Spenden für Gaza und das Westjordanland
Trotz systematischer Behinderungen durch Israel, der monatelangen Blockade von Hilfslieferungen und Unsicherheiten durch das neue Registrierungsverfahren leistet Oxfam gemeinsam mit lokalen Organisationen überlebenswichtige Hilfe:
Unsere Teams in Gaza und im Westjordanland bleiben vor Ort präsent und führen die Arbeit fort. So erreichen wir gemeinsam mit unseren lokalen Partnerorganisationen zahlreiche Familien in Not.
Damit die Menschen in Gaza die kommenden harten Monate überstehen können, brauchen wir dringend Ihre Unterstützung. Bitte tragen Sie zur lebensrettenden Nothilfe für die palästinensische Bevölkerung bei. Spenden Sie jetzt!
Ihre Spende hilft!
Wie wir die Menschen in Gaza und im Westjordanland aktuell unterstützen
Gaza
- Versorgung mit sauberem Wasser
- Verteilung von Hygieneartikeln
- Reparaturen an der Wasser- und Abwasserinfrastruktur
- Schutzmaßnahmen
- Maßnahmen für die psychische Gesundheit
Westjordanland
- Verteilung von Essenspaketen
- Verteilung von Babynahrung
Solange systematisch verhindert wird, dass Hilfsorganisationen lebenswichtige Güter nach Gaza bringen, müssen wir kreative Wege finden, um die Menschen in Not zu erreichen.
Das ist eine inakzeptable Situation, aber wir dürfen niemals aufgeben, Leben zu retten.
Wie wir bereits in Gaza und im Westjordanland unterstützen konnten
Gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort haben wir in den vergangenen zwei Jahren lebensrettende Hilfe für die Menschen in Gaza und im Westjordanland geleistet.
Dazu gehörten:
- Verteilung von Saatgut zum Anbau von Obst und Gemüse
- Versorgung mit Trinkwasser per LKW
- Psychologische Erste-Hilfe-Maßnahmen
- Maßnahmen zur Hygieneförderung und Müllbeseitigung
- Reparatur von Wasser- und Abwasserleitungen
- Unterstützung von Frauen und Familien durch Gesundheitsdienste zur Förderung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und zum Beispiel mit „Baby-Mama-Sets“
Eine Frau kauft Hygieneartikel mit einem Gutschein, den sie von Oxfam erhalten hat. In ausgewählten Geschäften in Gaza können Teilnehmende unseres Programms selbstbestimmt Hygieneartikel kaufen.
Die humanitäre Situation in Gaza
Angesichts des enormen Ausmaßes der Zerstörung ist der Bedarf an humanitärer Hilfe riesig. Die Menschen in Gaza leben inmitten der Verwüstung durch verheerende militärische Angriffe.
Gazas Krankenhäuser wurden zerstört, fast 90 Prozent der Wasserversorgung und der sanitären Einrichtungen wurde beschädigt oder zerstört. Es mangelt extrem an Lebensmitteln. Jede vierte Familie in Gaza lebt von nur einer Mahlzeit pro Tag. Winterstürme haben Zehntausende Menschen vertrieben, sodass 1,3 Millionen Menschen dringend eine Unterkunft benötigen. Die Menschen leiden unvorstellbare Not und benötigen sofortige Hilfe.
Unsere Forderungen
Wir fordern, den vollen humanitären Zugang zu ermöglichen und wieder zu den bewährten, von den Vereinten Nationen geleiteten Koordinierungsmechanismen zurückzukehren. Unabhängige Hilfsorganisationen, die nach den anerkannten humanitären Prinzipien arbeiten, dürfen nicht eingeschränkt und behindert werden.
Die seit Jahren bestehende weitgehende Abriegelung des Gazastreifens durch die israelische Regierung für Hilfsgüter und kommerzielle Lieferungen muss beendet werden. Die Verantwortlichen für Kriegsverbrechen und schwere Menschenrechtsverletzungen müssen zur Verantwortung gezogen werden.
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Es gibt nicht genug sauberes, sicheres Wasser in Gaza. Laut dem World Food Programme (WFP) liegt die Wasserversorgung bei weniger als 2 Litern pro Person pro Tag. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt für eine Person in einer Notsituation zwischen 7,5 und 20 Liter Wasser pro Tag, um die gesundheitlichen Grundbedürfnisse zu decken.
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Dem IPC*-Bericht zufolge befinden sich die Menschen im Bezirk Gaza (einer von fünf Bezirken des Gazastreifens) in einer Hungersnot (IPC-Phase 5). Im gesamten Gazastreifen ist das Risiko einer Hungersnot hoch.
*Integrated Food Security Phase Classification (IPC, unabhängiges Instrument zur Einstufung der Ernährungssicherheit, des Ausmaßes von Unterernährung und Hunger)
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Im Gazastreifen leben etwa 2,1 Millionen Menschen, die umgehend Nahrungsmittel, Wasser und Treibstoff benötigen.
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Der Gazastreifen ist mit einer Größe von 365 m³ etwas kleiner als die Stadt Köln, hat jedoch doppelt so viele Einwohner*innen.
Schon vor der Eskalation der Gewalt am 7. Oktober bedeutete der anhaltende Konflikt, dass die meisten Menschen in diesem kleinen Gebiet weitgehend gefangen waren, da die Ein- und Ausreise streng kontrolliert wird.
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Der brutale Krieg und die dadurch verursachte katastrophale Not der Zivilbevölkerung muss gestoppt werden. Oxfam verurteilt sämtliche Kriegsverbrechen – gleich, ob sie von Israel, Hamas oder anderen palästinensischen bewaffnete Gruppen begangen werden. Ein Großteil der über zwei Millionen Menschen zählenden Bevölkerung ist in ihrem eigenen Land vertrieben worden und verfügt über keine sicheren Unterkünfte, medizinische Versorgung, Hygienedienste oder Bildung.
Die israelische Regierung blockiert den Zugang von unabhängigen humanitären Hilfsorganisationen und setzt völkerrechtswidrig Wasser- und Nahrungsmittelknappheit als taktisches Mittel der Kriegsführung ein. Oxfam fordert einen sofortigen umfassenden Waffenstillstand und einen ungehinderten humanitären Zugang, denn nur so kann effektive humanitäre Hilfe durch Oxfam und andere unabhängige Organisationen geleistet werden.
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Von jedem Euro, den Sie für diesen Aufruf spenden, verwenden wir 79 Cent für Nothilfe, Projekte und Kampagnenarbeit. Durch die enge Kooperation im internationalen Oxfam Verbund können wir kosteneffizient arbeiten.
Oxfam Deutschland trägt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Das DZI bescheinigt Oxfam transparente, sparsame und satzungsgemäße Mittelverwendung.
Haben Sie noch Fragen?
Sollten Sie noch Fragen zu Ihrer Spende haben, kontaktieren Sie gerne unseren Spendenservice per spendenservice [at] oxfam.de (E-Mail) oder telefonisch.
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Wir setzen unsere Aktivitäten und Programme zur Unterstützung notleidender Menschen im Westjordanland und in Gaza trotz des drohenden Verlusts unserer Registrierung als humanitäre Organisation durch die israelische Regierung so weit wie möglich fort. Dabei arbeiten wir mit etablierten Partnerorganisationen vor Ort zusammen und nutzen lokale Beschaffungsmechanismen.