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  • 21. Januar 2019
Oxfam-Bericht "Public Good or Private Wealth"

Ungleichheit in Deutschland europaweit fast am größten

Ellen Ehmke, Oxfam-Referentin für soziale Ungleichheit, spricht über die wachsende Ungleichheit in Deutschland.

Trotz boomender Wirtschaft ist Ungleichheit auch in Deutschland ein Riesenproblem. Das zeigt der Bericht „Public Good or Private Wealth“ („Im öffentlichen Interesse“), den Oxfam im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums in Davos veröffentlicht. Ellen Ehmke, Oxfam-Referentin für soziale Ungleichheit, spricht darüber, dass die Vermögensungleichheit so groß ist wie fast nirgends in Europa. 1 Prozent der Bevölkerung besitzt bei uns so viel wie 87 Prozent. 

Auch die Einkommensungleichheit ist auf einem Höchststand und das trotz deutlich besserer wirtschaftlicher Lage. Die ärmeren 20 Prozent verdienen heute weniger, die oberen 10 Prozent deutlich mehr. Letztere konnten ihre Einkommen zwischen 1991 und 2015 um 30 Prozent steigern. Zudem ist die Einkommensungleichheit zwischen Männern und Frauen in Deutschland groß. Die Lücke der Gehälter beträgt 21,5 Prozent. Deutschland ist damit fast Schlusslicht in Europa.

Darüber hinaus lebt jedes fünfte Kind hierzulande in Armut, da gute Bildung wesentlich von Herkunft und Einkommen abhängig ist. Mit anderen Worten: Nicht nur Reichtum, auch Armut wird in Deutschland vererbt. Das ist absolut inakzeptabel und muss dringend verändert werden.

Mehr zum Bericht „Public Good or Private Wealth“ können Sie hier erfahren.