Energie- und Klimapolitik

Oxfam-Aktivisten/Innen beim Global Climate March in Berlin, 29.11.2015
Oxfam-Aktivisten/Innen beim Global Climate March in Berlin, 29.11.2015

In Kürze

Das wirksamste Mittel gegen den Klimawandel ist das rasche Absenken der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen. Vor allem die reichen Industrieländer stehen in der Verantwortung, denn sie sind nicht nur maßgeblich für den Klimawandel verantwortlich, sie verfügen auch über ausreichend Wohlstand und Wirtschaftskraft, um die eigenen Emissionen abzusenken und zudem die armen Länder gegen die Folgen des Klimawandels und bei der klimafreundlichen Entwicklung zu unterstützen.

Oxfam setzt sich für ein gerechtes und ambitioniertes globales Abkommen ein und verfolgt dazu die internationalen UN-Klimaverhandlungen. Entscheidend dabei sind drei Prinzipien: Erstens müssen die globalen Emissionen so weit sinken, dass die globale Erwärmung auf unter 1,5° C gegenüber dem vorindustriellen Niveau begrenzt bleibt. Zweitens muss jedes Land seinen fairen Anteil zum weltweiten Klimaschutz beitragen. Drittens brauchen die Entwicklungsländer finanzielle und technologische Unterstützung für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels, der die mühsam erreichten Fortschritte bei der Bekämpfung weltweiter Armut wieder zunichtezumachen droht.

Oxfam verfolgt aber auch die Klimapolitik der Bundesregierung, die sich zum Ziel gesetzt hat, bis 2020 die deutschen Treibhausgasemissionen um 40 Prozent abzusenken. Hier ist noch viel zu tun: Der Ausbau der regenerativen Energien oder die Wärmedämmung im Gebäudebestand gehen zu langsam voran, der Emissionshandel schützt bisher eher die Industrie vor Veränderung als das Klima, weiterhin sind in Deutschland knapp 20 neue Kohlekraftwerke in Planung oder im Bau. Dabei ist ambitionierter Klimaschutz technologisch möglich, ökonomisch sinnvoll und angesichts der Zerstörung der Lebensgrundlagen der Menschen in den armen Ländern dringend geboten.

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