Nach bewaffneten Angriffen im Osten der Demokratischen Republik Kongo mussten Zehntausende Menschen aus ihrer Heimat fliehen. Diejenigen, die nicht fliehen konnten, sind zwischen der Grenze zu Uganda und einem Gebiet der DR Kongo gefangen, das von bewaffneten Gruppen terrorisiert wird.

Nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörden wurden allein im April über 60.000 Menschen vertrieben. 7.000 von ihnen haben in einer Grundschule Unterschlupf gefunden, nur einen Kilometer vom Grenzübergang zu Uganda entfernt.

Tausende Menschen müssen in unsicheren Unterkünften ausharren, ohne Zugang zu genügend Nahrung, sauberem Trinkwasser und angemessenen sanitären Einrichtungen. Das begünstigt die Ausbreitung von Krankheiten wie Ebola, die bereits über 950 Menschen in der Region das Leben gekostet hat.

Das ist eine zutiefst beunruhigende Situation. Diese Menschen haben Angst, in ihre Häuser zurückzukehren und werden gezwungen, unter beengten und unhygienischen Bedingungen in einem Gebiet zu leben, in dem Ebola nach wie vor eine große Bedrohung darstellt. Diese Menschen brauchen dringend Nahrung, angemessene sanitäre Einrichtungen sowie sauberes Wasser und gesundheitliche Versorgung.
Tamba Emmanuel Danmbi-saa, Oxfams Leiter des humanitären Hilfsprogramms in der DR Kongo

Aufnahme von Geflüchteten

Die ugandischen Behörden bereiten sich darauf vor, weitere Flüchtlinge aufzunehmen. Dort hätten sie neben dem nötigen Schutz auch besseren Zugang zu grundlegenden Leistungen wie einer angemessenen Gesundheitsversorgung. Jedoch gibt es Berichte, dass Menschen an mindestens 16 offiziellen Übergängen am Grenzübertritt nach Uganda gehindert werden.

Infolgedessen bleibt den Vertriebenen kaum eine andere Wahl, als in ihre Dörfer zurückzukehren, wo sie jedoch von weiteren Angriffen bedroht sind. Andere meiden offizielle Grenzpunkte und versuchen die Grenze irregulär durch die Wälder oder mit dem Boot zu überqueren. Dadurch steigt jedoch das Risiko der Ausbreitung von Ebola, da die Menschen nicht wie an den offiziellen Grenzübergängen auf die Krankheit untersucht werden.

Zusammenarbeit gefordert

Die kongolesischen und ugandischen Behörden, die Vereinten Nationen für Flüchtlinge, internationale Organisationen und Geber müssen zusammenarbeiten und handeln. Sie müssen ihre Ressourcen gebündelt einsetzen, damit die Menschen so schnell wie möglich die Hilfe erhalten, die sie benötigen. Zudem müssen sie sicherstellen, dass sie auf neu ankommende Flüchtlinge aus der Demokratischen Republik Kongo vorbereitet sind und den Bedürfnissen der Geflüchteten, die sich bereits in Uganda befinden, gerecht werden. Die kongolesischen Behörden müssen dafür sorgen, dass die Vertriebenen ungehindert und sicher nach Uganda gelangen können.

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