Eine Person mit beiger Oxfam-Weste und rosa Kopftuch lädt Nothilfe-Pakete aus einem Lkw.

Eskalation im Nahen Osten: Oxfam fordert Ende der Gewalt

Die Angriffe durch Israel und die USA auf den Iran und auf Gebiete in angrenzenden Staaten haben allein im Libanon zu Zehntausenden Vertriebenen geführt. Sollte der Krieg weitergehen, sind Millionen Menschen in der gesamten Region bedroht. Fast 60 Millionen Menschen waren dort bereits vorher auf humanitäre Hilfe angewiesen. Durch Flucht und Massenvertreibungen spitzt sich die Lage in den schon vorher von Krisen belasteten Ländern weiter zu.

Erste Hilfsmaßnahmen eingeleitet

Oxfam verurteilt die gefährliche Eskalation der Gewalt in der Nahostregion und hat erste Hilfsmaßnahmen für betroffene Menschen im Libanon eingeleitet. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen bereiten wir uns darauf vor, auch in weiteren betroffenen Ländern Hilfe zu leisten, falls sich die Kämpfe weiter ausbreiten und der humanitäre Bedarf steigt.

Im Libanon sind Zehntausende Menschen in der vergangenen Woche durch die Bodenoffensive Israels im Süden des Landes gewaltsam vertrieben worden, Schätzungen gehen sogar in die Hunderttausende. Überall mangelt es am Nötigsten. Oxfam hat bereits gemeinsam mit lokalen Partnern damit begonnen, laufende Nothilfemaßnahmen zu verstärken, um auf die zusätzliche Not zu reagieren. Wir versorgen zum Beispiel Tausende von Menschen in Notunterkünften im Libanongebirge, im Süden und in der Bekaa-Ebene mit Bettzeug, Hygieneartikeln, Menstruationshygieneartikeln und sauberem Wasser.

Gewalt stoppen!

Überall in der Region erschweren die Kampfhandlungen die Möglichkeiten von humanitären Organisationen, unterstützungsbedürftige Gemeinschaften zu erreichen. Zugleich droht der Krieg, vorhandene Ungleichheit zu vergrößern und die bestehende Armut und Ungerechtigkeit zu verschärfen.

Oxfam verurteilt gleichermaßen die Angriffe der Vereinigten Staaten und Israels und die Vergeltungsmaßnahmen des Iran als völkerrechtswidrig und fordert die internationale Gemeinschaft auf, ihr Bekenntnis zum Völkerrecht zu bekräftigen und dessen Einhaltung von allen Beteiligten einzufordern. Die Spirale von militärischer Gewalt in der Region muss gestoppt werden. Konkret muss der verheerende Einsatz von Explosivwaffen in bewohnten Gebieten unverzüglich beendet werden. Alle beteiligten Parteien müssen diplomatische Lösungen anstreben.

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