Mehr als 4.000 Tote auf dem zentralen Mittelmeer und fast doppelt so viel Leidende in libyschen Gefangenenlagern. Menschen werden willkürlich verhaftet, missbraucht, zu Tode geprügelt und versklavt. Seit dem Migrationsabkommen zwischen Italien und Libyen vor zwei Jahren hat sich an der Lage geflüchteter Menschen in Libyen nichts geändert. Die EU muss handeln!
Fehlende Ärzte, drohende Kälte und Angst vor Gewalt – Schwangere, Kinder und Folterüberlebende harren unter unzumutbaren Bedingungen auf griechischen Inseln aus. Das zeigt ein neuer Oxfam-Bericht. Die Politik muss endlich handeln!
Die Sommerausgabe der EINS mit folgenden Schwerpunktthemen: „Selbstbestimmt gegen den Hunger – Lösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft, die alle satt macht“, „Fairness eintüten! – Supermärkte müssen Arbeitsrechte schützen“, „Die Hölle im Paradies – Tausende Geflüchtete werden auf den griechischen Inseln festgehalten“
Tausende geflüchtete Menschen müssen derzeit auf den griechischen Inseln unter unzumutbaren Bedingungen ausharren. Der Grund: Die sogenannte Containment-Politik, die es Geflüchteten verwehrt, auf das griechische Festland zu gelangen, wo wesentlich bessere Voraussetzungen herrschen. Nun kommt der Winter – und mit ihm die Kälte, der viele Geflüchtete schutzlos ausgeliefert sind.
Rund zwei Jahre nach Einigung auf eine europäische Migrationsagenda haben die EU-Mitgliedsstaaten darin versagt, sichere und legale Zugangswege für Migrant/innen zu schaffen. Stattdessen führt ihre Politik zu massiven Menschenrechtsverstößen an den Grenzen Europas. Dies zeigt der Oxfam-Bericht „Beyond ‚Fortress Europe‘“.
Wir haben Geflüchtete interviewt, die aus Libyen nach Sizilien entkommen sind. Die Aussagen zeichnen ein Bild der erschreckenden Umstände, denen Flüchtlinge und andere Migranten in Libyen ausgesetzt sind. Die EU darf Menschen in Not nicht daran hindern, Libyen in Richtung Europa zu verlassen.
Vor dem Treffen der EU-Finanzminister in Brüssel drängen mehr als 50 führende Finanzexpert/innen auf die Einführung der Finanztransaktionssteuer. In einem offenen Brief betonen sie, dass die Steuer die Finanzmärkte stabilisieren und die Einnahmen der Regierungen erhöhen würde.
Die restriktive Migrationspolitik der Europäischen Union (EU) und vieler ihrer Mitgliedsstaaten hat verheerende Auswirkungen auf Geflüchtete und ihre Familien. Dies geht auf dem aktuellen Oxfam-Bericht „Dear family – How EU policies are tearing families apart“ hervor, der auf Interviews mit geflüchteten Menschen in Aufnahmeeinrichtungen in Nordgriechenland basiert.