Ostafrika

Eine Frau sitzt mit drei kleinen kIndern und einer Ziege in einer notdürftigen Unterkunft aus zusammengelegten Teppichen
Somaliland: Sabaad Mohammud Mussa, 23, war sechs Tage zu Fuß mit ihren drei Kindern und ihrem Hab und Gut unterwegs. In ihrem Dorf Wandabeley gab es für die Familie weder frisches Wasser noch ausreichende Lebensmittel. Hier in Garadag im Norden des Landes hofft sie auf Unterstützung.

In Kürze

Ostafrika steckt inmitten einer verheerenden Hungerkrise. In Äthiopien, Kenia und Somalia haben mehr als 13,5 Millionen Menschen nicht genug zu essen! Aufgrund einer langen Dürre blieben Ernten aus. Das Vieh stirbt. Sauberes Wasser ist knapp. Deshalb greifen die Menschen auch auf Wasserquellen zurück, die verschmutzt sind, und laufen somit Gefahr, dass sich durch verschmutztes Wasser übertragene Krankheiten ausbreiten. Der lang ersehnte Regen fiel zwar, allerdings nicht genug, um eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten. Die Menschen in den betroffenen Gebieten konnten nicht ausreichend Nahrungsmittelvorräte anlegen, um die nächste Trockenzeit zu überbrücken. Es ist deshalb zu befürchten, dass die Zahl der notleidenden Menschen in Ostafrika in den kommenden Monaten weiter steigen wird.

Die aktuelle Situation in Ostafrika

  • In Äthiopien werden in diesem Jahr schätzungsweise 375.000 Kinder an Mangelernährung leiden. In Somali, einer Region im Osten Äthiopiens, sind bereits viele Kinder gestorben. Darüber hinaus wird es etwa 9,2 Millionen Menschen an Zugang zu Trinkwasser fehlen. 7,8 Millionen Menschen brauchen dringend Nahrung.
  • Derzeit haben in Kenia rund 2,6 Millionen Menschen nicht genug zu essen. Vor allem der Nordosten des Landes ist betroffen.
  • In Somalia droht eine Hungersnot – so die Warnungen der Vereinten Nationen. 3,2 Millionen Menschen haben nicht genug zu Essen. 360.000 Kinder, die an Mangelernährung leiden, brauchen dringend Unterstützung.

Oxfam ist vor Ort und leistet akute Nothilfe. Wir stellen vor allem Trinkwasser sowie Nahrungsmittel bereit und unterstützen Familien finanziell, damit sie lebensnotwendige Dinge erwerben können. Seit Ausbruch der Krise haben wir in Äthiopien, Kenia und Somaliland, einer autonomen Region in Somalia, bereits mehr als 835.000 Menschen erreicht. Doch das ist nicht genug. Unser Ziel ist es, möglichst schnell mindestens 1,8 Millionen Menschen mit humanitärer Hilfe zu erreichen. Dafür benötigen wir finanzielle Unterstützung.

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