DANKE für ein erfolgreiches Jahr 2017!

Je mehr Menschen weltweit sich mit Oxfam für eine gerechte Welt ohne Armut einsetzen, desto mehr können wir erreichen. Dass so viele Ehrenamtliche, Aktivist/innen, Spender/innen und Unterstützer/innen sich in diesem Jahr für die gute Sache engagiert haben, macht uns glücklich und stolz. Einige unserer gemeinsamen Erfolge stellen wir Ihnen hier vor. Wir sagen DANKE und freuen uns auf ein neues Jahr mit Ihnen!
Danke

 

Gemeinsam Gerechtigkeit fordern

Mit fairen Steuern gegen soziale Ungleichheit

G20-Protestwelle mit Big Heads

Steuervermeidung von Konzernen lassen wir uns nicht gefallen! Mit unserem Bericht anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos haben wir dafür gesorgt, dass niemand mehr die extreme soziale Ungleichheit und die Steuervermeidung von Konzernen ignorieren konnte. Steuertransparenz für Konzerne, Schwarze Listen mit Sanktionen für Steueroasen und weltweite Mindeststeuersätze: Unseren Forderungen haben sich im Laufe des Jahres 62.927 Menschen online, in den Oxfam-Shops und auf Konzerten und Festivals angeschlossen. Mit der Kampagne haben wir erfolgreich Druck auf die Politik ausgeübt – sowohl im Bundestagswahlkampf als auch auf internationaler Ebene. Lesen Sie mehr darüber, was wir dieses Jahr im Bereich der Steuergerechtigkeit erreicht haben.

 

„Make Fruit Fair!“: Erste Verbesserungen vor Ort

Gruppenfoto; alle tragen ein T-Shirt mit der Aufschrift „Solidarität mit den Landarbeitern – ASTAC – Ecuador“ und heben die Fäuste

Tausende haben sich dieses Jahr weiterhin mit uns für die Rechte der Arbeiter/innen auf Obstplantagen eingesetzt, die deutsche Supermärkte beliefern. Auch wenn Lidl in Deutschland versucht, die Menschenrechtsverletzungen in seiner Lieferkette totzuschweigen: Unsere Partner in Costa Rica und Ecuador sind davon überzeugt, dass unser Druck von hier aus seine Wirkung vor Ort entfaltet. In Costa Rica erkämpften sie ein Verbot des Pestizids Bromacil; Lidls Ananas-Zulieferer Finca Once sprüht immerhin nicht mehr, während die Arbeiter/innen auf dem Feld sind. Und das Wichtigste: Mit unserer Solidarität im Rücken fassen immer mehr Arbeiter/innen auf den Plantagen den Mut, sich in Gewerkschaften zu organisieren. In Ecuador sprechen Bananenarbeiter/innen nun erstmals öffentlich über ihre Probleme und fordern ihre Rechte ein.

 

Bildung für Kinder auf der Flucht

Eine Gruppe Mädchen mit Smartphones

Rund 75 Millionen Kinder können zurzeit nicht zur Schule gehen, weil sie in Krisen- oder Konfliktgebieten leben. Doch Bildung darf nicht warten! Deshalb haben wir uns im Rahmen der Globalen Bildungskampagne (GBK) mit öffentlichen Aktionen und in persönlichen Gesprächen mit Politiker/innen dafür eingesetzt, dass die Bundesregierung mehr Mittel zur Förderung von Bildung in Krisen bereitstellt. Mit Erfolg: Die Bundesregierung hat noch für dieses Jahr kurzfristig 16 Millionen Euro zugesichert. Das reicht zwar noch nicht aus, ist aber ein wichtiger Schritt, der Lernchancen für Kinder auf der Flucht schafft.

 

Menschenwürdige Unterbringung für Geflüchtete

Flucht aus Syrien - Omar mit seinem zweijährigem Sohn

Im März kritisierten wir die würdelose Unterbringung neu angekommener Geflüchteter auf der griechischen Insel Chios. Menschen, die gerade erst die gefährliche Überfahrt überstanden hatten, wurden dort in käfigartigen und mit Stacheldraht gesicherten Einrichtungen festgehalten. Wir haben uns intensiv gegenüber der EU, den Regierungen von Griechenland, Deutschland sowie anderen EU-Mitgliedsstaaten dafür eingesetzt, diese menschenverachtende Praxis zu beenden. Medien berichteten auf Basis der Oxfam-Recherchen ebenfalls über die Missstände. Zwei Wochen später entfernten die griechischen Behörden die käfigartigen Einrichtungen – Oxfams politischer und öffentlicher Druck hat mit Sicherheit entscheidend dazu beigetragen.

 

Unser Einsatz wirkt – im In- und Ausland

Auch zu anderen Themen mischen wir uns ein und machen erfolgreich Druck auf Politik und Wirtschaft. Lange haben wir von Siemens und Voith gefordert, aus einem mörderischen Wasserkraftwerk in Honduras auszusteigen; im August gaben sie schließlich ihren endgültigen Rückzug aus dem Projekt bekannt. Unsere Arbeit zum Klimawandel macht sich auch dieses Jahr bezahlt: Über den Kohleausstieg wird nun breit diskutiert. Zuletzt forderte sogar SPD-Chef Martin Schulz ein Ende der Kohleverstromung. Damit die Finanztransaktionssteuer auf der politischen Agenda bleibt, haben wir zahlreiche Aktionen durchgeführt und mit Politiker/innen und Medien gesprochen. Am Ende stand die Steuer in den Wahlprogrammen von Union, SPD, Grünen und Linken.

Für Erfolge in der Kampagnenarbeit sind oft viele kleine Zwischenschritte nötig. Das erfordert einen langen Atem – doch den haben wir! Gemeinsam werden wir auch im nächsten Jahr dranbleiben.

 

Gemeinsam Leben retten

Brunnen in Simbabwe: Sauberes Wasser für mehr als 100 Familien

Patricia Tavaruva aus Simbabwe an Wasserstelle

Früher mussten Patricia Tavaruva aus Simbabwe und ihre Familie sechs Kilometer gehen, um an Wasser zu gelangen. Alle drei Tage zogen sie ihren zweirädrigen Karren bis zum nächsten Fluss. Doch oftmals war dieser ausgedörrt, und sie mussten im vertrockneten Flussbett graben, um Wasser zu finden. Sie verbachten so viel Zeit mit der Wassersuche, dass ihnen nicht genug Zeit blieb, ihre Felder zu bestellen. Bis Oxfam einen Brunnen in der Nähe ihres Dorfes baute. Nun haben nicht nur Patricia und ihre Familie, sondern mehr als 100 weitere Familien aus zwei Dörfern jeden Tag sauberes Wasser, so viel sie brauchen. Und auch die Kinder an der örtlichen Grundschule können endlich lernen, ohne Durst zu haben. Lesen Sie mehr zu Oxfams Nothilfe in Simbabwe.

 

Wasser, Latrinen und schnelle Hilfe für Menschen in Nigeria

Oxfam unterstützt die Menschen in Nigeria mit sauberem Wasser

Der Nordosten Nigerias ist eine der ärmsten Regionen des Landes. Zudem sind die Menschen täglich von den Auseinandersetzungen zwischen Regierungskräften und bewaffneten Milizen wie Boko Haram bedroht. Zwei Millionen Menschen sind auf der Flucht. Ihre Dörfer sind zerstört, ihre Angehörigen wurden verschleppt, zwangsrekrutiert oder umgebracht. Die Menschen suchen Schutz in Flüchtlingslagern oder in Gemeinden, die sie aufnehmen. Eine dieser Gemeinden ist Shuwari Sanaweya. Ihre Einwohner/innen haben selbst kaum genug und zeigen dennoch große Solidarität mit den Schutzsuchenden. Oxfam unterstützt sie dabei: Als eine der wenigen Hilfsorganisationen, die vor Ort sind, versorgen wir die Menschen in der Gemeinde mit Wasser, bohren Brunnen und bauen Latrinen. Auch als die Cholera ausbrach, waren Oxfams Spezialkräfte rasch vor Ort. Mit Erfolg: Nach wenigen Wochen war Shuwari Sanaweya wieder Cholera-frei. Anja Osterhaus, Leiterin „Programme“ bei Oxfam, war im November vor Ort. Lesen Sie hier ihren Blogbeitrag.

 

Hungerkrise in Ostafrika: Bereits über 1 Million Menschen erreicht

Ostafrika steckt in einer verheerenden Hungerkrise. 15 Millionen Menschen in Äthiopien, Kenia und Somalia haben nicht genug zu essen. Wegen langanhaltender Dürren sind Ernten ausgefallen, das Vieh stirbt, und es mangelt an sauberem Wasser. Die Menschen müssen verschmutztes Wasser trinken, wodurch sich Krankheiten ausbreiten können.
Oxfam ist vor Ort und leistet lebensrettende Nothilfe. Wir stellen vor allem Trinkwasser bereit, versorgen die Menschen mit Nahrungsmitteln und unterstützen Familien finanziell, damit sie lebensnotwendige Dinge erwerben können. Seit Ausbruch der Krise haben wir in Äthiopien, Kenia und Somaliland, einer autonomen Region in Somalia, über eine Million Menschen erreicht. Schauen Sie sich dieses Video an – und erfahren Sie, wie Ihre Unterstützung Leben gerettet hat.

 

Oxfam ist vor Ort – weltweit!

Auch in vielen weiteren Regionen der Welt leistete Oxfam 2017 Nothilfe. Zum Beispiel in Haiti, das von Hurricane Matthew verwüstet wurde, oder in Bangladesch, wo Flüchtlinge aus Myanmar unter katastrophalen Bedingungen in Behelfsunterkünften leben. Auch im von der Cholera bedrohten Jemen waren wir dieses Jahr aktiv. Ebenso in Uganda, wo Menschen aus dem Südsudan Schutz vor dem Krieg in ihrer Heimat suchten. Mehr zu Oxfams Nothilfe erfahren Sie hier.

 

Gemeinsam Wege ebnen

Benin: Bildung verändert das Leben von Michael, Nadège und vielen anderen

Elf Absolventinnen erhalten ihr staatliches Diplom in Benin

Da viele Kinder und Jugendliche in Benin auf den Märkten der Großstädte arbeiten müssen, statt zur Schule zu gehen, hat es sich Oxfams Partnerorganisation ASSOVIE zur Aufgabe gemacht, die Schule direkt auf den Markt zu bringen. Neben dem Vermitteln von Grundlagen in den Marktschulen organisiert ASSOVIE Ausbildungsplätze, um den jungen Menschen eine selbstbestimmte Zukunft zu ermöglichen. Auf diese Weise können Jugendliche wie Michael und Nadège endlich ihre Träume verwirklichen und in den Berufen arbeiten, die sie sich seit ihrer Kindheit gewünscht haben. Lesen Sie hier, wie Bildung ihr Leben verändert hat.

 

Neue Perspektiven für geflüchtete Frauen in Jordanien

Ohne Hoffnung und traumatisiert von ihren Erlebnissen auf der Flucht werden syrische Frauen von Oxfams Partnerorganisation Jordanian Women’s Union (JWU) aufgefangen. Der Arbeitsansatz der Organisation: Frauen in Not sofort schützen, unterstützen und ihnen mit langfristiger Begleitung die berufliche und soziale Selbstständigkeit ermöglichen. Auf diese Weise konnte auch Maha, eine junge Frau, die vor dem Krieg in Syrien nach Jordanien flüchtete, ihre traumatischen Erlebnisse verarbeiten. Durch die Unterstützung von JWU blickt sie nun einer hoffnungsvollen Zukunft als Friseurin entgegen und bildet bereits selbst schutzsuchende Frauen aus. Erfahren Sie mehr zur Arbeit unserer Partnerorganisation in Jordanien.

 

Mit jugendlichen Multiplikator/innen gegen sexualisierte Gewalt in Südafrika

Südafrika: Die jugendlichen Multiplikator/innen in Khayelitsha erhalten ihre Fortbildungszertifikate

Täglich sind Frauen in der Provinz Westkap in Südafrika von sexuellen Übergriffen bedroht. Um junge Menschen für sexualisierte Gewalt, Gesundheit sowie Geschlechterstereotypen zu sensibilisieren, bildet Oxfams Partnerorganisation Rape Crisis Cape Town Trust jugendliche Multiplikator/innen aus. Die Arbeit gibt den Jugendlichen die Chance, Hilflosigkeit und Schweigen zu überwinden und sich aktiv für die Sicherheit in ihrem Umfeld und eine veränderte öffentliche Wahrnehmung von sexualisierter Gewalt einzusetzen. „Multiplikatorin zu sein, bedeutet für mich viel mehr, als einen Kurs absolviert zu haben“, berichtet Monique, eine der jugendlichen Multiplikator/innen von der Athlone High School. „Es ist für mich eine ernsthafte Verantwortung – und auch ein Privileg, auf das ich stolz bin.“ Lesen Sie hier mehr zum Projekt und über Moniques Zukunftspläne.

 

Eine gerechte Welt ohne Armut ist möglich!

Neben Benin, Jordanien und Südafrika ist Oxfam in vielen anderen Ländern weltweit aktiv. Unsere regionalen Schwerpunkte sind Afrika südlich der Sahara und Süd-Asien. Seite an Seite mit lokalen Partnerorganisationen und der Bevölkerung vor Ort setzten wir Maßnahmen dort um, wo der Bedarf am größten ist. Eine Auswahl unserer Projekte finden Sie hier.

 

Gemeinsam aktiv werden

Oxfam on tour: Musik trifft politisches Engagement

Das Team von Oxfam on tour auf dem Lollapalooza-Festival

Gleich einen doppelten Erfolg hat Oxfam on tour verbucht: Dank der Unterstützung von drei Bands und drei Veranstaltern konnten wir dieses Jahr das freiwillige Engagement von über 400 Aktivist/innen feiern, die sich mit uns auf Konzerten und Festivals für mehr soziale Gerechtigkeit eingesetzt haben. Das sind erstens mehr Bands und mehr Freiwillige als je zuvor, und zweitens haben wir so viele neue Aktivist/innen wie noch nie dazugewinnen können. Mit insgesamt mehr als 20.000 Menschen haben unsere Freiwilligen über entwicklungspolitische Themen gesprochen und sich für Oxfams Forderungen zur Armutsbekämpfung starkgemacht! Lesen Sie, wie Oxfams Campaignerin Caroline König Oxfam on tour 2017 erlebt hat.

 

Oxfam Shops: Ausgezeichneter Einsatz

Oxfam Shops: Publikums-Abstimmung für den Deutschen Engagementpreis 2017

Mehr als 30 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland ehrenamtlich – rund 3.300 von ihnen in den Oxfam Shops. Tatsächlich würde in den bundesweit 52 Läden ohne die ehrenamtlichen Shop-Teams gar nichts laufen. Auch dieses Jahr haben unsere Ehrenamtlichen wieder sehr erfolgreich wichtige Mittel für Oxfams entwicklungspolitische Arbeit erwirtschaftet. Deshalb freuen wir uns sehr, dass dieser Einsatz jetzt auch offiziell gewürdigt wurde: Im bundesweiten Wettbewerb mit mehr als 650 anderen Organisationen haben die Ehrenamtlichen der Oxfam Shops 2017 den 6. Platz beim Deutschen Engagementpreis belegt. Herzlichen Dank an alle, die für unsere Ehrenamtlichen gestimmt haben!

 

Unternehmer für Unternehmer: Wachsende Unterstützung

Portrait von Kaly Sidibé aus Senko auf seinem Land

Kleine und mittelständische Unternehmen in Europa unterstützen Menschen in armen Ländern dabei, sich eine wirtschaftliche Existenz aufzubauen: Das ist die Idee von „Unternehmer für Unternehmer“. Seit 2015 wächst Oxfams Netzwerk in Deutschland beständig. 2017 haben unsere 230 Mitglieder mit ihren Beiträgen unter anderem ermöglicht, dass ein Projekt fortgesetzt werden konnte, nachdem die finanzielle Förderung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ausgelaufen ist: Auch in Zukunft kann Oxfams Partnerorganisation STOP SAHEL nun Frauen und Männer im malischen Landkreis Kita bei ihrem Sprung in die Selbstständigkeit begleiten. Einer der mehr als 2.000 Menschen, die von diesem Projekt profitieren, ist Kaly Sidibé. Lesen Sie hier seine Geschichte.

 

Ihr Engagement hat viel bewegt!

Zu den Erfolgen dieses Jahres haben all die vielen Menschen beigetragen, die sich für Oxfam engagieren: als Ehrenamtliche in den Shops, als Konzertaktivist/innen, durch Teilnahme an unseren Aktionen – und natürlich mit ihrer Spende. Mehr als 12.000 Förderer unterstützen uns regelmäßig; zahlreiche Menschen folgten unseren Spendenaufrufen – 300.000 Euro kamen 2017 zum Beispiel allein für unsere Nothilfe in Ostafrika zusammen. Herzlichen Dank an alle, die unsere Arbeit unterstützen! Wir hoffen sehr, dass Sie uns auch im neuen Jahr verbunden bleiben.

 

Unterstützen Sie unsere Arbeit auch im kommenden Jahr! Jetzt Förderer werden