Internationale Gemeinschaft muss schnell und koordiniert handeln

Oxfam weitet seine Hilfsmaßnahmen in dem von Ebola betroffenen Sierra Leone massiv aus. Die internationale Entwicklungsorganisation kündigt an, das Finanzvolumen seiner Maßnahmen zu verdreifachen. Konkret soll die Wasser- und Sanitärversorgung für Behandlungszentren sowie die Verteilung von Hygiene-Sets erheblich ausgeweitet und Aufklärungskampagnen verstärkt werden. In Sierra Leone sind rund 2,5 Millionen Menschen von einer Ansteckung mit Ebola bedroht.

Oxfam ist in fünf von Ebola betroffenen Ländern aktiv: Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Liberia und Sierra Leone. Bislang hat die Entwicklungsorganisation dort über einer halbe Million Menschen mit Wasser versorgt, Handwaschgelegenheiten an öffentlichen Orten eingerichtet, Hygiene-Sets verteilt, Schutzkleidung zur Verfügung gestellt und Gesundheitsarbeiter/innen ausgebildet, die in Gemeinden Aufklärungsarbeit leisten. Außerdem organisiert Oxfam öffentliche Informationskampagnen zum richtigen Umgang mit der Epidemie.

David MacDonald, Leiter von Oxfams Nothilfemaßnahmen in Westafrika, sagt: „Ebola bringt derzeit das Leben in ganzen Landstrichen zum Erliegen. Viele Gegenden stehen unter Quarantäne und die Straßen sind völlig verwaist. Entscheidend ist es jetzt, die Ausbreitung der Krankheit unter Kontrolle zu bringen. Doch im Moment breitet sich die Epidemie in besorgniserregender Geschwindigkeit weiter aus. Wir sind deshalb gezwungen, unsere Maßnahmen vor Ort zu verstärken. Diese zielen darauf ab, die Ausbreitung von Ebola zu stoppen.“

Das US-amerikanische ‚Centers for Disease Control and Prevention‘ geht davon aus, dass sich in Sierra Leone und Liberia bis zum 20. Januar 2015 bis zu 1,4 Millionen Menschen mit Ebola infizieren könnten. Bislang haben sich mehr als 6.500 Menschen angesteckt, über 3.000 sind bereits an der Krankheit gestorben. In den betroffenen Ländern konnten viele Landwirte ihre Felder nicht bestellen. In der Folge ist ein drastischer Anstieg der Lebensmittelpreise zu beobachten.

Oxfam fordert die internationale Gemeinschaft auf, schnell und koordiniert die notwendigen Hilfsmaßnahmen auf den Weg zu bringen. In Deutschland ruf Oxfam die Bevölkerung seit heute zu Spenden auf: http://www.oxfam.de/spenden/ebola-jetzt-groessere-katastrophe-verhindern

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte an Christina Corbett in Großbritannien unter +44 (0)1865 47 2530 oder +44 (0) 7557 48 37 58