• Publikation
  • 11. Dezember 2013

Biokraftstoffe: Auswirkungen auf globale Agrarpreise und Klimawandel

Die von Oxfam und der Heinrich-Böll-Stiftung vorgelegte Studie zu den Auswirkungen von Biokraftstoffen auf globale Agrarpreise und Klimawandel belegt: Bei einem Wegfall der EU-Förderung von Biosprit würden netto 27 Millionen Tonnen weniger Getreide und Ölsaaten in die EU importiert. Dadurch würde die globale Nachfrage nach Biomasse abnehmen und die Weltmarktpreise für Nahrungsmittel würden spürbar sinken. Der Nutzen von Biokraftstoffen ist ohnehin hoch umstritten. Denn Biokraftstoffe selbst leisten – wenn überhaupt – auch nur einen geringen Beitrag zum Klimaschutz.

Die von Oxfam und der Heinrich-Böll-Stiftung vorgelegte Studie zu den Auswirkungen von Biokraftstoffen auf globale Agrarpreise und Klimawandel belegt:

Würde die politische Förderung von Biosprit wegfallen, sänken die Weltmarktpreise bei pflanzlichen Ölen um 16 Prozent. Bei Ölsaaten würden die Preise um zehn und bei Weizen um etwa vier Prozent fallen. „Ein Minus an Biosprit ist ein Plus für die Ernährungssicherheit. Niedrigere Weltmarktpreise für Agrarrohstoffe können die Preise in Regionen, in denen viele Menschen unterernährt sind, sinken lassen. Menschen in Armut könnten davon profitieren“, erklärt Marita Wiggerthale, Agrarexpertin bei Oxfam Deutschland. „Die Bundesregierung muss beim EU-Energieministertreffen am 12. Dezember in Brüssel ein Zeichen für die Ernährungssicherheit setzen und Biosprit aus Nahrungsmitteln auf fünf Prozent beschränken“, erklärt Marita Wiggerthale.