Oxfam hat sich im Rahmen seiner „Mahlzeit!“-Kampagne dafür eingesetzt, dass die Weltbank etwas gegen Landgrabbing unternimmt. Dank vielfältiger Aktionen und Lobbygespräche ist in der Weltbank vor und während ihrer Frühjahrstagung am 18./19. April einiges in Bewegung gekommen:
- Weltbank-Präsident Jim Yong-Kim hat sich ausführlich zu Landrechten geäußert und die Risiken von großflächigen Landgeschäften („Landgrabbing“) anerkannt.
- Die Oxfam-Kampagne hat eine breite, ernsthafte Debatte in der Weltbank angestoßen. Am Rande des Frühjahrstreffens wurde viel über Land diskutiert, u.a. wurde bekannt, dass bei der Streitschlichtungsstelle der Weltbank-Tochter IFC wöchentlich zwei Beschwerden über Probleme in den geförderten Projekten eingingen, von denen sich 60 Prozent auf Landkonflikte beziehen.
- Die Weltbank hat sich öffentlich verpflichtet, die neuen freiwilligen UN-Leitlinien für Landrechte umzusetzen. Das ist eine gute Nachricht! Denn so können die Landrechte von marginalisierten Menschen besser geschützt werden.
- Eine unabhängige Evaluierungskommission der Weltbank wird prüfen, inwieweit die eigenen Weltbank-Programme der letzten Jahre die Landrechte von Menschen gestärkt haben.
- Die Weltbank hat zugestimmt, dass Landrechte ein zentraler Bestandteil bei der Überprüfung ihrer eigenen Regeln in diesem Jahr sein sollen.
Mehr als 50.000 Menschen haben den Aufruf an den Weltbank-Präsidenten unterschrieben. Vielen Dank an alle Unterstützer/innen!
Da Kim die Unterschriften nicht selbst entgegennehmen wollte, hat Oxfam kurzerhand einen Truck gemietet, der während der Frühjahrstagung um das Weltbank-Gebäude gefahren ist. Die Aufschrift lautete: „Landgrabbing kostet Leben. Mehr als 50.000 Menschen haben bereits Stellung bezogen. Es wird Zeit, dass die Weltbank strengere Regeln gegen Landgrabbing einführt.“ Wir wissen von Mitarbeiter/innen der Weltbank, dass dies viel Aufmerksamkeit erregt hat.
Die Arbeit geht weiter. Versprechen sind natürlich erst mal nur Versprechen. Oxfam wird sich dafür einsetzen, dass die Weltbank Wort hält.







