Humanitäre Hilfe für burundische Flüchtlinge in Tansania

Im April 2015 brach in Burundi eine Gewaltwelle aus, die Zehntausende Burunder/innen zur Flucht nach Tansania gezwungen hat. Oxfam ist vor Ort und sorgt in überfüllten Flüchtlingscamps für die Bereitstellung von sauberem Wasser und Sanitäranlagen.
Mutter und Sohn im Nyarugusu Flüchtlingscamp in Tansania
Eine Mutter und ihr Sohn in ihrer einfachen Küche im Nyarugusu Flüchtlingscamp in Tansania, das nach Angaben des UNHCR zu den größten und überfülltesten Flüchtlingscamps weltweit gehört.

Im April 2015 ist in Burundi eine ethnisch instrumentalisierte Gewaltwelle ausgebrochen, die zahlreiche Tote forderte und Zehntausende Burunder/innen zur Flucht in die angrenzenden Staaten gezwungen hat. Die überwiegende Mehrheit der Menschen, die aus Burundi geflohen sind, hält sich derzeit in Tansania auf. Die drei bestehenden Flüchtlingscamps in der nordwestlichen Grenzregion Kigoma sind durch die anhaltende Aufnahme neuer Geflüchteter überfüllt. Oxfam sorgt in den Camps Nyarugusu und Nduta sowie in den Gemeinden im Umfeld der Camps für die Versorgung mit sauberem Wasser und Sanitäranlagen.

Steigende Bedürfnisse bei der Wasserversorgung und sanitären Einrichtungen

Im Camp Nduta leben derzeit mehr als 100.000 burundische Flüchtlinge, in Nyarugusu sind es mehr als 70.000. Entsprechend unzureichend sind die hygienischen Verhältnisse, unter denen die Menschen leben. Die Versorgungsinfrastruktur ist nicht für die aktuelle Zahl an Camp-Bewohner/innen ausgelegt und muss angepasst werden, um das angesichts der aktuellen Lage steigende Risiko der Ausbreitung von Krankheiten in den Camps einzudämmen.

Oxfams Arbeit

Oxfam nimmt in den Flüchtlingscamps eine führende Rolle im Bereich WASH (Wasser, sanitäre Einrichtungen, Hygiene) ein. Seit Mai 2015 hat Oxfam mit eigenem Personal sowie in Kooperation mit Partnern die notwendige Infrastruktur für die Wasser- und Sanitärversorgung (Latrinen und Duschen) in den Camps geschaffen. Angesichts der weiter ansteigenden Flüchtlingszahlen werden diese nun noch weiter ausgebaut und möglicherweise auch auf ein weiteres, neu zu errichtendes Camp ausgeweitet. Durch diese Maßnahmen können mehrere Tausend Menschen in den Camps erreicht werden. Die Einrichtungen werden soweit möglich den speziellen Bedürfnissen von Frauen, Kindern und Menschen mit eingeschränkter Mobilität angepasst. Begleitet werden diese Maßnahmen durch Aufklärungsarbeit im Bereich Basishygiene, um der Ausbreitung von Krankheiten in den Camps vorzubeugen. Insbesondere Cholera tritt hier zur Regenzeit auf. Um Menschen mit wässrigem Durchfall vor der Dehydration zu schützen, hält Oxfam ein Notfall-Lager mit Elektrolytlösung vor, die im Bedarfsfall schnell verteilt werden kann.

Das Projekt ist durch die Förderung des Auswärtigen Amts (AA) ermöglicht worden.

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