Jemen: Die Menschen brauchen Unterstützung dringender denn je!

Chulud in den Armen ihrer Großmutter
Die fünf Monate alte Chulud, die von ihrer Großmutter gehalten wird, litt unter starkem Durchfall.

Der Krieg im Jemen dauert bereits mehr als zwei Jahre an und die Dimensionen sind erschütternd: allgegenwärtige Arbeitslosigkeit, Mangel an Trinkwasser und Nahrungsmitteln, fehlender Zugang zu Hygieneeinrichtungen und nun sogar die weltweit größte Cholera-Epidemie, für die kein Ende in Sicht zu sein scheint. Zwischen Ende April und Ende September gab es rund 700.000 Verdachtsfälle, mehr als 2.100 Menschen sind bereits an der Durchfallerkrankung gestorben. In dieser Zeit haben sich mehr Menschen im Jemen mit Cholera angesteckt als in irgendeinem anderen Land innerhalb eines ganzen Jahres.

Der Bevölkerung fällt es schwer, der Cholera etwas entgegenzusetzen. Krieg, Not und Hunger haben sie geschwächt und demoralisiert. Das Gesundheitssystem ist praktisch zusammengebrochen. Dabei braucht es nicht viel, um Cholera in den Griff zu kriegen: sauberes, Wasser, Seife, Latrinen und andere Hygienemaßnahmen.

Um Leben zu retten, ist Oxfam vor Ort und leistet akute Nothilfe. Wir stellen vor allem Trinkwasser bereit, verteilen Hygiene-Sets zum Schutz vor Cholera und unterstützen Familien mit Bargeld, damit Nahrungsmittel und andere lebenswichtige Güter erworben werden können. Seit Ausbruch der Krise haben wir bereits mehr als 1,2 Millionen Menschen erreicht. Doch im Jemen sind mehr Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen als irgendwo sonst auf der Welt.

 

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