Die Toten Hosen

Campino, Andi und Breiti von den Toten Hosen, eine der erfolgreichsten deutschen Rock-Bands, reisten im März 2007 gemeinsam mit Oxfam nach Uganda, Sambia und Malawi. Ihr Freund und Musikerkollege Bob Geldof hatte ihnen zu der Reise geraten, damit sie sich selbst ein Bild von den Problemen, Sorgen und Hoffnungen der Menschen in Afrika machen könnten. Ihre Erfahrungen sollten sie nutzen, um sich im Vorfeld des G8-Gipfels in Heiligendamm in die Diskussionen um Armutsbekämpfung in Afrika und die Verantwortung der Entwicklungspolitik einmischen zu können.

Campino und seine beiden Bandkollegen besuchten Flüchtlingscamps in Kitgum im Norden Ugandas und Slums in Ugandas Hauptstadt Kampala. Dort trafen sie den ugandischen Rapper Abramz, der in Lagern und Gefängnissen auftritt. In einem Krankenhaus in Malawi wurde den drei Musikern aus Deutschland der katastrophale Mangel sogar an einfachsten Medikamenten wie Aspirin und lebensrettenden Antibiotika klar.

In Sambia lernten sie die Civil Society for Poverty Reduction kennen, eine einheimische Organisation, die kontrolliert, wie die sambische Regierung ihre Budgetgelder einsetzt. In Malawi besuchten sie ein Lehrerausbildungs-College. Beide Projekte werden von der deutschen Regierung unterstützt und sind Beispiele für sinnvolle Entwicklungshilfe.

Wir haben eine moralische Verpflichtung, uns da einzumischen!
Campino bei der Pressekonferenz am 3. Juli 2009 anlässlich des anstehenden G8-Gipfels.

Seit seiner Rückkehr nach Deutschland berichtet Campino von der Reise. Er beschreibt die extreme Armut, die sie gesehen haben, aber auch das enorme Potenzial Afrikas. „In den Lagern wurden wir wie Boten der Hoffnung empfangen. Die Menschen haben uns gebeten, nicht wegzuschauen und für ihre Sache einzutreten“, erzählt Campino. „Wir wollen versuchen, dieser Bitte nachzukommen und zu Hause darauf bestehen, dass unsere Regierungen ihre Versprechen halten.“

Das Engagement der Band ist seitdem ungebrochen und macht sie zu einem unserer stärksten Partner. Dafür sind wir sehr dankbar!

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