• Pressemitteilung
  • 19. September 2014
  • Berlin

Oxfam: Klima-Gipfel in New York muss Signale setzen / 490 Milliarden Dollar Schäden seit 2009

Dürren, Stürme und andere Unwetterkatastrophen haben weltweit fast eine halbe Billion US-Dollar an Schäden angerichtet, seit die Staats- und Regierungschefs 2009 in Kopenhagen über den globalen Klimaschutz verhandelten. Die Entwicklungsorganisation Oxfam zeigt in ihrem aktuellen Hintergrundpapier „The Summit that Snoozed?“, dass seit der Kopenhagener UN-Klimakonferenz mehr als 650 Millionen Menschen von klimatischen Extremereignissen betroffen waren, die 112.000 Menschenleben forderten. Insbesondere die Industrieländer drücken sich dennoch vor dem Klimaschutz – darauf weist Oxfam kurz vor dem Klima-Gipfel in New York hin, der auf Einladung des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon am kommenden Dienstag stattfindet.

Dürren, Stürme und andere Unwetterkatastrophen haben weltweit fast eine halbe Billion US-Dollar an Schäden angerichtet, seit die Staats- und Regierungschefs 2009 in Kopenhagen über den globalen Klimaschutz verhandelten. Die Entwicklungsorganisation Oxfam zeigt in ihrem aktuellen Hintergrundpapier „The Summit that Snoozed?“, dass seit der Kopenhagener UN-Klimakonferenz mehr als 650 Millionen Menschen von klimatischen Extremereignissen betroffen waren, die 112.000 Menschenleben forderten. Insbesondere die Industrieländer drücken sich dennoch vor dem Klimaschutz – darauf weist Oxfam kurz vor dem Klima-Gipfel in New York hin, der auf Einladung des UN-Generalsekretärs Ban Ki-moon am kommenden Dienstag stattfindet.

Seit Jahren warnen Wissenschaftler, dass die Bemühungen im weltweiten Klimaschutz bei Weitem nicht ausreichen, um die globale Erwärmung unter der wichtigen 2°C-Schwelle zu halten. Derzeit steuert die Welt auf eine Erwärmung um 4°C oder mehr zu. Zuletzt hatten Länder wie Japan oder Australien ihre Klimaschutzzusagen sogar abgeschwächt. Auch die Europäische Union möchte sich im künftigen Klima-Abkommen nur auf schwache Ziele festlegen, die die Einhaltung der Zwei-Grad-Schwelle unmöglich machen werden.

Oxfam-Klimaexperte Jan Kowalzig kommentiert: „Der Gipfel allein wird den Planeten nicht retten, aber er muss ein eindeutiges Signal in die Welt senden, dass die Trendwende beim weltweiten Klimaschutz vor der Tür steht und der Ausstoß von Treibhausgasen langfristig auf Null sinken wird. Der Klimawandel beeinträchtigt schon jetzt die weltweiten Ernten, zerstört Lebensgrundlagen und treibt die Menschen in die Armut, dabei sind die Lösungen greifbar, die erneuerbaren Energien werden immer günstiger, und ambitionierter Klimaschutz ist ein Wachstumsmotor. Das Zeitalter der fossilen Energien muss enden. Wer das blockiert oder verzögert, handelt zynisch und unverantwortlich.“

Angesichts der Dringlichkeit des Klimawandels kritisiert Oxfam, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Teilnahme am Gipfel abgesagt hat – unter anderem wegen eines Termins beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Für Deutschland reist nun Bundesumweltministerin Barbara Hendricks nach New York. „Statt sich in New York für konsequenten Klimaschutz einzusetzen, spricht die Bundeskanzlerin auf der Festveranstaltung der Industrielobby. Dort wird sie wohl kaum die ständigen Attacken des BDI gegen Energiewende und Klimaschutz anprangern“, kritisiert Kowalzig.

Nach Ansicht von Oxfam muss der Gipfel in New York ein Erfolg werden, um den Verhandlungen für ein neues Klima-Abkommen neuen Schwung zu geben. Dazu ist allerdings erforderlich, dass sich die Regierungen bereit erklären, ihre Klimaschutzziele für den Zeitraum bis 2020 zu erhöhen und die Emissionen aus fossilen Energien bis 2050 auf fast Null zu reduzieren. Außerdem müssen die Industrieländer ihre Versprechen erfüllen, die finanziellen Hilfen für die armen Länder im Kampf gegen den Klimawandel kontinuierlich zu erhöhen und mindestens 15 Milliarden US-Dollar für den Green Climate Fund zusagen.


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Das Hintergrundpapier „The Summit That Snoozed?“ steht unter http://www.oxfam.de/sites/www.oxfam.de/files/the_summit_that_snoozed.pdf  zum Download bereit.
Für Interviews und Kommentare steht Jan Kowalzig zur Verfügung: Tel.: 030-45 30 69 614, E-Mail: jkowalzig@oxfam.de

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