• 17. April 2013

Landwirtschaftsschulen helfen bei der Anpassung an den Klimawandel

Zunehmende Trockenheit und stärkere Winde gefährden Landwirtschaft im Norden Ghanas

Laadi Alhassan lebt mit ihrem Mann und ihren sechs Kindern in Yapala, einer Gemeinde in der Region Obere Ostregion im westafrikanischen Staat Ghana. Auch hier findet der Klimawandel bereits statt: Wann und wieviel es regnet, ist immer unvorhersehbarer geworden; stärker werdende Winde während der Trockenzeit setzen den Ernten zusätzlich zu. Die Lebensmittel in der Region werden teurer - oft reicht das Geld nicht.

Oxfams Partnerorganisation PARED (Partners In Rural Empowerment and Development) unterstützt Kleinbauern und Kleinbäuerinnen in der Region etwa durch Beratungen und Trainings, wie sich Böden, die jetzt trockener und weniger nährstoffreich sind als in der Vergangenheit, dennoch ertragreich bewirtschaften können. In Landwirtschaftsschulen wird neues Wissen gleich praktisch ausprobiert. Für den Neustart gibt es außerdem oft zusätzlich Saatgut oder Esel bzw. Ziegen.

„Durch die Verbesserung unserer Lebensbedingungen bin ich stärker und zuversichtlicher geworden“

Die neu erlernten Anbaumethoden und die Ausstattung helfen den Landwirten in Yapala, ihre Ernten zu verbessern - und ihr Einkommen. Von PARED erhielt Laadi Alhassan einen Esel und Karren, mit denen die Kleinbäuerin schwere Lasten für den Verkauf leichter und schneller transportieren kann. Laadi Alhassan berichtet, wie die Teilnahme an dem Projekt ihr Leben verändert hat:

„Der Esel hilft mir und meiner Familie sehr, da mein Mann nicht arbeiten kann. Mit dem Geld, das wir so verdienen, kann ich die Schulgebühren für meine Kinder zahlen, und sie können wieder zur Schule gehen."

„Eigene Tiere zu besitzen und durch sie ein Einkommen zu erwirtschaften, macht mich stolz, und es hat Erleichterung und Freude in unsere Ehe gebracht. Bevor ich am Projekt teilnahm, fühlte ich mich schwach und gebrechlich. Durch die Verbesserung unserer Lebensbedingungen bin ich stärker und zuversichtlicher geworden. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir genügend Einkommen haben, um meinen Enkelkindern eine gute Schulbildung und ein erfolgreiches Leben zu ermöglichen.“