Kohle und Atom ade: Stromanbieter wechseln!
Wechseln Sie zu Ökostrom! © Oxfam Deutschland

Kohle und Atom ade: Stromanbieter wechseln!

Ein Wechsel zu einem Öko-Stromanbieter verbessert die persönliche Treibhausgasbilanz und sichert den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland. Das hilft, den Klimawandel zu begrenzen und die negativen Auswirkungen auf die Menschen in den armen Ländern zu verringern.

Deutschland ist weltweit der siebtgrößte Emittent des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2). 45 Prozent aller deutschen CO2-Emissionen stammen aus der Stromerzeugung, größtenteils aus Kohlekraftwerken. Die 134 deutschen Kohlekraftwerke produzieren pro Jahr 310 Millionen Tonnen CO2, mehr als alle Länder (ohne Südafrika) insgesamt in Afrika südlich der Sahara. Wenn es nach den deutschen Energiekonzernen geht, wird das auch so bleiben: es sind weitere 21 Kohlekraftwerke im Bau oder in Planung (Stand April 2011).

Neue Kohlekraftwerke (und auch der Weiterbetrieb der Atomkraftwerke) gehören nicht in eine zukunftsfähige und klimafreundliche Energieversorgung! Kohle und Atom behindern den Ausbau der erneuerbaren Energien, denn die großen Kraftwerke lassen sich nicht nach Bedarf an- und abschalten, um die schwankende Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien flexibel auszugleichen.

Schon heute stammen 17 Prozent der deutschen Stromproduktion aus den Erneuerbaren. Bis 2020 ist nach Angaben des Bundesverbands Erneuerbare Energien ein Anteil von 47 Prozent möglich. Die Politik muss sicherstellen, dass langfristig der Strom in Deutschland komplett aus erneuerbaren Energien bereitgestellt wird. Mehrere Szenarien und Studien zeigen, dass der Umbau technologisch möglich und ökonomisch sinnvoll ist und zudem die Verbraucher nicht übermäßig belastet.

Kinderleicht: zu einem Öko-Stromanbieter wechseln!

Die Stromkunden können selbst der Revolution auf die Beine helfen: Ein Wechsel zu einem Öko-Stromanbieter verbessert nicht nur die persönliche Treibhausgasbilanz. Er stärkt auch den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland und schwächt das politische Gewicht der großen, klimaschädlichen Energiekonzerne. Und er hilft, den Klimawandel zu begrenzen und die negativen Auswirkungen auf die Menschen in den armen Ländern zu verringern.

Aber Achtung: nicht überall, wo Öko draufsteht, ist auch Öko drin. Öko-Stromtarife eines Anbieters, der auch Kohle und Atom im Portfolio hat, sind häufig Mogelpackungen (das wird hier schön erklärt). Vier bundesweite Anbieter, die echten Öko-Strom verkaufen, werden unten aufgeführt. Das Wechseln des Anbieters ist denkbar einfach und unkompliziert – entweder auf der jeweiligen Website des Unternehmens, oder über www.stromwechseln-hilft.de.

Elektrizitätswerke Schönau

Die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) versorgen bundesweit mehr als 100.000 Privathaushalte, Gewerbebetriebe und Industrie-Unternehmen mit sauberem Strom. Die EWS sind aus einer Bürgerbewegung entstanden und strengen ökologischen Leitlinien verpflichtet. Das Unternehmen setzt nicht nur auf Gewinnmaximierung, sondern investiert in eine nachhaltige Energieversorgung.

Greenpeace Energy

Greenpeace Energy aus Hamburg ist eine Genossenschaft mit rund 20.000 Mitgliedern, die aus Prinzip nicht nur gewinnorientiert arbeitet. Sie versorgt bereits 96.000 Privat- und Geschäftskunden, bietet bundesweit konsequenten Öko-Strom, setzt sich für eine saubere Stromversorgung ein und baut selbst umweltfreundliche Kraftwerke.

Naturstrom

Naturstrom aus Düsseldorf handelt als einziger unabhängiger Anbieter mit Öko-Strom, der zum größten Teil in Deutschland erzeugt wird. Naturstrom ist zertifiziert vom Grünen Strom Label und hat bundesweit mehr als 100.000 Kunden. Zugleich investieren sie auch in den Neubau von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien.

LichtBlick

LichtBlick aus Hamburg ist mit über 500.000 Kunden der größte unabhängige Öko-Stromanbieter. LichtBlick hat in vielen Gerichtsprozessen gegen die großen Energiekonzerne die Möglichkeiten des Anbieterwechsels im Strom- und Gasmarkt maßgeblich befördert.