Mahlzeit
Aufbruch in ein neues Ernährungszeitalter. Anders produzieren, weniger verschwenden, anders konsumieren!
Für eine gerechte Welt. Ohne Hunger. Innerhalb der ökologischen Grenzen.
Die Themen:
Spekulation mit Nahrungsmitteln
Die Gesetzmäßigkeiten der Finanzmärkte und die Motive der Finanzakteure bestimmen und treiben immer mehr die Preise von Nahrungsmitteln wie Weizen, Mais, Soja, Zucker, Kaffee und Kakao.
Klimawandel
Arme Länder sind besonders von den negativen Folgen des Klimawandels betroffen.
Biosprit / Agrarkraftstoff
Immer mehr Nahrungsmittel landen im Tank statt auf dem Teller.
Kleinbäuerliche Landwirtschaft
In der Stärkung der kleinbäuerlichen, ökologisch nachhaltigen Landwirtschaft liegt enormes Potenzial für eine nachhaltig sichere Nahrungsmittelversorgung.
Landgrabbing
Durch den großflächigen Erwerb von Land und Wasserrechten durch Agrarkonzerne werden Kleinbauern ihrer Ressourcen beraubt.
Aufbruch in ein neues Ernährungszeitalter
Oxfams Kampagne „Mahlzeit!“ fordert einen grundlegenden Wandel – hin zu einer zukunftsfähigen Landwirtschaft, einer neuen ökologischen Zukunft und mehr Verteilungsgerechtigkeit. Es gibt genug Nahrung für alle, aber 868 Millionen Menschen hungern. Land und Wasser reichen, um alle zu versorgen, doch immer mehr Menschen verlieren diese Existenzgrundlagen an Konzerne. Nahrungsmittelkrisen häufen sich. Ein „Weiter so“ ist keine Option!
Warum?
Steigende Zahlen von Hungernden auf der einen Seite und andererseits massive Nahrungsmittelverschwendung, steigende Nahrungsmittelpreise, Umweltzerstörung und die Nutzung von Landflächen in armen Ländern für die Biospritproduktion sind Zeichen eines aus dem Ruder laufenden Ernährungssystems. Der Streit um Land und Wasser nimmt zu, und klimabedingte Wetterextreme zerstören die Ernten.
Regierungen versagen
Unsere Regierungen lassen zu, dass wir auf eine Erderwärmung von 3-4 Grad zusteuern, dass die Nahrungsmittelmärkte außer Kontrolle geraten, dass Konzerne an der Armut verdienen und Spekulanten mit Nahrungsmitteln zocken.
Lesen Sie die Kurzfassung unserer Studie "Aufbruch in ein neues Zeitalter" [PDF]
Jetzt handeln!
Wir brauchen einen grundlegenden Wandel, um die Welt zu ernähren und zugleich die ökologischen Grenzen unseres Planeten nicht zu überschreiten. Wir brauchen ein Regelwerk, um die Aktivitäten der Agrar- und Lebensmittelindustrie, Energiekonzerne und Spekulanten zu kontrollieren.
Die Politik muss dafür die Verantwortung übernehmen: Erinnern wir sie daran!
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Deutsche Bank: Zusagen gebrochen, Nahrungsmittelspekulation geht weiter
Anlässlich der Hauptversammlung der Deutschen Bank am 23. Mai 2013 erklärt Oxfam Deutschland:
Auch unter den neuen Vorständen Fitschen und Jain ist die Deutsche Bank beim Geschäft mit der Nahrungsmittelspekulation weiterhin vorn dabei. 3,79 Mrd. Euro investierten die Investmentfonds der Bank 2012 in Wetten auf die Preise von Nahrungsmitteln wie Weizen und Mais. Nahrungsmittelspekulation erhöht das Risiko von Preisschwankungen und Hunger. Menschen in armen Ländern können sich Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten, wenn die Preise explodieren. Die Deutsche Bank kennt die Risiken, doch der Profit geht vor.
Die Bank hat im letzten Jahr sogar ihre Zusage gebrochen, die Auflage neuer Fonds so lange auszusetzen, bis sie eine Untersuchung zum Hungerrisiko durchgeführt hat. Oxfams Recherchen zufolge gründete die Deutsche Bank allein im letzten Jahr fünf neue Investmentfonds, die auf die Preise von Agrarrohstoffen wetten. In der Öffentlichkeit möchte die Bank seriös und verantwortungsvoll erscheinen, in Wirklichkeit nimmt sie Hungerrisiken in Kauf und wartet einfach ab, bis Gras über die Vorwürfe wächst.
Gemeinsam mit anderen Nichtregierungsorganisationen hat Oxfam heute eine kritische Bilanz des Geschäftsjahres 2012-2013 gezogen und der neuen Führung der Deutschen Bank ein Armutszeugnis ausgestellt. Neben Nahrungsmittelspekulation trugen u.a. die Unterstützung von Bergbauprojekten, die Gewinn vor Mensch und Umwelt stellen sowie von Rüstungskonzernen, die Waffen in Krisengebieten liefern und Streumunition herstellen, zur schlechten Bewertung bei.
Oxfam-Studie: Hungerroulette: Wie viel deutsche Finanzinstitute durch Nahrungsmittelspekulation einnehmen

Hungerroulette: Oxfam protestiert auf Allianz-Hauptversammlung
Deutsche Finanzinstitute haben durch die Verwaltung von Nahrungsmittel-Spekulationsfonds 2012 mindestens 116 Millionen Euro eingenommen – allen voran die Allianz. Das zeigt Oxfams Bericht „Hungerroulette“. Bei der Allianz-Hauptversammlung in München protestierten wir gestern gegen Spekulationsgeschäfte mit Nahrungsmitteln.
Laut Oxfams Recherchen ist die Allianz der größte deutsche Anbieter von Agrarrohstofffonds und damit mitverantwortlich für Preisschwankungen und ein verstärktes Hungerrisiko für Menschen in armen Ländern. Insgesamt legten Kunden deutscher Geldhäuser über 11,6 Milliarden in riskanten Wetten auf die Preise von Agrarrohstoffen wie Mais und Weizen an.
Debatte vor versammelten Aktionären
In seinem Jahresbericht an die Aktionäre ging Michael Diekmann, Vorstandsvorsitzender der Allianz, auf das Thema ein – er bekräftigte jedoch, dass das Unternehmen die Vorwürfe für unbegründet hält. David Hachfeld und Frank Braßel nutzen die Gelegenheit der Hauptversammlung, um den Aktionären die Gründe für Oxfams Vorgehen zu erläutern und für einen Kurswechsel zu werben.
Mehr lesen: Allianz und Nahrungsmittelspekulation
Protestaktion gegen „Casino Allianz“
Vor dem Haupteingang protestierten 15 Oxfam-Aktivisten und empfingen die Aktionäre, um sie über die Verwicklung der Allianz in die Spekulation mit Nahrungsmitteln zu informieren. Dabei wurde vor der Olympiahalle ein großes „Hungerroulette“ (drei x zwei Meter) aufgebaut über dem der Schriftzug „Casino Allianz“ prangte.
Wir weisen Spekulanten in die Schranken!
Gemeinsam wollen wir Allianz, Deutsche Bank und Co. dazu bewegen, endlich aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln auszusteigen. Andere Institute, darunter Commerzbank, DekaBank und Landesbank Baden-Württemberg, haben vorgemacht, dass es geht.

„Mahlzeit!“-Kampagne zu Landgrabbing zeigt Wirkung
Oxfam hat sich im Rahmen seiner „Mahlzeit!“-Kampagne dafür eingesetzt, dass die Weltbank etwas gegen Landgrabbing unternimmt. Dank vielfältiger Aktionen und Lobbygespräche ist in der Weltbank vor und während ihrer Frühjahrstagung am 18./19. April einiges in Bewegung gekommen:
- Weltbank-Präsident Jim Yong-Kim hat sich ausführlich zu Landrechten geäußert und die Risiken von großflächigen Landgeschäften („Landgrabbing“) anerkannt.
- Die Oxfam-Kampagne hat eine breite, ernsthafte Debatte in der Weltbank angestoßen. Am Rande des Frühjahrstreffens wurde viel über Land diskutiert, u.a. wurde bekannt, dass bei der Streitschlichtungsstelle der Weltbank-Tochter IFC wöchentlich zwei Beschwerden über Probleme in den geförderten Projekten eingingen, von denen sich 60 Prozent auf Landkonflikte beziehen.
- Die Weltbank hat sich öffentlich verpflichtet, die neuen freiwilligen UN-Leitlinien für Landrechte umzusetzen. Das ist eine gute Nachricht! Denn so können die Landrechte von marginalisierten Menschen besser geschützt werden.
- Eine unabhängige Evaluierungskommission der Weltbank wird prüfen, inwieweit die eigenen Weltbank-Programme der letzten Jahre die Landrechte von Menschen gestärkt haben.
- Die Weltbank hat zugestimmt, dass Landrechte ein zentraler Bestandteil bei der Überprüfung ihrer eigenen Regeln in diesem Jahr sein sollen.
Mehr als 50.000 Menschen haben den Aufruf an den Weltbank-Präsidenten unterschrieben. Vielen Dank an alle Unterstützer/innen!
Da Kim die Unterschriften nicht selbst entgegennehmen wollte, hat Oxfam kurzerhand einen Truck gemietet, der während der Frühjahrstagung um das Weltbank-Gebäude gefahren ist. Die Aufschrift lautete: „Landgrabbing kostet Leben. Mehr als 50.000 Menschen haben bereits Stellung bezogen. Es wird Zeit, dass die Weltbank strengere Regeln gegen Landgrabbing einführt.“ Wir wissen von Mitarbeiter/innen der Weltbank, dass dies viel Aufmerksamkeit erregt hat.
Die Arbeit geht weiter. Versprechen sind natürlich erst mal nur Versprechen. Oxfam wird sich dafür einsetzen, dass die Weltbank Wort hält.

Weltbank zeigt erste Reaktion
Der Unterschriftenaktion ist beendet. Danke an alle, die mitgemacht haben!
Beim Frühjahrstreffen der Weltbank wird diese Woche über die weltweiten Rahmenbedingungen für Landkäufe und -verkäufe diskutiert. Bisher werden die Landrechte der armen Bevölkerungsschichten dabei außer Acht gelassen.
Tausende Menschen haben Oxfams Aufruf an den Weltbank-Präsidenten Jim Yong Kim unterschrieben. Darin fordern wir alle Vertreter/innen der Weltbank auf, sich bei diesem entscheidenden Treffen einzusetzen:
- für eine nachhaltige Existenzsicherung für Menschen in armen Ländern!
- für die Einstellung aller Landgeschäfte, die zu Landgrabbing führen!
- für international verbindliche Regeln für Landgeschäfte, bei denen die Rechte und Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung geachtet werden!
Bislang hat die Weltbank sich verweigert, unseren Aufruf entgegenzunehmen. Deshalb werden wir am 18. und 19. April das Gebäude der Weltbank in Washington mit einem auffälligen LKW umkreisen. Darauf prangen unsere Forderungen: Die Weltbank soll sich für wirkungsvolle Regeln für die bislang unkontrollierte Landnahme einsetzen und den Landraub weltweit stoppen. Die Kongressteilnehmer/innen sollen sehen, dass sich mehr als 50.000 Menschen weltweit gegen Landgrabbing stark machen, und beim Weltbank-Frühjahrstreffen entsprechend handeln.
Am 17. April zeigte die Weltbank immerhin eine erste Reaktion, indem sie auf eine Twitter-Nachricht von Coldplay reagierte. Coldplay hatte das exklusive neue Video „In my place“ den von Landraub betroffenen Menschen gewidmet und tausende Coldplay-Fans aufgerufen, Oxfams Aufruf gegen Landgrabbing zu unterstützen.
Nach dem Ende des internationalen Frühjahrstreffens der Weltbank werden wir an dieser Stelle von der Reaktion der Weltbank und den Ergebnissen des Treffens berichten.

Mehr als 240 000 Unterschriften gegen Nahrungsmittelspekulation übergeben
Am Dienstag, den 19. März 2013, haben wir an das Bundesfinanzministerium mehr als 240.000 Unterschriften gegen die Spekulation mit Nahrungsmitteln übergeben. Damit fordern wir Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble auf, für strenge Regulierungen der Finanzmärkte ohne Schlupflöcher einzustehen.
30 Aktivist/innen versammelten sich vor dem Bundesfinanzministerium – genauer gesagt rund um einen Berg von prallgefüllten Getreidesäcken, auf denen zwei Finanz-Spekulanten saßen und um die unter sich befindlichen Lebensmittel zockten. Dagegen protestierten die Aktivist/innen lautstark, indem sie auf Töpfe und Pfannen schlugen.
Die Unterschriften wurden seit Frühjahr 2012 von Attac, Campact, Foodwatch, KAB, Medico international, Misereor, NGG, Oxfam, Südwind, terre des hommes, WEED und der Welthungerhilfe gesammelt.
Wir danken all denjenigen, die unseren Appell gegen die Spekulation mit Nahrungsmitteln unterschrieben haben.
Das haben wir gemeinsam erreicht!
Unsere Kampagne „Mit Essen spielt man nicht!“ kann bereits enorme Erfolge aufzeigen.
- Im Laufe des letzten Jahres sind neun europäische Banken aus der Nahrungsmittelspekulation ausgestiegen.
- Drei Versicherungen haben öffentlich erklärt, auf Investitionen in Nahrungsmittel zu verzichten. Wir begrüßen diese Entwicklung und arbeiten weiter daran, dass noch mehr Finanzdienstleister dem guten Beispiel folgen.
- Mithilfe der EU-Finanzmarktreform sollen strengere Regeln gegen die exzessive Spekulation festgelegt werden. Im Finanzministerium und bei der Abstimmung im Europäischen Parlament wurden Teile von Oxfams Forderungen aufgenommen.
- Tausende von Euch haben auf Konzerten von Coldplay, beim Tollwood-Festival in München, in einem der 43 Oxfam Shops oder über die Oxfam-Website ihren Namen unter unsere Forderungen zur Eindämmung der Nahrungsmittelspekulation gesetzt.
Unverbesserlich bleiben jedoch die Allianz und die Deutsche Bank. Trotz ihres angekratzten Images haben beide Ende Januar 2013 angekündigt, weiterhin mit Nahrungsmitteln spekulieren zu wollen.
Angesichts der Verzögerung der EU-Verhandlungen auf Ende 2013 besteht die Gefahr, dass die Finanzlobby, insbesondere Hardliner wie Allianz und Deutsche Bank, den Endspurt vor den Verhandlungen nutzen, um die Regulierung zu ihren Gunsten zu verwässern.
Fortführung der Kampagne 2013: Mit Essen spielt man immer noch nicht!
Auf Grund der starken Dynamik in Politik, Wirtschaft und Presse werden wir uns auch weiterhin für eine Regulierung der Finanzmärkte ohne Schlupflöcher für die Finanzinstitute einsetzen. Dabei werden neben der Politik vor allem auch die Allianz und die Deutsche Bank im Fokus der Kampagne stehen, damit das Geschäft mit dem Hungerendgültig gestoppt wird. Wir hoffen, auch in diesem Jahr auf Eure Unterstützung bauen zu können!
Bilder zur Aktion
Fotos von dem Stunt und der Übergabe findet Ihr in unserer Bildergalerie.

Die Kugel rollt: Amundi zieht sich aus der Nahrungsmittelspekulation zurück
Erneuter Erfolg in Frankreich: Der französische Anlagenverwalter Amundi will drei Fonds schließen, mit denen Kunden der Bank auf die Preisentwicklung von Nahrungsmitteln wetten können.
Amundi ist eine Tochterfirma der Crédit Agricole sowie der Schweizer Bank Credit Suisse. Bereits vor zwei Wochen haben wir gefeiert, dass Crédit Agricole drei ihrer Fonds geschlossen hat, die mit Nahrungsmittelspekulation in Verbindung stehen.
Oxfam Frankreich hatte kürzlich kritisiert, dass Amundis Agrarrohstoff-Fonds die Preisschwankungen von Nahrungsmitteln verstärken. Laut Crédit Agricole hat die Schließung der Fonds allerdings nichts mit dieser Kritik zu tun – die Entscheidung sei schon vor Monaten gefallen.
Trendsetter in der französischen Finanzbranche?
Der Ausstieg französischer Banken zeigt, dass auch in Frankreich Bewegung in die Debatte um die preistreibende Wirkung der Nahrungsmittelspekulation gekommen ist. Wir freuen uns über diese Entwicklung und werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass die internationale Spekulation mit Nahrungsmitteln endgültig beendet wird.
2013 besteht die Chance, auf EU-Ebene ein klares Regelwerk für die Finanz- und Rohstoffmärkte zu verabschieden.
Wir fordern die Bundesregierung auf, sich dabei für eine wirksame Regulierung stark zu machen und bestehende Schlupflöcher zu schließen.
Unterzeichnen sie den Appell gegen Nahrungsmittelspekulation!

Der kurze Weg zur Hungerbewältigung: Frauen stärken
Eine bessere Arbeitsteilung zwischen Männern und Frauen würde den beschwerlichen Weg aus dem Hunger und der Mangelernährung deutlich abkürzen. Deshalb ist es notwendig, den Handlungsspielraum der Frauen zu erweitern.
Das schreibt der UN-Sonderbeauftragte für das Recht auf Nahrung Olivier de Schutter in seinem neuesten Bericht „Gender and the right to food“, den er am 4. März 2013 dem UN-Menschenrechtsrat in Genf vorstellte.
Die familiäre und kleinbäuerliche Landwirtschaft wird heutzutage vor allem von Frauen getragen, erklärt de Schutter. Männer ziehen auf der Suche nach Arbeit meist in die Städte und überlassen es den Frauen, sich um die Familie und das Haus zu kümmern. Leider ist das für die Frauen in den meisten Fällen schwer umsetzbar.
„Doch die Mittel für eine Verbesserung ihrer Situation wird den Frauen zu oft verwehrt – sowohl auf als auch außerhalb ihrer Höfe“, betont de Schutter.
Was muss getan werden, um Frauen zu stärken?
- Alle diskriminierenden Gesetze und Praktiken, die Frauen den Zugang zu landwirtschaftlichen Ressourcen erschweren, müssen abgeschafft werden.
- Frauen müssen Unterstützung bei der Kinderbetreuung und bei der Versorgung der Familie erhalten.
- Mädchen muss ein besserer Zugang zu Schulbildung verschafft werden.
Was würde sich ändern?
Wenn Frauen die gleichen Rechte wie die Männer besäßen, würde der Hunger zurückgehen. Frauen hätten mehr Zeit und Möglichkeiten, sich um die gesunde Ernährung ihrer Familie zu kümmern.
Die Befähigung der Frauen sollte auch dazu führen, dass sie sich für eine Neuentwicklung der bestehenden sozialen Systeme einsetzen, um ihre Stellung langfristig zu verbessern.
Der UN-Experte rief alle Mitgliedsstaaten dazu auf, mehrjährige und transformative Strategien zur Nahrungsmittelsicherheit einzuführen, die die Gleichstellung von Frauen und Männern sicherstellt und traditionelle Geschlechterrollen und Verantwortlichkeiten neu verteilt.
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Allianz und Deutsche Bank beim Schwindeln ertappt: Nahrungsmittelspekulationen haben doch Auswirkungen!
Entgegen anderslautenden öffentlichen Stellungnahmen räumten Allianz und Deutsche Bank in internen Forschungspapieren ein, dass Spekulationen mit Agrarrohstoffen sehr wohl Einfluss auf die Preise und somit auch auf den Hunger haben können.
Das bestätigen die vertraulichen Dokumente aus den Forschungsabteilungen der Allianz und der Deutschen Bank, die am Sonntag, den 24. Februar 2013, von unserem Bündnispartner foodwatch veröffentlichten wurden.
Auch die Spekulation hat zu Preiserhöhungen beigetragen. "Deutsche Bank Research 2009
Aus den sechs Papieren, die von den beiden Finanzriesen in Auftrag gegeben wurden, geht hervor, dass sie sich sehr wohl über die negativen Auswirkungen des Handels mit ihren agrarbezogenen Finanzprodukten im Klaren waren. Dazu heißt es in einem Allianz-Papier von Juni 2012: Es sei „nicht ganz von der Hand zu weisen, dass die Spekulation übermäßige Preisentwicklungen zumindest fördert“. Zu allem Überfluss ist dieser Zusammenhang keine jüngste Erkenntnis, sondern bereits im Jahr 2008 festgehalten worden: „Die Preisausschläge an den Agrarmärkten wurden durch spekulative Faktoren nicht ausgelöst, aber verstärkt“.
Skandalös ist auch die Vorgehensweise der Deutschen Bank. Trotz der von ihr selbst erarbeiteten gegenteiligen Fakten hat sie vor dem Bundestagsausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung am 27. Juni 2012 behauptet, dass es keine stichhaltigen Belege für einen Zusammenhang zwischen Agrarfinanzprodukten und Preissteigerungen gäbe.
Allianz und Deutsche Bank unter Zugzwang: Jetzt ist Dranbleiben gefragt
Allianz und Deutsche Bank sind durch die Offenlegung der Papiere beim Schwindeln ertappt worden und in eine Erklärungsnot geraten. In dieser Situation ist es entscheidend, jetzt zu handeln und die Agrarspekulanten in die Schranken zu weisen. Deshalb fordern wir die Bundesregierung und im Besonderen Finanzminister Schäuble erneut auf, regulierend in die Finanzmärkte einzugreifen.
Deshalb ist es umso wichtiger nicht nachzulassen.
Zum Hintergrund: Konzernforscher warnten: Spekulation treibt Preise
Schreiben Sie der Allianz!

BNP Paribas und Crédit Agricole ist der Appetit vergangen
Die beiden Banken BNP Paribas und Crédit Agricole haben die Spekulation mit Nahrungsmitteln eingestellt. Sie sind die ersten französischen Banken, die nicht mehr mit Agrarrohstoffen handeln wollen.
Schon im Juli 2011 hatte die BNP drei ihrer Fonds geschlossen, die in Verbindung mit Investitionen im Nahrungsmittelsektor standen. Nun sollen zwei weitere Fonds folgen. Genauso positiv ist die Entwicklung bei Crédit Agricole zu bewerten. Die Bank hat in der Zwischenzeit ebenfalls drei Fonds geschlossen, die es ihren Kunden ermöglichten, mit Agrarrohstoffen zu spekulieren.
Der öffentliche Druck wurde immer stärker
Oxfam Frankreich hatte die Verwicklung verschiedener französischer Banken in die Spekulation mit Nahrungsmitteln am 12. Februar in einem Bericht offengelegt. Dieser Bericht sowie zahlreiche Gespräche mit BNP Paribas führten zum Ausstieg der Bank. Das Unternehmen sieht zwar bisher noch keine eindeutigen Belege für einen direkten Zusammenhang zwischen der Spekulation mit Nahrungsmitteln und starken Preisschwankungen. Allerdings will sich die BNP Paribas vorsorglich aus dem Geschäftsfeld zurückzuziehen: Das Risiko sei zu hoch, dass die Spekulation mit Nahrungsmitteln zu stärker schwankenden Preisen und folglich zum Hunger in der Welt beitragen könnte.
Vorbild für weitere französische Banken und Versicherungen
Wir begrüßen den Ausstieg der beiden Banken und hoffen, dass weitere französische und internationale Geldinstitute diesem Beispiel folgen, das Vorsorgeprinzip ernst nehmen und konsequent dem Geschäft mit dem Hunger den Rücken kehren.
Wenn Unternehmen die Spekulation mit Nahrungsmitteln nicht aus eigenem Antrieb beenden, muss der Gesetzgeber eingreifen. Deshalb fordern wir die Bundesregierung weiterhin dazu auf, sich auf EU-Ebene für eine Eindämmung der Spekulationsgeschäfte mit Nahrungsmitteln einzusetzen:
Unterzeichnen Sie den Appell gegen Nahrungsmittelspekulation!

Barclays will nicht mehr mit Essen spielen
Die britische Bank Barclays hat angekündigt, aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln aussteigen zu wollen. Eine erfreuliche Nachricht, denn Barclays war bisher einer der größten Akteure an den Agrarbörsen.
Wer trotz der Risiken für Millionen Menschen weiter mit Nahrungsmitteln zocken will, dem muss durch gesetzliche Regelungen Einhalt geboten werden.David Hachfeld
Oxfam Deutschland
Spekulation ist mitverantwortlich für schwankende und steigende Nahrungsmittelpreise. Arme Menschen trifft das besonders hart.
Einzelheiten des Barclays-Ausstiegs sind noch unklar, z.B. ob auch im Rahmen von Broker-Dienstleistungen in Zukunft nicht mehr mit Essen gespielt werden soll. Trotzdem ist es ein Schritt in die richtige Richtung.
Öffentliche Kritik zeigt Wirkung
Barclays folgt damit einer Reihe von Finanzinstituten, die in letzter Zeit aus der Nahrungsmittelspekulation ausgestiegen sind. Neben Deka, Commerzbank, LBBW und anderen Banken gehört auch der US-Pensionsfonds Calpers dazu – einer der ersten Fonds, die in Rohstoff-Indizes investierten.
Der Ausstieg von Barclays bringt die Allianz und die Deutsche Bank in Zugzwang. Die beiden Finanzinstitute haben trotz öffentlicher Kritik jüngst bekräftigt, an dem Geschäft mit dem Hunger festhalten zu wollen. „Die Sturheit der beiden Institute zeigt, dass die Politik aktiv werden muss“, sagt David Hachfeld von Oxfam. „Wer trotz der Risiken für Millionen Menschen weiter mit Nahrungsmitteln zocken will, dem muss durch gesetzliche Regelungen Einhalt geboten werden.“
Wir fordern die Bundesregierung auf, sich auf EU-Ebene für eine Eindämmung der Spekulationsgeschäfte mit Lebensmitteln einzusetzen.
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Vom Flyer zur Studie – umfassende Infomaterialien zur Mahlzeit! Kampagne.Erfahren Sie mehr über die Kampagne Mahlzeit! Hier können Sie alle Druckerzeugnisse rund um die Kampagne herunterladen und ansehen. Allianz-Flyer [PDF | 3,9 MB]Die Allianz ist die Nummer eins in Deutschland bei der Spekulation mit Nahrungsmitteln. Fordern Sie die Allianz auf das Geschäft mit dem Hunger zu beenden
Zeigt verschiedene Gründe und Lösungen zum weltweiten Hungerskandal.
Spekulation steht 2012 im Fokus der Kampagne. Oxfam fordert ein Ende der preistreibenden Spekulation mit Nahrungsmitteln.
Was sind die Ursachen der aktuellen Nahrungsmittelkrise, was bedeutet sie für Menschen weltweit? Die Studie „Aufbruch in ein neues Zeitalter“ gibt Antworten.
Unterschriftenliste [PDF | 5,87 MB] Aufruf gegen Nahrungsmittelspekulation. Unterschreiben Sie unsere Forderung an die Bundesregierung!
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Allianz bleibt Spitzenreiter beim Geschäft mit dem Hunger
Nahrungsmittelspekulation stoppen: Spekulanten in die Schranken!
Arbeit auf den Kakaoplantagen - ein harter Alltag für Frauen
Allianz: Protest gegen Spekulation mit Nahrungsmitteln
Topfdemo gegen Nahrungsmittelspekulation
Demonstration gegen Nahrungsmittelspekulation
Mitmachen:
Schreiben Sie der Allianz!
Fordern Sie die Allianz auf, aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln auszusteigen!
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