Der Klimawandel gefährdet Entwicklung und verschärft die weltweite Armut
Die Folgen des Klimawandels in Entwicklungsländern
Wir stecken mittendrin, im Klimawandel. Jeden Tag werden die Auswirkungen deutlicher: Polkappen und Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt, Stürme und Hitzewellen nehmen zu. Für die reichen Industrienationen, zu denen Deutschland zählt, wird der Klimawandel zunehmend zu einer ernsthaften Bedrohung – für die Entwicklungsländer ist er schon jetzt eine Katastrophe!
Rufe die Bundesregierung dazu auf, sich für ein gerechtes Klimaschutzabkommen einzusetzen!
=> zur E-Petition: Für gerechten Klimaschutz
Countdown Kopenhagen: Die Uhr tickt!
Noch ist Zeit, eine globale, irreversible Katastrophe zu verhindern – und unsere Wirtschaftsmethoden und Lebensweisen zukunftsfähig, d.h. ökologisch tragbar zu machen. Aber die Uhr tickt… Für die Trendwende beim Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase bleiben uns nur noch etwa zehn Jahre. Im Dezember 2009 haben die Regierungen auf dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen über das Schicksal unseres Planeten zu entscheiden.
Der Klimawandel bedroht die Lebensgrundlagen von Menschen weltweit. Wenn es uns nicht gelingt, den Klimawandel aufzuhalten, machen seine Folgen die mühsam erreichten Fortschritte in der Bekämpfung weltweiter Armut zunichte. Die hehren Ziele der Weltgemeinschaft, bis 2015 die Zahl der Hungernden sowie der in Armut lebenden Menschen zu halbieren, würden dann unerreichbar.
Der Klimawandel zerstört durch Überschwemmungen, Stürme oder Dürren das Hab und Gut von Millionen Menschen. Krankheiten breiten sich in Gegenden aus, die dafür bislang als zu kalt galten. Extremwetterlagen, wie beispielsweise ungewöhnlich starke Regenfälle oder langanhaltende Dürren verringern die Ernteerträge und treiben weltweit die Preise für Grundnahrungsmittel wie Weizen oder Reis nach oben. Viele Gebiete, in denen es schon immer wenig Wasser gab, werden infolge zunehmender Trockenheit schlicht unbewohnbar. Millionen Menschen droht der Verlust ihrer Existenzgrundlagen - und sie könnten dadurch gezwungen werden, ihre Heimat verlassen.
Was ist zu tun? Klimakiller abschalten!
Es ist längst bekannt, was gegen den Klimawandel getan werden kann. Die globalen Treibhausgas-Emissionen müssen drastisch verringert werden, vor allem in den reichen Industrieländern. Denn die Industrienationen sind nicht nur maßgeblich für den Klimawandel verantwortlich, sie verfügen auch über die notwendigen Ressourcen, um der globalen Erwärmung entschieden zu begegnen.
Der Klimawandel ist eine Folge der verfehlten Energiepolitik in den Industrieländern, auch in Deutschland. Trotz des vorbildlichen Ziels, bis 2020 die deutschen Treibhausgas-Emissionen um 40% zu senken, sind in Deutschland 28 neue Kohlekraftwerke in Planung oder befinden sich bereits im Bau. Der Energieverbrauch in Deutschland steigt kontinuierlich, während die Bundesregierung auf europäischer Ebene die Durchsetzung sinnvoller Effizienzstandards für Autos verhindert. mehr ...
Die UN-Verhandlungen für ein weltweites Klimaschutzabkommen
2012 läuft die erste Verpflichtungsrunde des Kyoto-Protokolls aus. Für die Zeit danach hat sich die Staatengemeinschaft vorgenommen, nicht nur neue Klimaschutzziele für die reichen Industrienationen, die Hauptverursacher der Krise, festzulegen, sondern gleichzeitig ein komplettes, neues globales Klimaschutzregime auszuhandeln, das die Unterstützung für die Entwicklungsländer bei Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel einschließt. Ende 2009 soll in Kopenhagen ein neues Klimaschutzabkommen beschlossen werden. Für Oxfam wird sich der Erfolg daran bemessen, ob
- erstens die Treibhausgas-Emissionen weltweit so weit abgesenkt werden, dass die schlimmsten Szenarien des Klimawandels noch verhindert werden können.
- zweitens die dafür notwendigen Anstrengungen gerecht verteilt werden – vor allem die reichen Länder müssen sich zu mehr Klimaschutz verpflichten.
- drittens die reichen Länder die Entwicklungsländer bei der Anpassung an den Klimawandel angemessen unterstützen.
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