Klimaschutz konkret: Stromanbieter wechseln!

Ein Wechsel zu einem Öko-Stromanbieter verbessert die persönliche Treibhausgasbilanz und sichert den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland. Das hilft, den Klimawandel zu begrenzen und seine negativen Folgen für die Menschen in den armen Ländern zu verringern.

Deutschland ist der siebtgrößte Emittent des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2), das als Abfallprodukt bei der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas entsteht, die Atmosphäre aufheizt und damit maßgeblich den menschengemachten Klimawandel verursacht – und so weltweit Armut und Hunger verschärft. Dabei ist Kohle der mit Abstand klimaschädlichste Energieträger. Obwohl auch in Deutschland Wind und Sonne immer mehr Energie liefern, laufen die deutschen Kohlekraftwerke weiter auf Hochtouren. Jedes Jahr stoßen sie mehrere hundert Millionen Tonnen klimaschädliches CO2 aus. In den vergangenen Jahren gingen sogar neue Kohlekraftwerke ans Netz, weitere sind im Bau oder in Planung.

Nachdem sich die Regierungen Ende 2015 auf das Pariser Abkommen gegen den Klimawandel geeinigt haben, geht es jetzt an die Umsetzung. Damit Deutschland seine Klimaschutzziele erreichen kann, müssen die ältesten und schmutzigsten Kohlekraftwerke in den nächsten Jahren vom Netz gehen. Mittelfristig ist ein vollständiger Ausstieg aus der Kohlekraft nicht nur nötig, sondern auch technisch und wirtschaftlich machbar. Damit das gelingt, muss die Politik jetzt die Weichen richtig stellen und beherzt den Ausstieg aus der Kohlekraft angehen.

Kinderleicht: zu einem Öko-Stromanbieter wechseln!

Bis dahin können Verbraucherinnen und Verbraucher die Energiewende selbst in die Hand nehmen. Wichtigste Maßnahme: der Wechsel zu einem Öko-Stromanbieter. Das verbessert nicht nur die persönliche Treibhausgasbilanz. Der Wechsel stärkt auch den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland und schwächt das politische Gewicht der großen, klimaschädlichen Energiekonzerne. Und er hilft, den Klimawandel zu begrenzen und die negativen Folgen für die Menschen in den armen Ländern zu verringern.

Aber Achtung: nicht überall, wo Ökostrom draufsteht, ist auch Ökostrom drin. Öko-Stromtarife eines Anbieters, der in anderen Tarifen auch Kohle und Atom im Portfolio hat oder der eigentumsrechtlich mit einem Konzern verbandelt ist, der Kohle- oder Atomkraftwerke betreibt, sind Mogelpackungen. Wer seinen Strom bei einem solchen Anbieter kauft, unterstützt den Fortbestand der fossilen und atomaren Energiewirtschaft und verlangsamt den Umbau auf erneuerbare Energien.

Öko-Stromanbieter

Zum Glück gibt es inzwischen eine Reihe unabhängiger Anbieter, die echten Ökostrom anbieten, und die ihr Geld auch in den Ausbau der erneuerbaren Energien stecken. Einen Vergleich sowie Informationen zum Anbieterwechsel finden sich bei vergleich.org.

Übrigens: Unsere Geschäftsstellen in Berlin und Frankfurt sowie alle unsere Oxfam-Shops beziehen selbstverständlich echten Ökostrom!

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