• 27. Mai 2015

Kaffeeernten gehen kaputt, Bauern und Bäuerinnen verlieren ihre Arbeit!

“Im August trocknen die Maispflanzen aus und wir können sie nicht ernten – und im September werden sie dann von den Überschwemmungen weggespült.“

Elena Diaz ist 23 Jahre alt und lebt mit ihren drei Kindern und ihrem Mann in Guatemala. Normalerweise hat sie ihren Unterhalt mit dem Pflücken von Kaffee verdient. Dafür bekam sie in einem ertragreichen Jahr etwa 300 Dollar im Monat. Aber in den letzten beiden Jahren sind die Ernten schlecht ausgefallen, und sie konnte nicht arbeiten.

„Ich bin bis nach Olopa gelaufen, um mit meinen Kindern Kaffee zu pflücken. Es dauert einen Tag, um dorthin zu gelangen. Aber dort gab es keine Arbeit. Normalerweise wären wir für einen Monat geblieben, aber es gab nicht genug Beeren an den Bäumen, deswegen gab es nicht genug Arbeit, und wir sind zurückgegangen“ erzählt sie.

In Zentralamerika hat der Klimawandel für die Menschen, die von der Kaffeeernte abhängig sind, zu einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt. Seit einigen Jahren wird durch gestiegene Temperaturen und stärkere Feuchtigkeit der Mais- und insbesondere auch der Kaffeeanbau beeinträchtigt. Die Kaffeepflanzen werden von einem schädlichen Pilz befallen, dem so genannten Kaffeerost. Ganze Plantagen können zerstört werden. Zehntausende von Bauern und Bäuerinnen verloren in den letzten Jahren ihre Arbeit. Das internationale Zentrum für tropische Landwirtschaft sagt einen Rückgang der Regenfälle um bis zu 30 Prozent bis 2050 und eine weiteren Anstieg der Temperaturen in der Region vor.