• Publikation
  • 28. März 2012

Wenn nichts mehr wächst: Über den Zusammenhang von Klimawandel, Hunger und Armut

Frühling 2012. Oxfam aktuell Nr. 57

Was hat der Klimawandel mit Hunger und Armut zu tun? Diese Frage beschäftigt uns in der vorliegenden Ausgabe von Oxfam aktuell. In der Titelgeschichte berichtet Svenja Koch, Oxfams Pressesprecherin, von ihrer Reise mit Journalisten nach Mali.

Die Bewohner/innen des Landes in der westafrikanischen Sahelzone trifft der Klimawandel hart und seit Monaten ist mit dem Ausbruch einer Hungerkrise zu rechnen. Die veränderten Regenzeiten gefährden die Landwirtschaft massiv. Dabei tragen die Kleinbäuerinnen und
-bauern kaum zum Treibhauseffekt bei. Ohne Verursacher zu sein, sind sie diejenigen, die unter den Folgen des Klimawandels am meisten zu leiden haben.

Besonders heftig trifft es dabei Frauen, egal ob in Afrika, Asien oder Lateinamerika. Sie sind traditionell für die Versorgung der Familie zuständig. Für sie wird es wegen des Klimawandels zunehmend schwerer, ihre Familien zu ernähren, für Hygiene oder für die Energieversorgung des Haushaltes zu sorgen. Weil sie die Hauptbetroffenen sind, müssen unsere Anstrengungen für den Klimaschutz auch ihre Bedürfnisse und Möglichkeiten berücksichtigen. Und nicht zuletzt ist es ein Anliegen von Oxfams Kampagnenarbeit, hier bei uns in Europa immer wieder auf die Durchsetzung der Klimaschutzziele zu pochen.