Mit diesen Forderungen stehen die Unterzeichner/-innen nicht allein: Wie eine von Oxfam in Auftrag gegebene forsa-Umfrage zeigt, hat die Mehrheit der Deutschen zwar prinzipiell nichts dagegen, dass das BMZ zur Hungerbekämpfung mit der Privatwirtschaft zusammenarbeitet. Zwei Drittel aller Befragten sind jedoch der Meinung, dass die Unternehmen ausschließlich ihre Eigeninteressen verfolgen, Profite steigern sowie neue Märkte erschließen wollen. 85 Prozent sprechen sich darum dafür aus, vielmehr eine Landwirtschaft zu fördern, die traditionelle Anbaumethoden berücksichtigt und Böden und Ressourcen schont. Das ist ein klares Signal an die Bundesregierung!

Auch in Sachen Transparenz muss das Entwicklungsministerium noch nachlegen. Oxfam hat schon vor einem Jahr vom BMZ die Offenlegung von Verträgen mit der Privatwirtschaft gefordert. Bis heute gibt das BMZ hierzu jedoch keine Informationen preis. Dabei hat die Öffentlichkeit das Recht zu erfahren, was das Entwicklungsministerium mit Steuergeldern macht, die für die Armutsbekämpfung vorgesehen sind. Deshalb prüft Oxfam jetzt weitere Schritte gegen die Hinhaltetaktik des BMZ. Wir halten Sie auf dem Laufenden.