drittgrößte CO2-Schleuder Europas, für deren Weiterbetrieb fünf neuen Tagebaue geplant sind, wodurch mehr als 3.000 Menschen ihre Dörfer verlassen müssten.







