10 Gründe für Hunger

Warum hungern eine Milliarde Menschen auf der Welt? Hunger hat viele Gründe. Informieren Sie sich auf unserer Webseite über Ursachen von Hunger.

1. Anbaufläche und Hunger

Die meisten in Armut lebenden Menschen wohnen in ländlichen Gebieten. Sie haben nicht genug Anbaufläche, um sich und ihre Familien zu ernähren. Investitionen in kleinbäuerliche Landwirtschaft können aber helfen, die Erträge zu erhöhen.

Mehr lesen: Wie die Politik Kleinbäuerinnen vernachlässigt und stattdessen Agrarkonzerne fördert

2. Einkommen und Hunger

Viele Menschen beziehen buchstäblich nur Hungerlöhne und können sich nicht ausreichend Nahrungsmittel kaufen. Ausbeutung findet auch in den Lieferketten deutscher Supermärkte statt, z.B. bei Bananen.

Mehr lesen: Oxfam-Studie „Bittere Bananen“

3. Klimawandel und Hunger

Der Klimawandel verändert Anbau- und Erntezeiten, und immer häufiger zerstört extremes Wetter die Ernten – vor allem Dürren und Überschwemmungen.

Mehr lesen: Klimawandel bedeutet Hunger

Mitmachen: Stromanbieter wechseln

 

4. Biosprit und Hunger

Auf Millionen von Hektar Land werden Biospritpflanzen angebaut – Fläche, die auch zum Anbau von Nahrungsmitteln genutzt werden könnte. So werden Tanks statt Mägen gefüllt.

Mehr lesen: Biosprit und Nahrungsmittel
 

 

5. Gender und Hunger

Frauen und Mädchen in armen Ländern sind besonders benachteiligt. Sie verrichten den Großteil der landwirtschaftlichen Arbeit und tragen meist die Verantwortung für die Ernährung der Familie. Zugleich sind sie besonders häufig von Armut betroffen.

Mehr lesen: Für eine Welt ohne Hunger – auf die Frauen kommt es an! [PDF; 78 KB]
 

6. Landgrabbing und Hunger

Ohne Rücksicht auf Rechte der lokalen Bevölkerung kaufen oder pachten Investoren riesige Landflächen. Durch dieses Landgrabbing werden Hunderttausende von Grund und Boden vertrieben. Statt für den Anbau von Nahrungsmitteln werden die Flächen dann für andere Zwecke genutzt – häufig liegen sie sogar brach und dienen allein der Spekulation.

Mehr lesen: Landgrabbing

7. Spekulation und Hunger

Die Spekulation mit Nahrungsmitteln in der Finanzbranche macht Essen für Millionen Menschen unbezahlbar. Finanzakteure wetten auf steigende oder fallende Nahrungsmittelpreise, um schnell hohe Gewinne zu erzielen. Die Preise von Grundnahrungsmitteln sind dadurch höher und unberechenbarer geworden.

Mehr lesen: Spekulation mit Nahrungsmitteln

8. Böden und Hunger

Immer mehr Böden werden unfruchtbar – durch menschliche Einwirkung. Die fruchtbare Bodenschicht (Humusschicht) wird immer dünner; es wird schwieriger, Nahrungsmittel anzubauen. Ökologisch nachhaltige Landwirtschaft ist daher unverzichtbar.

Mehr lesen: Kleinbäuerliche, ökologisch nachhaltige Landwirtschaft

9. Fleisch und Hunger

Der Anstieg des Fleischkonsums führt dazu, dass mehr Nahrung an Nutztiere verfüttert wird (z.B. Mais und Soja), anstatt den Menschen zur Verfügung zu stehen. In der EU wird die industrielle Fleischproduktion auch noch durch Subventionen gefördert.

Mehr lesen: Oxfam-Positionspapier „Die EU exportiert, die Welt hungert“

10. Vorsorge vor Hungersnöten

Es gibt oft keine strukturierte Vorsorge vor Hungerkrisen. Beispielsweise könnten Regierungen Hungersnöten vorbeugen, indem sie gemeinsam ausreichend Nahrungsmittelreserven aufbauen.

Mehr lesen: Oxfam-Studie „Preparing for thin cows“

Teilen Sie die Seite in Ihrem Facebook-Profil und machen Sie ihre Kontakte aufmerksam.

Twittern Sie die Seite und nutzen Sie dafür den Hashtag #Hunger.

Jetzt spenden!

Newsletter abonnieren

Länder und Regionen

Frauen erhalten Informationsmaterial zu ihren Arbeitsrechten.

Südafrika

Oxfam fördert in Südafrika lokale Organisationen, die über HIV/Aids informieren und sich um erkrankte Menschen kümmern. Mit einer weiteren Partnerorganisation machen wir uns für Rechte von Farmarbeiter/innen stark.

Frauen werden über Folgen weiblicher Beschneidung aufgeklärt

Mali

Oxfam arbeitet in Mali zu den Themen Geschlechtergerechtigkeit, Vorsorge gegenüber Krisen und Naturkatastrophen, gute Regierungsführung sowie Prävention von Ebola-Infektionen.

Frau bei der Feldarbeit

Sri Lanka

Oxfam unterstützt in Sri Lanka gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen kleinbäuerliche Familien dabei, nachhaltige Existenzgrundlagen aufzubauen.

Themen