Syrien

Oxfam hat syrische Geflüchtete gefragt, die zurzeit in Jordanien leben, was es für sie bedeutet, „Flüchtlinge“ zu sein.

In Kürze

Seit sieben Jahren tobt in Syrien ein Bürgerkrieg zwischen den Regierungstruppen und oppositionellen Gruppen. Mindestens 400.000 Kinder, Frauen und Männer wurden getötet. Mehr als 13 Millionen Menschen sind auf Hilfsleistungen angewiesen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung – fast 12 Millionen Menschen – mussten aus ihren Häusern fliehen. 5,6 Millionen Menschen sind in Nachbarländer geflohen, von denen die Mehrheit dort in äußerster Armut lebt. In Syrien leben fast 400.000 Menschen in belagerten Gebieten, die von der sicheren Versorgung mit sauberem Trinkwasser, Nahrungsmitteln, Medikamenten und anderen lebensnotwendigen Gütern weitgehend abgeschnitten sind.

Angesichts der schleppenden internationalen Hilfe und der zunehmenden Abriegelung der Grenzen durch einige Nachbarländer wird die Lage für viele Flüchtlinge, besonders für Frauen, immer prekärer. Hinzu kommt, dass auch immer mehr Einwohner der aufnehmenden durch die Krise selbst in Not geraten.

Oxfam leistet seit 2013 humanitäre Hilfe in Syrien. Wir stellen Trinkwasser bereit, helfen mit Aufklärung und Maßnahmen zum Thema Hygiene und unterstützen durch die Verteilung von Brot und warmer Kleidung. Außerdem setzten setzen wir Strom- und Wasserleitungen instand. Darüber hinaus unterstützt Oxfam syrische Flüchtlinge im Libanon und in Jordanien unter anderem mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Einkommenshilfen und baut Duschen und Latrinen. Viele Maßnahmen kommen auch den lokalen Gemeinden zugute, die Flüchtlinge bei sich aufgenommen haben.

Seit Ausbruch der Krise haben wir in der Region bereits mehr als 2 Millionen Menschen erreicht. In Syrien, im Libanon und in Jordanien sind weitaus mehr Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, weshalb Oxfam auch in den nächsten Jahren trotz der großen Herausforderungen seine Arbeit vor Ort fortsetzen wird.  

Wohlhabende und einflussreiche Länder in Europa und weltweit müssen mehr zum Schutz der Flüchtlinge leisten und sollten:

  • ihre Hilfsleistungen erhöhen,
  • mehr syrische Flüchtlinge aufnehmen,
  • keine Waffen an Konfliktparteien liefern, und
  • ihre diplomatischen Anstrengungen zu einer friedlichen Beendigung des Bürgerkriegs verstärken.

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