• Datum: 21. März 2017

Eine Baumwollernte nach der anderen geht verloren

Fanta Diarra auf dem Weg zu ihren Baumwollfeldern.
Fanta Diarra ist auf dem Weg zu ihren Baumwollfeldern. Sie ist eine der wenigen Frauen, die Baumwolle anbauen.

Fanta ist 57 Jahre alt und eine der wenigen Frauen, die in Mali Baumwolle anbauen; sonst wird diese Arbeit vor allem von Männern ausgeführt. Baumwolle ist in Mali für viele Menschen die Existenzgrundlage. Allerdings werden die Früchte der harten und mühsamen Arbeit immer öfter vom zunehmend unberechenbaren Wetter bedroht. Für Fanta ist es schwieriger geworden zu entscheiden, wann sie ihre Baumwolle anpflanzen soll. Seit sie Ernte über Ernte durch plötzliche Starkregenfälle verloren hat, herrscht bei ihr große Unsicherheit.

„Unsere Kinder müssen fortziehen, um Arbeit zu finden."

„Der Klimawandel hat die Landwirtschaft in Mali verändert. Viele große Baumwollproduzenten haben die Produktion eingestellt. Mit jedem Jahr, in dem du weiter Baumwolle anbaust, steigen deine Schulden. Unsere Kinder – die uns sonst auf den Feldern geholfen haben – müssen fortziehen, um Arbeit zu finden. Sie sagen, dass man von der Landwirtschaft nicht mehr leben könne.“

„Aber die Landwirtschaft ist unsere einzige Einkommensquelle. Das Überleben der Familie liegt auf den Feldern. Alles hängt von der Landwirtschaft ab, besonders von der Baumwolle“, erklärt Fanta. “Wir suchen eine Baumwollpflanze, die in weniger als zwei Monaten reif für die Ernte ist. Die Pflanzen, die drei Monate brauchen, bekommen am Ende nicht genug Wasser. Wir brauchen Unterstützung und Training, damit wir lernen können, wie wir mit dem Klimawandel umgehen können.“