Mangos mit Makel

Die von Oxfam veröffentlichte Studie "Mangos mit Makel" zeigt, dass Arbeiter/innen in den peruanischen Anbaugebieten nicht nur mit einem Gehalt unterhalb der Armutsgrenze abgespeist werden, sondern auch Arbeitstage von bis zu 14 Stunden alltäglich sind. Deutsche Supermarktketten haben diese Zustände mitzuverantworten.

Die von Oxfam veröffentlichte Studie "Mangos mit Makel" zeigt, dass Arbeiter/innen in den peruanischen Anbaugebieten nicht nur mit einem Gehalt unterhalb der Armutsgrenze abgespeist werden, sondern auch Arbeitstage von bis zu 14 Stunden altäglich sind. Deutsche Supermarktketten haben diese Zustände mitzuverantworten.

Fast jede dritte Mango, die in Deutschland verzehrt wird, kommt aus Peru. Die von Oxfam veröffentlichte Studie „Mangos mit Makel“ zeigt, unter welchen harten Bedingungen Arbeiter/innen die Früchte produzieren müssen. Oxfam hat 62 Arbeiter/innen befragt, die auf den Plantagen und Packstationen vier peruanischer Mango-Exporteure arbeiten. Über Großhändler beliefern diese Supermarktketten wie Aldi, Lidl, Edeka und die Metro-Gruppe. Deutsche Supermärkte sind mitverantwortlich dafür, dass Niedriglöhne ausgezahlt und die Arbeiter/innen durch Doppelschichten ausgebeutet werden.

Aldi, Lidl, Rewe, Edeka und Metro – teilen rund 90 Prozent des deutschen Lebensmittel-Marktes unter sich auf. Ihre Einkaufsmacht und der damit verbundene Preisdruck auf die Lieferanten sind enorm. Wöchentlich neu angesetzte Preise und Abnahmemengen tragen dazu bei, dass ein Überangebot besteht. Dadurch bleibt nicht verkaufte Ware liegen, die letztlich immer billiger angeboten werden muss.

Themen

Supermärkte

Oxfam setzt sich für menschenwürdige Arbeits- und faire Einkaufsbedingungen in der Lieferkette von Supermarktketten ein.