• Pressemitteilung
  • 9. Februar 2018
  • Berlin
Medienberichte Haiti

Erklärung zu aktuellen Medienberichten über schweres Fehlverhalten von Oxfam-Mitarbeitern in Haiti 2011

Das Verhalten von sechs Oxfam-Mitarbeitern in Haiti 2011 ist völlig inakzeptabel, und weder mit den Werten, für die sich Oxfam einsetzt, noch mit den hohen Erwartungen an alle Oxfam-Mitarbeiter/innen vereinbar. Oxfam nimmt solche Vorwürfe sehr ernst und ist diesen umfassend nachgegangen, sobald sie bekannt wurden. Die betroffenen Mitarbeiter wurden für die Dauer der Untersuchung von der Arbeit suspendiert. Die Untersuchung hat ergeben, dass die Vorwürfe gegen sechs Oxfam-Mitarbeiter zutreffend waren. Vier wurden daraufhin entlassen, zwei hatten bereits vor dem Abschluss der Untersuchungen gekündigt. Die Vorwürfe der sexuellen Ausbeutung Minderjähriger konnten nicht bestätigt werden. Spendengelder wurden im Zusammenhang dieser Vorfälle nicht veruntreut. Dies hatten einige Medien heute fälschlicherweise berichtet.
Presse-Info

Für Oxfam standen stets die umfassende Aufklärung der Vorfälle und das entschiedene Vorgehen gegen die beteiligten Mitarbeiter im Zentrum. Beides – sowohl die Untersuchung der Vorfälle als auch die darauf folgenden Maßnahmen – hatte Oxfam Großbritannien damals öffentlich gemacht, auch gegenüber den Medien.

Oxfam hat seitdem viel dafür getan, dass solche Fälle sich nicht wiederholen: So wurde unter anderem ein Team eingesetzt, das einen verantwortungsvollen Umgang mit Fällen von sexueller Gewalt, Belästigung und Ausbeutung sicherstellt, sowie eine Hotline eingerichtet, unter der solche Fälle vertraulich gemeldet werden können.

 

Hintergrundinformationen:

  • Oxfam hat am 5. August und am 5. September 2011 Presseerklärungen zur Untersuchung der Vorwürfe und den Ergebnissen veröffentlicht.
  • Oxfam-Gremien und Geberinstitutionen, darunter die EU, WHO und UN-Agenturen, wurden regelmäßig über die Untersuchungen und ihren Ausgang informiert.
  • Die britische Regulierungsbehörde Charity Commission bestätigte, dass Oxfam angemessen auf die Vorfälle reagiert hat.
  • Die untersuchten Vergehen umfassten Mobbing, Bedrohungen, Einschüchterungen und das Versagen, Mitarbeiter zu schützen ebenso wie sexuelles Fehlverhalten.
  • Der zuständige Landesdirektor hat die volle Verantwortung für die Vorfälle übernommen, intensiv mit dem Untersuchungsteam kooperiert und seine Stelle bei Oxfam aufgegeben.

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