Äthiopien: Kühe und Schafe sichern Überleben (Projekt abgeschlossen seit 31.03.2013)

Häufig bleibt in Äthiopien der Regen aus. Viele Frauen sind auf sich allein gestellt, weil ihre Männer in die Städte abwandern. Schaf- und Rinderzucht bieten eine Lebensgrundlage, die die Menschen besser vor Hungersnöten schützt.

Jetzt beginnen wir ein neues Leben. Wenn wir eine eigene Herde haben, kann ich meine Kinder wieder zur Schule schicken.Abayesh Edema
Witwe in Darra

In der Provinz Darra im Südwesten Äthiopiens haben es die Bäuerinnen und Bauern schwer: Das Land ist trocken und für den Ackerbau schlecht geeignet. Armut und Hunger sind weit verbreitet. Die Männer wandern auf der Suche nach Arbeit in die Städte ab. Manche kommen nicht zurück. Witwen erben kein Land. Wie soll eine allein stehende Frau ihren Lebensunterhalt verdienen und ihre Kinder ernähren?

Unsere Partnerorganisation Community Initiative Support Organisation CISO baut auf die Stärken der Frauen. Die Menschen in Darra kennen sich mit Viehzucht aus. Schafe und Kühe begründen den Reichtum und das gesellschaftliche Ansehen einer Familie. Sie liefern Milch und Fleisch und dienen in Notsituationen als Spargroschen und Zahlungsmittel.

Im Oktober 2009 startete CISO mit Unterstützung von Oxfam in fünf Dörfern das Projekt „Schafe gegen Armut“. Witwen, Waisen, von HIV/Aids betroffene Menschen und stark verarmte Kleinbauern und -bäuerinnen, die von ihrer Dorfgemeinschaft ausgewählt wurden, erhielten von CISO drei Schafe. Die ersten drei Lämmer gaben sie an andere arme Dorfbewohner/innen weiter. So stellt CISO sicher, dass die Menschen das Projekt akzeptieren und dass es sich langfristig selbst trägt.

Die Schafszucht war so erfolgreich, dass CISO nun auch Kühe ins Programm genommen hat. 400 zukünftige Viehzüchter/innen nehmen an der neuen Projektphase teil und sobald die ersten Lämmer und Kälber auf der Welt sind, bekommen nach und nach weitere 400 Menschen zwei Tiere, die sich wiederum vermehren werden.

Tierärzte begleiten das Projekt, betreuen die Schafe und Kühe und bieten Fortbildungen in Tierhaltung und Tierzucht an.

Für viele Frauen hat das Projekt schon jetzt Früchte getragen: Sie schöpfen neue Hoffnung und können wieder für die Zukunft planen.

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