Protest zum G20-Gipfel in Hamburg 2017

Vor dem G20-Gipfel im Juli 2017 protestieren wir gegen soziale Ungleichheit und fordern ein Wirtschaftssystem für alle. Komm mit uns zur Protest-Demo in Hamburg – gemeinsam tragen wir unsere Forderungen auf die Straße!

Beim G20-Gipfel in Hamburg am 7. und 8. Juli 2017 treffen sich die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer und die Repräsentant/innen der Europäischen Union. Das Gipfeltreffen in Hamburg ist der Höhepunkt der diesjährigen deutschen G20-Präsidentschaft. Es endet mit einer gemeinsamen Erklärung, wie die G20-Staaten globalen Krisen begegnen wollen. Auf der Agenda stehen unter anderem die Themen Handel, Steuern, Klima, Entwicklungspolitik und Afrika.

Die G20 gelten als wichtigstes Gremium zu globalen Finanz-, Wirtschafts- und Entwicklungsfragen. Allerdings ist die Mehrzahl der Staaten der Welt, insbesondere die ärmsten Länder, nicht vertreten.

G20-Regierungen sind mitverantwortlich für soziale Ungleichheit

Es gibt genug Wohlstand, um allen Menschen weltweit ein würdevolles Leben zu ermöglichen. Doch während wenige in unermesslichem Reichtum schwelgen – 8 Personen verfügen über so viel Vermögen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung –, leben rund 700 Millionen Menschen weiterhin in extremer Armut.

Die G20 selbst haben durch ihre Politik – in unterschiedlichem Maße – zu einer dramatischen Zunahme von Ungleichheit beigetragen. In den meisten G20-Ländern hat sich die Lücke zwischen Arm und Reich drastisch vergrößert.

Dies führt dazu, dass Millionen Menschen auf der Strecke bleiben. Sie fühlen sich abgehängt, sind frustriert und wütend – zu Recht. Sie brauchen echte Lösungen für ihre Probleme.

G20-Gipfel in Hamburg muss umsteuern

Die Alternativen liegen auf der Hand: Wir brauchen ein Wirtschaftssystem für alle. Ein System, das der Mehrheit der Menschen zugutekommt, nicht nur Konzernen und den Superreichen. Die Regierungen der G20 müssen sich daher beim G20-Gipfel in Hamburg verpflichten, die Ungleichheit entschlossen zu verringern.

Zentral hierfür ist eine Steuerpolitik, die dafür sorgt, dass Konzerne und reiche Einzelpersonen angemessen an der Finanzierung des Gemeinwesens beteiligt werden. Anstatt sich gegenseitig mit Niedrigsteuersätzen und Vergünstigungen für Konzerne zu unterbieten, müssen die G20 der Steuervermeidung einen Riegel vorschieben und verhindern, dass Konzerne ihre Gewinne in Steueroasen verschieben und sich so um ihren fairen Beitrag drücken. Denn diese Mittel werden  – im globalen Norden und Süden gleichermaßen – für Investitionen in Bildung, Gesundheit und soziale Sicherung benötigt!

Demo, Protest, Gipfel der Solidarität – was passiert in Hamburg?

2. Juli 2017: „G20-Protestwelle“

Friedlicher Aktionstag der Zivilgesellschaft mit kreativem Protest – Oxfam ist dabei!
Wenn Du mit uns protestieren möchtest, komm am 2. Juli, ab 10 Uhr zum Rathausmarkt. Treffpunkt des Oxfam-Blocks ist rechts vom Eingang zum Rathaus.

G20-Plakat-O-Mat

Ihr habt uns Eure G20-Protest-Botschaften für mehr soziale Gerechtigkeit geschickt.
Diese nehmen wir zur G20-Protestwelle am 2. Juli 2017 mit auf die Straße:

„Lieber Fair statt immer Mehr!“
„Wir geben keine Ruh – die Schere muss zu!“
„Mehr Entwicklungshilfe für arme Länder!“

5./6. Juli 2017: „Gipfel für globale Solidarität“

Alternativ-Gipfel der Zivilgesellschaft – Oxfam ist mit einem Infostand und zwei Workshops zu den Themen Steuerpolitik und Klima vertreten. Wir freuen uns, wenn Du vorbeischaust!

Weitere geplante Protest-Aktivitäten verschiedener Bündnisse rund um den G20-Gipfel in Hamburg

Länder und Regionen

Themen

Steuervermeidung von Unternehmen

Die weltweite soziale Ungleichheit hat einen neuen Höchststand erreicht: Ein Prozent der Weltbevölkerung hat mehr Vermögen als der Rest der Welt zusammen; nur 8 Menschen besitzen genauso viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Ein Grund ist die Steuervermeidung von Unternehmen und reichen Einzelpersonen durch ein System von Steueroasen, das vor allem den Reichen zugutekommt und die Kluft zwischen Arm und Reich vertieft.