Im Südsudan sind Millionen Menschen von Hungersnot bedroht, im Kreis Pibor (Bundesstaat Boma) leidet ein Fünftel der Haushalte bereits darunter. Vier Jahre Konflikt und Bürgerkrieg haben die Vorräte der Menschen aufgezehrt und landesweit die Selbsthilfemöglichkeiten der Gemeinden erschöpft.

In Pibor haben zudem Schädlingsbefall und Überschwemmungen die Ernten vernichtet. Sobald die Regenzeit einsetzt, muss ein Großteil der Nahrung aus der Hauptstadt Juba eingeflogen werden und wird damit für viele Menschen zu teuer.

Der Südsudan steht erneut am Rand einer Katastrophe

Bereits im Jahr 2017 wurde der Südsudan von einer schweren Hungerkrise getroffen, in den Kreisen Leer und Mayendit wurde Hungersnot ausgerufen. Massive internationale Hilfe hat geholfen, eine noch größere Krise zu verhindern, aber nach den Missernten des vergangenen Jahres steht der Südsudan wieder am Rand der Katastrophe.

Nicolo Di Marzo, Oxfams Landesdirektor für den Südsudan, erklärt: „Auf die formelle Ausrufung einer Hungersnot zu warten, reicht nicht aus. Die Menschen vor Ort sind verzweifelt. Eine Frau in Pibor berichtet, dass ihre Familie schon Gras und Unkraut auskocht. Davon werden sie zwar krank, aber es ist ihre einzige Chance zu überleben.“

Oxfams Nothilfeteams sind in Pibor im Einsatz

Oxfam hat Nothilfeteams nach Pibor geschickt. Sie stellen in Ernährungszentren sauberes Wasser und Seife bereit. Damit können wasserbezogene Krankheiten wie Cholera oder Durchfall vermieden werden, die für unterernährte Menschen schnell tödlich werden können.

Unterdessen ist auch in der jüngsten Runde der Friedensgespräche in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba kein Abkommen zur Beendigung des vierjährigen Bürgerkriegs zustande gekommen. Jede Verlängerung des Konflikts bedeutet: Mehr Menschen werden von ihrem Land vertrieben, verlieren ihre Lebensgrundlagen und hungern.

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