Den Kreis schließen

Wegwerfen war gestern, nachhaltiger Konsum liegt im Trend. Gut erhaltene Dinge wie Kleidung, Bücher und Haushaltswaren kann man z.B. in die Secondhand-Shops von Oxfam geben.

Teilen, Tauschen, Wiederverwenden

Heutzutage genießen Dinge wie Kleidung, Möbel oder andere Gebrauchtgegenstände die Aufmerksamkeit und Wertschätzung ihrer Besitzer/innen nur für kurze Zeit. Schnell muss etwas anderes her. Doch immer mehr Verbraucher/innen kritisieren die dadurch immer kürzer werdenden Lebenszyklen von Produkten, die moderne Wegwerfgesellschaft und die Verschwendung natürlicher Ressourcen. Auf dem UN-Klimagipfel Rio+20 in diesem Sommer wurde diese Problematik ebenfalls diskutiert.

Doch Konsum und Nachhaltigkeit schließen sich nicht zwangsläufig aus. Nicht mehr gewollte, aber noch gut brauchbare Dinge können verkauft, verliehen oder gar verschenkt werden, bevor sie Kleiderschrank oder Abstellkammer unnötig füllen oder sogar auf dem Müll landen. Auf der anderen Seite kann umgekehrt die Lust auf Neues auch durch Altes gestillt werden, denn alte, gebrauchte Dinge sind weder altmodisch, noch schlecht oder gar unbrauchbar – im Gegenteil, gute Produkte zeichnen sich durch langfristige Qualität aus.

Im Interview erklärt die Textilforscherin Josephine Barbe, warum nachhaltige Kleidung immer wichtiger wird: Nachhaltige Mode: Mehr als nur fair.

Secondhand-Läden

Selbst Trendforscher/innen sprechen von einem Imagewandel bzw. einer Neuauflage von „secondhand“ bzw. „second-sale“ – gerade weil auch immer mehr Stars und Sternchen den „Vintage-Style“ der Alttextilien bevorzugen. Und das nicht nur, weil man beim Stöbern in Secondhand-Geschäften auf traumhafte Unikate stoßen kann, sondern auch weil secondhand eine bewusste Konsumentscheidung ist, die sich einfach besser anfühlt.

In den Oxfam Shops haben Kundinnen und Kunden eine breite Auswahl an gebrauchten, aber noch sehr gut erhaltenen Dingen wie Kleidung, Büchern oder sonstigen Gebrauchtgegenständen. Eine neue Jeans lässt sich so etwa ganz ohne schlechtes Gewissen über die ökologischen und sozialen Auswirkungen kaufen (eine durchschnittliche Jeans legt ca. 50.000 Kilometer bis zu den Endverbraucher/innen zurück und wird selten unter fairen Handelsbedingungen hergestellt).

Tauschpartys

Immer beliebter werden auch die sogenannten Tauschpartys getreu dem Motto: „Heute meins – morgen deins“. Sie werden privat unter Freunden gefeiert oder auch als professionell organisiertes Event. Das Prinzip ist dabei in der Regel gleich: Jede/r bringt Klamotten mit, bewertet den Tauschwert dieser zum Beispiel durch Tauschpunkte und dann geht es ans Tauschen. Am Ende sind alle ihre alten Sachen los und gehen mit neuen Dingen nach Hause – ohne Umwelt, Ressourcen oder sonstiges zu belasten.

Weitere Anregungen, um nachhaltig zu leben

Zur Übersichtsseite "Nachhaltig leben"

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