Charlotte Becker (links) und Jan Heser (rechts) sind die Vorständ*innen von Oxfam Deutschland e.V.
Entschlossen für eine gerechte Welt

Jahresbericht 2025/2026

Oxfams Einsatz gegen die weltweite extreme Ungleichheit erfährt zunehmend Gegenwind. Die Verhältnisse verschieben sich weiter: Während der reichste Mann der Welt, Elon  Musk, eine Billion US-Dollar anhäufte, wurden weltweit staatliche Gelder für Entwicklungszusammenarbeit und Nothilfe zusammengestrichen – in einer Zeit, in der Krisen und Konflikte sich verschärfen und immer mehr Menschen auf Unterstützung angewiesen sind.

Diese Kürzungen setzen nicht nur Chancen und Rechte aufs Spiel, sie kosten auch Leben. In der Demokratischen Republik Kongo etwa waren die Gesundheitssysteme durch den permanenten Mangel an Ressourcen nicht in der Lage, den Ebola-Ausbruch 2026 rechtzeitig einzudämmen. Gleichzeitig schwinden für viele die Möglichkeiten, sich vor Krisen und Katastrophen zu schützen.

Auch Rechtspopulismus, Faschismus und Antifeminismus sind weiter auf dem Vormarsch – Ideologien, die unsere Arbeit zunehmend erschweren. So ist die Verwässerung des Lieferkettengesetzes im EU-Parlament im November 2025 nur mit den Stimmen der rechtsextremen Parteien zustande gekommen.

Diese Entwicklungen sind beunruhigend – und gleichzeitig ein Grund, umso entschlossener für unsere Ziele einzutreten. So haben wir uns seit dem vergangenen Jahr gemeinsam mit einem breiten, starken Bündnis permanent dafür eingesetzt, dass Hilfs- und Entwicklungsgelder nicht weiter gekürzt werden (siehe S. 10). Unser jährlicher Ungleichheitsbericht erfuhr wieder ein großes Echo in Politik und Medien.

Und auch wenn Rückschritte in der EU-Lieferkettengesetzgebung nicht aufzuhalten waren, konnten wir gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen in Costa Rica und Ecuador Verbesserungen für Arbeiter*innen auf dortigen Plantagen erzielen – und so zeigen, wie wichtig das Lieferkettengesetz ist (siehe S. 13).

Unsere Kolleg*innen und Partnerorganisationen in aller Welt bleiben an der Seite derjenigen, die unter Hunger, Kriegen und Katastrophen leiden – ob in Ostafrika oder im Sudan, in Gaza oder im Jemen. Entwicklungszusammenarbeit wirkt. Nothilfe rettet täglich Leben. All das spornt uns an, weiterzumachen.

Unser großer Dank geht an alle, die unsere Vision teilen – allen voran die zahlreichen Spender*innen, die uns im vergangenen Geschäftsjahr mit mehr als 8,7 Millionen Euro unterstützt haben. Insgesamt lagen Oxfam Deutschlands Einnahmen bei 42,2 Millionen Euro. Ausführliche Informationen zu unserem Jahresabschluss finden Sie ab S. 24.

Gemeinsam können wir das Ruder herumreißen und die Welt verändern – damit wir alle gut zusammen leben!

Charlotte Becker und Jan Heser
Vorständ*innen
Oxfam Deutschland e.V.

  • Oxfam Deutschland Jahresbericht 2025/2026

    Dokument
    PDF | 9.02 MB
  • Oxfam Deutschland Lagebericht 2025/26

    Dokument
    PDF | 98.77 KB
  • Oxfam Deutschland Bestätigungsvermerk 2025/26

    Dokument
    PDF | 109.2 KB