Allianz und Deutsche Bank beim Schwindeln ertappt: Nahrungsmittelspekulationen haben doch Auswirkungen!

Entgegen anderslautenden öffentlichen Stellungnahmen räumten Allianz und Deutsche Bank in internen Forschungspapieren ein, dass Spekulationen mit Agrarrohstoffen sehr wohl Einfluss auf die Preise und somit auch auf den Hunger haben können.

Das bestätigen die vertraulichen Dokumente aus den Forschungsabteilungen der Allianz und der Deutschen Bank, die am Sonntag, den 24. Februar 2013, von unserem Bündnispartner foodwatch veröffentlichten wurden.

Auch die Spekulation hat zu Preiserhöhungen beigetragen.
Deutsche Bank Research 2009

Aus den sechs Papieren, die von den beiden Finanzriesen in Auftrag gegeben wurden, geht hervor, dass sie sich sehr wohl über die negativen Auswirkungen des Handels mit ihren agrarbezogenen Finanzprodukten im Klaren waren. Dazu heißt es in einem Allianz-Papier von Juni 2012: Es sei „nicht ganz von der Hand zu weisen, dass die Spekulation übermäßige Preisentwicklungen zumindest fördert“. Zu allem Überfluss ist dieser Zusammenhang keine jüngste Erkenntnis, sondern bereits im Jahr 2008 festgehalten worden: „Die Preisausschläge an den Agrarmärkten wurden durch spekulative Faktoren nicht ausgelöst, aber verstärkt“.

Skandalös ist auch die Vorgehensweise der Deutschen Bank. Trotz der von ihr selbst erarbeiteten gegenteiligen Fakten hat sie vor dem Bundestagsausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung am 27. Juni 2012 behauptet, dass es keine stichhaltigen Belege für einen Zusammenhang zwischen Agrarfinanzprodukten und Preissteigerungen gäbe.

Allianz und Deutsche Bank unter Zugzwang: Jetzt ist Dranbleiben gefragt

Allianz und Deutsche Bank sind durch die Offenlegung der Papiere beim Schwindeln ertappt worden und in eine Erklärungsnot geraten. In dieser Situation ist es entscheidend, jetzt zu handeln und die Agrarspekulanten in die Schranken zu weisen. Deshalb fordern wir die Bundesregierung und im Besonderen Finanzminister Schäuble erneut auf, regulierend in die Finanzmärkte einzugreifen.

Deshalb ist es umso wichtiger nicht nachzulassen.

Zum Hintergrund: Konzernforscher warnten: Spekulation treibt Preise

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Nahrungsmittelspekulation

Maßlose Spekulationen mit Agrarrohstoffen sind für die starken Preissprünge der letzten Jahre mitverantwortlich und tragen so zu globalen Nahrungsmittelkrisen bei.

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