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Alter Wein in neuen Schläuchen – Das Kopenhagen-Versprechen der Bundeskanzlerin

Nachdem schon 2010, anders als in Kopenhagen zugesagt, kaum zusätzliche Mittel für Klimaschutz und Anpassung an die Folgen des Klimawandels bereitgestellt werden, sind im Bundeshaushalt 2011 die beiden einzigen Titel mit wirklich „frischem“ Geld komplett gestrichen. Dabei wäre es nach der Weltklimakonferenz von Cancún richtig und wichtig, substanziell mehr neues und zusätzliches Geld bereitzustellen, um die Verpflichtung aus dem Copenhagen Accord zu erfüllen.
Problematisch ist zudem, dass bei den Krediten für die Climate Investment Funds der Weltbank die volle KfW-Kreditsumme angerechnet wird anstelle des realen Mitteleinsatzes. Positive Lichtblicke sind 2010 der Beitrag für den Anpassungsfonds und 2011 neue Mittel für zwei weitere UN-Fonds, mit denen Deutschland zur Erfüllung einer alten Zusage der Industrieländer beiträgt.

Preparing for thin cows

Eine neue Untersuchung von Oxfam belegt, dass im Jahr 2007/08 eine globale Getreidereserve von nur 105 Millionen Tonnen gereicht hätte, eine Nahrungsmittelkrise verhindern zu helfen.

Deutsche Kurzfassung der Studie: Aufbruch in ein neues Zeitalter

Vor rund 70 Jahren wurde Oxfam als Reaktion auf den Hunger in Europa gegründet. Seitdem mussten wir immer wieder Nahrungsmittelkrisen begegnen: Griechenland in 1942, Biafra in 1969, Äthiopien in 1984 oder Niger in 2005 sind nur einige davon. Alle wären vermeidbar gewesen.

Fact-Sheet zur Nahrungsmittelspekulation

Inhalt:
Die „Finanzialisierung“ der Agrarrohstoffmärkte
Was ist Spekulation?
Ist Spekulation schlecht?
Wer spekuliert mit Agrarrohstoffen?
Welche Belege gibt es für Spekulation?
Glossar

Grenzenlos und billig

In der gemeinsamen Studie „Grenzenlos und billig“ analysieren Oxfam und FIAN die Positionen der Agrar- und Ernährungsindustrie nach der Nahrungsmittelkrise. Die Ernährungsindustrie setze mit Unterstützung der Politik auf eine Liberalisierung der Märkte und den Ausbau von Gentechnik. Doch so würden die Menschen in armen Ländern nicht satt. Ziel müsse sein, die einheimische Lebensmittelproduktion zu stärken.