Energie in Deutschland

Umbau der Energieversorgung:
Wird Deutschland wieder Vorbild in Sachen Klima?

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Atomkatastrophe in Japan hat in Deutschland eine heftige Debatte um die Zukunft der Energieversorgung ausgelöst. Selbst die Regierungskoalition, die entgegen dem Wunsch der Mehrheit der Bevölkerung die Laufzeit der Atomkraftwerke verlängert hatte, ist inzwischen auf einen neuen Kurs eingeschwenkt. Die Debatte ist eine große Chance, Deutschlands Energieversorgung insgesamt neu auszurichten.

Dabei darf jedoch das Atomrisiko nicht durch ein Klimarisiko ersetzt werden, etwa durch den Bau von noch mehr Kohlekraftwerken. Das wäre nicht nur langfristig ökonomisch falsch, sondern auch unverantwortlich gegenüber Menschen in armen Ländern, die täglich mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen haben. Tatsächlich muss die Energiedebatte an zwei Leitplanken ausgerichtet werden: dem Ausstieg aus der Atomkraft, und den Erfordernissen des Klimaschutzes. Dass diese zweite Leitplanke nicht vergessen wird, ist Oxfams spezielles Anliegen.

Ich freue mich, wenn auch Sie uns bei der Durchsetzung dieser Ziele unterstützen und wünsche Ihnen schöne Ostertage!

Mit besten Grüßen,
Ihr Paul Bendix
Geschäftsführer, Oxfam Deutschland e.V.
Energie in Deutschland:
Sechs Eckpfeiler eines energiepolitischen Zukunftspakets

Der Umbau der Energieversorgung ist eine Riesenchance für Deutschland, die in den letzten Jahren verlorene Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz zurückzugewinnen – wenn die Weichen richtig gestellt werden.

Auf Initiative von Oxfam, WWF, Brot für die Welt, Germanwatch und Greenpeace haben inzwischen einhundert zivilgesellschaftliche Organisationen, Kirchen und Unternehmen ein gemeinsames Papier zur Zukunft der Energieversorgung in Deutschland vorgelegt; rechtzeitig zum Arbeitsbeginn der eigens eingerichteten Ethikkommission, die die Bundesregierung in der Atomdebatte unterstützen soll.

Das Papier skizziert einen Umbau der Energieversorgung, der den Ausstieg aus der Atomkraft in ein klimafreundliches, energiepolitisches Zukunftspaket einbettet. Wir fordern unter anderem den konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien, die Steigerung der Energieeffizienz und die längst überfällige Anhebung des europäischen Klimaschutzziels von bisher 20 Prozent auf 30 Prozent Treibhausgas-Reduktionen bis 2020.
Zur Unterschriften-Aktion: Jetzt EU-Klimaziel von 30% Reduktionen einfordern!

Ganz wichtig ist: Kein Neubau von Kohlekraftwerken! Diese schwerfälligen Dinosauriere können nicht kurzfristig an- und abgeschaltet werden, was erforderlich ist, um Leistungsschwankungen des wachsenden Anteils variablen Stroms aus Wind und Sonne auszugleichen. Bis Deutschland seine Stromversorgung komplett aus erneuerbaren Energien bestreitet, braucht es statt neuer Kohlekraftwerke einen moderaten Zubau von hocheffizienten und flexiblen Gaskraftwerken. Details finden Sie im Eckpfeilerpapier.

Oxfams Kino-Spot gegen den Neubau von Kohlekraftwerken in Deutschland   134 deutsche Kohlekraftwerke produzieren pro Jahr 310 Millionen Tonnen CO2. Mehr als 20 weitere sind in Planung oder im Bau und würden zur weiteren Verschärfung des Klimawandels beitragen.
Wie, zeigt Oxfams Kohle-Spot. Anschauen und weiterleiten!

Der Klimawandel verschärft die Armut weltweit!
Obwohl Menschen in armen Ländern kaum etwas zum Klimawandel beigetragen haben, sind sie am stärksten von seinen Folgen betroffen. Überschwemmungen oder Stürme zerstören ihr Hab und Gut, Krankheiten wie Malaria sind auf dem Vormarsch, Dürren und sintflutartige Regenfälle vernichten die Ernten. Außerdem fehlen Menschen in armen Ländern oft die Ressourcen, um sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen.
Beispiele zeigt unsere Bildergalerie.
 
Frauen in Uganda beim Wasserholen. © Geoff Sayer/Oxfam

Unterrichtssequenz zu den Folgen des Klimawandels in armen Ländern
Oxfam Deutschland und die Heinrich-Böll-Stiftung haben neue Unterrichtsmaterialien entwickelt, die jungen Menschen die Folgen des Klimawandels in Entwicklungsländern nahebringen und sie für das Thema sensibilisieren.
Nutzen Sie dieses Material im Unterricht!


Keine Kohle für Kohle! © Campact
 Aktiv dem Klimawandel begegnen
In Krefeld-Uerdingen ist ein neues Kohlekraft geplant. Nach Inbetriebnahme würde es jährlich über vier Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre blasen. Helfen Sie mit, diesen Klimakiller zu verhindern. Unterzeichnen Sie jetzt den Appell!


Wechseln Sie zu Ökostrom!
  Klimaschutz selber machen – Stromanbieter wechseln!
Jede/r kann der Energie-Revolution ein wenig auf die Sprünge helfen: Ein Wechsel zu einem Öko-Stromanbieter ist ein wichtiger Schritt, der Treibhausgase reduziert und den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland voranbringt. Jetzt den Stromanbieter wechseln!

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  Werden Sie Teil der Oxfam Deutschland Trailwalker Crew. Melden Sie sich als Freiwillige/r!   Der Oxfam Shop Köln-Südstadt feiert am 3. Mai 2011 seinen 20. Geburtstag.
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