Demokratische Republik Kongo: Ernährungssicherung auf dem Hochplateau von Minembwe in Süd-Kivu

Die Menschen auf dem Hochplateau von Minembwe leben überwiegend von der Viehzucht und vom Ackerbau für den Eigenbedarf. Männer sind für die Rinder zuständig, Frauen für Kleinvieh und Ackerbau. Trotz harter Arbeit steht vielen Familien nicht mehr als eine Mahlzeit pro Tag zur Verfügung.

Das wollen OXFAM und seine Partnerorganisation UGEAFI ändern. Dafür gilt es, den Menschen bei der Erzeugung von eigenem, verbessertem Saatgut zu helfen um das Nahrungsangebot zu steigern und den Speiseplan vielfältiger zu gestalten. Dazu legt das UGEAFI-Team gemeinsam mit der Bevölkerung auf 14 Hektar  Multiplikationsfelder für Saatguterzeugung der Hauptnahrungsmittel Mais und Bohnen an.  Auf weiteren zwei Hektar bauen UGEAFI und die Bevölkerung Koch- und Dessertbananen an, denn vitaminreiche Kost ist auf den Hochplateaus Mangelware.

Über die Projektlaufzeit von 4 Jahren werden mehr als 1.000 Familien vor Ort erzeugtes Saatgut erhalten und dieses begleitet von landwirtschaftlichen Fachkräften anbauen. Die Familien können so sowohl ihre eigene Ernährung sichern als auch Überschüsse vermarkten. Um die Vermarktung zu verbessern,  überdacht UGEAFI auf den beiden großen Märkten in Minembwe insgesamt 1.000 qm Marktfläche, damit Händler/innen ihre Waren geschützt vor Witterungseinflüssen verkaufen können. Auf den Märkten und an weiteren öffentlichen Plätzen entstehen zudem Toiletten, um die Lebensmittelhygiene zu gewährleisten.  300 Frauen lernen rechnen und schreiben und erhalten Trainings zu Einkommen schaffenden Maßnahmen, um sich dann gewinnbringend als Händlerinnen zu betätigen.

Die Viehzucht ist eine weitere Grundlage für die Ernährungssicherung. Dazu wird UGEAFI das Futtermittelangebot für Vieh den Anbau von an die Trockenzeit angepassten Futtermitteln sowie die Eigenproduktion von Mineralleckschalen für Nutzvieh einführen und Deckbullen anderer Rassen zur Verfügung stellen.

Diese Maßnahmen sind flankiert von Schulungen, Trainings, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit. Das Projekt wird anteilig unterstützt durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung BMZ und wird von September 2015 bis August 2019 umgesetzt.