Preisdumping bei Bananen: Existenzen in Anbauländern gefährdet

Der Bericht „Billige Bananen: Wer zahlt den Preis?“ beschäftigt sich mit den Folgen des Preisdumpings deutscher Supermarktketten für die kleinbäuerlichen Produzenten und Plantagenarbeiter/innen in Ecuador und Kolumbien.

Der aktuelle Oxfam-Bericht „Billige Bananen: Wer zahlt den Preis?“ zeigt:

  • Das Preisdumping deutscher Supermarktketten ist mitverantwortlich dafür, dass der gesetzliche Mindestpreis für Bananen in Ecuador unterlaufen wird.
  • In Kolumbien, wo es keinen Mindestpreis gibt, trägt der Preisdruck zu einer Verschlechterung sozialer und arbeitsrechtlicher Standards bei.

Grundlage des Berichts sind eine von Oxfam bei der französischen Forschungseinrichtung BASIC in Auftrag gegebene Untersuchung sowie Interviews mit Expert/innen in Deutschland und den Anbauländern.

Was ist zu tun?

  • Die Supermarktketten müssen den Kosten- und Preisdruck auf ihre Lieferant/innen verringern, um so existenzsichernde Einkommen für die Bananenerzeuger und -arbeiter/innen in Anbauländern sicherzustellen. Insbesondere müssen sie dafür sorgen, dass in Ecuador der Mindestpreis gezahlt wird.
  • Die Bundesregierung muss die Marktmacht der Supermärkte beschränken, unfaire Einkaufspraktiken eindämmen und dazu beitragen, kleinbäuerliche Produzenten sowie die Arbeitsrechte der Beschäftigten in der Lieferkette zu stärken.

Themen

Supermärkte

Oxfam setzt sich für menschenwürdige Arbeits- und faire Einkaufsbedingungen in der Lieferkette von Supermarktketten ein.

Make Fruit Fair!

Oxfam setzt sich im Rahmen der internationalen Kampagne „Make Fruit Fair!“ für die Umsetzung von Sozial- und Umweltstandards im Handel mit tropischen Früchten ein.