• 12. April 2012

Kältewellen erschweren die Alpaka-Zucht

Die Region Caylloma lebt von der Wolle der Alpakas

In der entlegenen Provinz Caylloma im Süden Perus sind fast alle Familien auf die Wolle des Alpaka-Kamels für ihr Einkommen angewiesen. Die ungewöhnlich strengen Kältewellen der letzten Jahre, durch die viele Alpaka-Jungtiere getötet wurden, stellen für die Menschen der Region eine ernsthafte Bedrohung ihrer Lebensgrundlagen dar.

„Dieses Jahr war sehr viel kälter als das davor“, berichtet Ernesto Llallacache, dessen Familie in Caylloma Alpakas züchtet. „Wir leben mit der ständigen Sorge, dass es wieder so stark schneien könnte. In den vergangenen Jahren ist es viel windiger gewesen und es gibt häufiger Frost und Schneefall, was uns große Probleme bereitet. Die Menschen erkälten sich und bekommen Gliederschmerzen und die Tiere haben Totgeburten, was für uns einen großen Verlust bedeutet.“

Die Beobachtungen der Alpaka-Züchter/innen decken sich mit den Aussagen der Klimaforscher/innen, dass durch den Klimawandel extreme Wetterereignisse zunehmen können. Für einige Regionen Lateinamerikas nehmen sie eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von vermehrten Frosteinbrüchen auch in den wärmeren Jahreszeiten an. „Um uns auf die niedrigeren Temperaturen vorzubereiten, haben wir Ställe für die Tiere gebaut und Weideflächen für die Zeiten angelegt, in denen es wenig Futter gibt“, berichtet Ernesto Llallacache. „Zuvor waren die Tiere zu diesen Zeiten sehr geschwächt, jetzt sind sie kräftiger und können der Kälte besser widerstehen.“

Oxfam unterstützt zusammen mit der lokalen Nichtregierungsorganisation Asociación Proyección die Menschen der Region, damit sie sich auf extreme Wetterereignisse vorbereiten können, um ihre Lebensgrundlagen zu schützen und die knappen Wasserressourcen besser zu nutzen.