Make Fruit Fair!

Kleinbäuerin trägt Bananen
Kleinbäuerinnen am Anfang der Lieferketten müssen oft zu Hungerlöhnen arbeiten – Supermarktketten profitieren.

In Kürze

Weltweit wächst der Handel mit tropischen Früchten wie Ananas, Mangos, Bananen und Avocados. Tropische Früchte sind aber nicht nur lecker, sondern auch sagenhaft günstig. Obwohl sie einen weiten Weg hinter sich haben, sind sie oft billiger als regionale Äpfel. Das ist absurd und hat fatale Folgen.

Im Mai 2016 deckte die Oxfam-Studie „Süße Früchte, bittere Wahrheit“ gravierende Verstöße gegen Menschen- und Arbeitsrechte entlang der Lieferkette deutscher Supermärkte auf: Tausende Kleinbäuerinnen und Arbeiter werden auf Obstplantagen ausgebeutet. Auch die Umwelt nimmt – z. B. durch den Einsatz von Pestiziden – großen Schaden. Mitverantwortlich dafür sind Supermärkte wie Aldi, Edeka, Lidl und Rewe, die die Preise drücken. Sie profitieren vom krummen Geschäft mit tropischen Früchten.

Die Kampagne „Make Fruit Fair!“

Seit dem Start der Kampagne „Make Fruit Fair!“ haben wir uns insbesondere für die Rechte der Arbeiter/innen auf Bananen- und Ananasplantagen eingesetzt. Wie eine Ananas, die nicht aus einer Frucht, sondern aus vielen einzelnen Früchten besteht, setzen auch wir uns nicht alleine, sondern gemeinsam mit 26 Partnern aus Europa, Süd- und Mittelamerika sowie Afrika für faire Bedingungen im Handel mit tropischen Früchten ein.

Von Regierungen, Supermärkten und Unternehmen forderten wir:

  • existenzsichernde Löhne für Arbeiter/innen und faire Preise für Kleinbäuerinnen und -bauern,
  • die Einhaltung von Menschen- und Arbeitsrechten und
  • den Schutz der Umwelt.

Erfolge der Kampagne „Make Fruit Fair!“:

Die Anstrengungen haben sich gelohnt: Wir haben erste Verbesserungen auf den Plantagen erreicht! Bei Lidls größtem Ananas-Lieferanten Finca Once erhält die Mehrheit der Arbeiter/innen endlich den Mindestlohn und ist sozialversichert. In Costa Rica wurde das hochgiftige Pestizid Bromacil verboten. Und auf der Plantage Matías in Ecuador müssen die Menschen nach dem Chemieeinsatz nicht gleich wieder auf die Plantage. Welche Erfolge wir noch erzielt haben, lesen Sie hier: „Make Fruit Fair!“: Das haben wir erreicht

Es geht weiter

Wir freuen uns, dass viele der Arbeiter/innen nun unter besseren Bedingungen arbeiten und wir gemeinsam viel erreicht haben! Allerdings gibt es nach wie vor Missstände auf zahlreichen Plantagen und noch viel zu tun. Deshalb machen wir weiter – mit der Kampagne „Fairness eintüten!“.

Wir müssen weiterhin Druck machen – vor allem auf die Supermärkte. Damit in den Regalen von Aldi, Edeka, Lidl und Rewe in Zukunft ausschließlich Produkte stehen, die unter menschenwürdigen Bedingungen produziert werden. Helfen Sie uns, Supermärkte zu bewegen und unterstützen Sie unsere Aktion!

Jetzt mitmachen

 

Hintergründe

Kozel Peters-Fraser vom Bauernverband WINFA erklärt, was Verbraucher/innen tun können, um die Produktionsbedingungen von Südfrüchten zu verbessern.

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