Ohne sauberes und chloriertes Wasser hätte Sierra Leone keine Chance gegen das Ebola-Virus: Für die Behandlung von Menschen, die sich mit dem Ebola-Virus infiziert haben, ist es ebenso wichtig wie für die Aufrechterhaltung der Hygiene in medizinischen Einrichtungen.

Oxfam versorgt Gesundheitszentren mit sauberem, chloriertem Wasser.

Oxfam versorgt Gesundheitszentren mit sauberem Wasser.

Ein Zaun trennt verschiedene Risiko-Zonen – grün von rot. Ein Mitglied des Gesundheitspersonals bringt einer Krankenschwester eine Schüssel mit Wasser für die Patienten auf der anderen Seite der Absperrung. Unter anderem brauchen die Mitarbeiter/innen in dem Zentrum Wasser, um die Umgebung und das Klinik-Material zu reinigen. Ebenso benötigen sie Wasser zum Duschen und Waschen der Patienten und für den Toilettengang bei den Patienten, die zu schwach sind, um sich selbst zu versorgen.

Der Prozess, vom Inneren des Zentrums in die risikofreie Zone zu gelangen, ist kompliziert. Die Mitarbeiter/innen haben einem strikten Dekontaminierungs-Plan einzuhalten, der das vorsichtige Ausziehen der Schutzkleidung beinhaltet. Hierbei muss jedem Schritt eine Dekontaminierung mit gechlortem Wasser folgen.

Die Rückkehr nach Hause ist für Ebola-Überlebende nicht einfach. Während sie in dem Gesundheitszentrum sind, werden Teams in die verseuchten Häuser geschickt, um die Gegenstände zu beseitigen, mit denen sie zu Hause in Kontakt gekommen sein könnten. Oxfam verteilt auch Überlebens-Pakete an Familien, die alles verloren haben Diese enthalten Matratzen, Decken, Moskitonetzte, Chlor und Reinigungstabletten für Wasser, Seife und Eimer.

Fatmata Bangura (rechts) ist 20 Jahre alt. Sie hat Ebola überlebt. Wenn sie das Zentrum verlässt, möchte sie ihrer Familie und ihren Freunden von ihrer Tortur berichten und sie warnen, dass Ebola echt ist, aber das sie mit Präventivmaßnahmen einer Erkrankung vorbeugen können.

Ein Patient verlässt begleitet von medizinischem Personal das Gesundheitszentrum. Nach der Überwindung von Ebola sind die Überlebenden Stigmatisierungen ausgesetzt. Oft ist es ein schwerer Kampf ihr Leben neu zu beginnen. Oxfam arbeitet mit anderen Organisationen, den Kommunen und lokalen Partnern zusammen, um die Überlebenden wieder in die Gesellschaft zu integrieren und die Stigmatisierung von an Ebola Erkrankten und Überlebenden abzubauen.

Fotos © Pablo Tosco/Oxfam