Ostafrika

Eine Frau sitzt mit drei kleinen kIndern und einer Ziege in einer notdürftigen Unterkunft aus zusammengelegten Teppichen
Somaliland: Sabaad Mohammud Mussa, 23, war sechs Tage zu Fuß mit ihren drei Kindern und ihrem Hab und Gut unterwegs. In ihrem Dorf Wandabeley gab es für die Familie weder frisches Wasser noch ausreichende Lebensmittel. Hier in Garadag im Norden des Landes hofft sie auf Unterstützung.

In Kürze

Ostafrika steckt inmitten einer verheerenden Hungerkrise. In Äthiopien, Kenia und Somalia haben 15 Millionen Menschen nicht genug zu essen! Aufgrund einer langen Dürre blieben Ernten aus. Das Vieh stirbt. Sauberes Wasser ist knapp. Deshalb greifen die Menschen auch auf Wasserquellen zurück, die verschmutzt sind, und laufen somit Gefahr, dass sich durch verschmutztes Wasser übertragene Krankheiten ausbreiten. Der lang ersehnte Regen blieb in vielen Gebieten auch 2017 aus und die Dürre hält somit weiter an. Es ist deshalb zu befürchten, dass die Zahl der notleidenden Menschen in Ostafrika in den kommenden Monaten weiter steigen wird.

Die aktuelle Situation in Ostafrika

  • In Äthiopien leiden 8,5 Millionen Menschen unter Hunger. Über 9 Millionen Menschen haben keinen ausreichenden Zugang zu sauberem Wasser. Allein in Somali, einer Region im Osten Äthiopiens, hat die Dürre 850.000 Menschen aus ihrer Heimat vertrieben; in ganz Somalia sind es 770.000 Menschen. Insgesamt mussten in Ostafrika 5,5 Millionen Menschen aufgrund von Dürre und Konflikten ihre Heimat verlassen.
  • In Kenia haben 3,7 Millionen Menschen nicht genug zu essen. Vor allem der Nordosten des Landes ist betroffen. 5,6 Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe.
  • In Somalia sind 800.000 Menschen von einer Hungersnot bedroht und 388.000 Kinder extrem unterernährt. Insgesamt haben 3,2 Millionen Somalier/innen nicht genug zu essen. 6,7 Millionen Menschen – mehr als die Hälfte der Bevölkerung von Somalia – sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Oxfam ist vor Ort und leistet akute Nothilfe. Wir stellen vor allem Trinkwasser sowie Nahrungsmittel bereit und unterstützen Familien finanziell, damit sie lebensnotwendige Dinge erwerben können. Seit Ausbruch der Krise haben wir in Äthiopien, Kenia und Somaliland, einer autonomen Region in Somalia, bereits 1,3 Millionen Menschen erreicht. Doch das ist nicht genug.

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