Rund 650 Millionen Kleinwaffen sind heute weltweit im Umlauf. Bis zu tausend Menschen sterben täglich an den Folgen bewaffneter Gewalt. 70 Prozent der Opfer sind Zivilisten.
Frauen sind in besonderer Weise von Waffenmissbrauch bedroht - als Opfer von Mord oder Vergewaltigung, als zurückbleibende Familienangehörige oder als Flüchtlinge. Witwen werden häufig ausgegrenzt und müssen ihre Familien alleine ernähren. Doch Frauen sind nicht nur Opfer. In manchen Konfliktgebieten tragen Frauen und Mädchen auch selbst eine Waffe oder unterstützen männliche Gewalttäter.
Oxfams Engagement
Oxfam arbeitet in ehemaligen Bürgerkriegsländern, um Opfern von Waffengewalt eine neue Perspektive zu ermöglichen. Witwen und zurückkehrende Flüchtlinge erhalten Soforthilfe und dauerhafte Einkommensmöglichkeiten. Schulen werden wieder aufgebaut, Wirtschaft neu belebt. Um den Frieden zu sichern, ist Aussöhnung von Tätern und Opfern nötig.
Wo Waffen leicht verfügbar sind, können sonst harmlose Konflikte schnell zu Kriegen eskalieren. Oxfam setzt sich deshalb in der internationalen Kampagne „Waffen unter Kontrolle!" für strenge Beschränkungen des weltweiten Waffenhandels ein. Ziel ist ein rechtlich verbindliches internationales Kontrollabkommen bei den Vereinten Nationen - ein „Arms Trade Treaty".


