Am Mittwoch haben sich mehr als 60 Staaten vertraglich verpflichtet, Maßnahmen zur Bekämpfung von Steuervermeidung in ihre Steuerabkommen aufzunehmen. Damit sollen Schlupflöcher geschlossen werden, durch die multinationale Konzerne sich bisher vor ihrem fairen Steuerbeitrag drücken können.

Das Maßnahmenpaket war von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und den G20 erarbeitet worden.

USA machen einen auf Panama

Steuervermeidung ist insbesondere für arme Länder ein Problem: Laut Schätzungen der Vereinten Nationen verlieren sie jedes Jahr 100 Milliarden US-Dollar, weil multinationale Konzerne ihre Gewinne am Fiskus vorbeischleusen – Geld, das für Bildung und Gesundheitsversorgung fehlt. Deshalb ist es wichtig, dass Schlupflöcher im internationalen Steuersystem durch Initiativen wie diese geschlossen werden.

Allerdings wollen sich die Regierungen einiger Länder der Initiative nicht anschließen, darunter die USA, die Vereinigten Arabischen Emirate und die inzwischen berüchtigte Steueroase Panama. Andere, z.B. Großbritannien, Luxemburg, Belgien, Österreich und die Niederlande, wollen bei wichtigen Teilen des Vertrages Ausnahmen machen. Damit lassen diese Regierungen weiter zu, dass Konzerne sich zu Lasten von Bürger/innen weltweit um ihren Beitrag zum Gemeinwohl drücken.

Steuervermeidung stoppen!

Da muss mehr passieren – diese und weitere Schlupflöcher müssen geschlossen werden! Fordern Sie mit uns, die Steuervermeidung von Konzernen zu stoppen:

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