Internationale Zusammenarbeit: Welche Prioritäten setzen wir in einer Welt, in der die Krisen zunehmen?
Der BMZ-Haushalt und die Mittel für humanitäre Hilfe sind in den vergangenen Jahren erheblich gesunken. Warum verliert die Entwicklungszusammenarbeit aktuell an politischem Gewicht, während doch die globalen Krisen zunehmen?
Wir erleben gerade eine deutliche Verschiebung der politischen Prioritäten. In Zeiten knapper Haushaltskassen wird sichtbar, welche Themen politisch an Gewicht gewinnen und welche verlieren.
Oxfam ist besorgt über die Entwicklung in Richtung interessengeleitete Entwicklungszusammenarbeit, die sich vermehrt auf wirtschaftliche und sicherheitspolitische Interessen fokussiert.
Damit ist die deutsche Entwicklungszusammenarbeit nicht mehr an den reellen Bedarfen und Herausforderungen der Menschen in Krisengebieten ausgerichtet. Sie wird so zu einem Instrument der Außen- oder Wirtschaftspolitik, nicht primär der Armutsbekämpfung.
Wir erleben eine politische Debatte, in der Entwicklungszusammenarbeit häufig als verzichtbare Ausgabe dargestellt wird – verbunden mit dem falschen Eindruck, wir müssten uns zwischen einer guten Versorgung in Deutschland und der Unterstützung von Menschen in anderen Teilen der Welt entscheiden.
Dabei wäre in Deutschland genug Geld da. Wir haben die viertmeisten Milliardärinnen und Milliardäre weltweit. Über eine Besteuerung sehr hoher Vermögen oder auch die Streichung klimaschädlicher Subventionen könnten wir finanziellen Spielraum im Haushalt schaffen. Schon eine zweiprozentige Steuer auf Vermögen ab 100 Millionen Euro könnte zusätzliche jährliche Einnahmen bis zu 28 Milliarden Euro einbringen und würde nur etwa 5.000 Haushalte betreffen.
Eine aktuelle Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft zeigt, dass sich klimaschädliche Subventionen in Deutschland auf rund 66 Milliarden Euro summieren. Gerade in Zeiten knapper Haushalte stellt sich deshalb die Frage, warum bei sozialen Ausgaben und internationaler Zusammenarbeit gekürzt wird, während bei klimaschädlichen Vergünstigungen weiterhin ein erhebliches Reform- und Einsparpotenzial besteht.
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe machen nur einen winzigen Teil des Bundeshaushalts aus, zusammen gerade einmal zwei Prozent. Gekürzte Mittel in diesem Bereich retten den Haushalt nicht, aber fehlen genau dort, wo jeder Euro Leben rettet und Perspektiven schafft.
Die Kürzungen sind auch strategisch kurzsichtig. Entwicklungszusammenarbeit trägt zu stabileren Gesellschaften bei. Genau das ist in einer immer instabiler werdenden Welt wichtig. Sie bekämpft Hunger und Armut, stärkt Gesundheits- und Bildungssysteme und schafft Perspektiven für Menschen.
Deshalb ist für uns die entscheidende Frage: Welche Prioritäten setzen wir in einer Welt, in der die Krisen zunehmen? Aus unserer Sicht wäre gerade jetzt mehr internationale Zusammenarbeit notwendig, nicht weniger.
In der Öffentlichkeit hat die Entwicklungszusammenarbeit ebenfalls keinen leichten Stand. Hat die Entwicklungszusammenarbeit ein Kommunikationsproblem oder ein strukturelles Problem?
Natürlich muss Entwicklungszusammenarbeit transparent sein und sich daran messen lassen, ob sie wirkt. Wo Geld schlecht eingesetzt wird oder Projekte ihre Ziele nicht erreichen, muss das benannt und korrigiert werden. Das gilt für öffentliche Ausgaben in jedem Politikbereich. Die Entwicklungszusammenarbeit steht hier gut da. Sie ist einer der am besten evaluierten und dokumentierten Politikbereiche mit zahlreichen Transparenzportalen und Prüfungsvorschriften.
Problematisch wird es, wenn einzelne, oft stark verkürzte Beispiele als Beleg genutzt werden, dass Entwicklungszusammenarbeit insgesamt nicht funktioniere.
Entwicklungszusammenarbeit finanziert Gesundheitsversorgung, Bildung, soziale Sicherung oder die Anpassung an die Klimakrise.
Sie unterstützt Menschen und Organisationen vor Ort dabei, ihre Rechte einzufordern und ihre Lebensbedingungen dauerhaft zu verbessern.
Um nur zwei Erfolge von Entwicklungszusammenarbeit aus den letzten Jahrzehnten zu nennen: Seit dem Jahr 2000 konnte die weltweite Kindersterblichkeit mehr als halbiert werden, die Müttersterblichkeit ist um über ein Drittel gesunken. Zwischen 2000 und 2015 stiegen die Einschulungsraten weltweit um über 30 Prozent. Besonders Mädchen profitierten: Heute sind fast 90 Prozent aller Mädchen im Grundschulalter eingeschult.
Die zunehmend kritische Stimmung gegenüber Entwicklungszusammenarbeit wird gezielt befeuert. Gerade aus dem rechten politischen Spektrum werden einzelne Projekte herausgegriffen und zugespitzt, um das Bild zu erzeugen, Deutschland gebe im Ausland leichtfertig Steuergeld aus, während es im eigenen Land fehle. Solche Narrative verbreiten sich besonders gut, weil sie komplexe Zusammenhänge auf eine einfache Empörungsgeschichte reduzieren.
Im Jemen kam es bei GIZ-Projekten zu Betrug und unzureichend belegten Ausgaben. Wegen der Sicherheitslage wurden die Projekte über Jahre überwiegend von lokalen Mitarbeitenden umgesetzt und aus Deutschland begleitet. Nachdem Unregelmäßigkeiten entdeckt wurden, trennte sich die GIZ von 24 Mitarbeitenden. Sie hat ihre Kontrollen verschärft und lässt den Vorgang extern untersuchen. Der Fall zeigt, wie wichtig wirksame Kontrollmechanismen gerade in schwer zugänglichen Krisengebieten sind – und dass diese kontinuierlich überprüft und verbessert werden müssen.
Die Radwege in Peru sind dafür ein gutes Beispiel. In der öffentlichen Debatte wurden verschiedene Projekte und Summen vermischt, um daraus die Geschichte zu machen, dass Deutschland Millionen für Fahrradwege in Peru verschenkt. Unter anderem die AfD hat dieses Beispiel immer wieder genutzt, um Entwicklungszusammenarbeit als Verschwendung darzustellen. Der größere Teil der Mittel sind jedoch Kredite für Metro und Busverkehr, die Peru zurückzahlen muss. Die Radwege sind Teil eines größeren Verkehrsprogramms und sollen Mobilität verbessern, Luftverschmutzung senken und das Klima schützen.
Ich glaube deshalb schon, dass wir auch ein Kommunikationsproblem haben: Die komplexe, langfristige Wirkung solcher Arbeit lässt sich schwerer erzählen als eine zugespitzte Schlagzeile. Entscheidend ist für uns aber nicht, Entwicklungszusammenarbeit möglichst gut zu verkaufen, sondern sie konsequent an ihrem eigentlichen Ziel auszurichten: Armut und Ungleichheit zu überwinden und Menschenrechte zu stärken.
Und noch ein letzter Punkt: Eine Umfrage vom hat ergeben, dass die deutsche Bevölkerung die Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit völlig überschätzt. Im Durchschnitt wurde geschätzt, dass 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Entwicklungszusammenarbeit ausgegeben werden. Dabei sind es nur 0,56 Prozent. Außerdem hat die Umfrage ergeben, dass sich die Menschen wünschen, dass 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Entwicklungszusammenarbeit ausgegeben werden.
Die Haushaltskürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit sind einschneidend, trotzdem ist Deutschland seit dem Rückzug von USAID immer noch weltweit größter Geldgeber bei Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe. Wie passt beides zusammen?
Das passt leider sehr gut zusammen. Deutschland ist nicht deshalb zum größten Geber geworden, weil es seine Unterstützung ausgebaut hat, sondern weil andere noch drastischer gekürzt haben, allen voran die USA. Laut OECD-Statistik für 2025 haben nur acht von 34 OECD-Ländern ihre Mittel für Entwicklungszusammenarbeit stabil gehalten oder erhöht, darunter Norwegen, Schweden, Spanien oder Ungarn.
Insgesamt erleben wir aber gerade weltweit einen massiven Rückzug aus der internationalen Zusammenarbeit. Auch Großbritannien fährt seine Entwicklungsfinanzierung deutlich zurück, ebenso wie Frankreich und die Niederlande.
Deutschland reiht sich in diesen Trend ein. Die deutsche Entwicklungsfinanzierung ist deutlich zurückgegangen und Deutschland entfernt sich immer weiter von dem internationalen Ziel, 0,7 Prozent seiner Wirtschaftsleistung für Entwicklungszusammenarbeit bereitzustellen. Nach den derzeitigen Planungen steuern wir in dieser Legislaturperiode auf eine Quote von rund 0,4 Prozent zu.
Diese Kürzungen sind keine abstrakten Haushaltszahlen. Die Konsequenzen sind dramatisch. Das sehen wir besonders deutlich bei Frauen und Mädchen. Im Zuge der massiven Kürzungen der US-Entwicklungsfinanzierung wurden 2025 rund 94 Prozent der Mittel für Familienplanung und sexuelle und reproduktive Gesundheit gestrichen. Schätzungen zufolge könnten allein durch den Wegfall der bisherigen US-Mittel jährlich bis zu 34.000 Frauen und Mädchen zusätzlich an vermeidbaren Komplikationen im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt sterben.
Dramatisch ist auch die Situation für Kinder: Bei der Wiederauffüllungsrunde des Global Partnership for Education droht eine riesige Finanzierungslücke. Bis Jahresende könnten weitere sechs Millionen Kinder den Zugang zu Bildung verlieren und damit weltweit fast 280 Millionen Kinder nicht zur Schule gehen.
Der in den letzten Jahrzehnten mühsam erzielte Fortschritt wird gerade zunichte gemacht.
Auch Deutschland reißt mit seinen Kürzungen eine immer größere Lücke. Nach unserer aktuellen Analyse könnten zwischen 2023 und 2027 bis zu 1,8 Milliarden Euro für Maßnahmen zur Geschlechtergerechtigkeit wegfallen. Gerade Geschlechtergerechtigkeit gerät zunehmend unter politischen Rechtfertigungsdruck und wird als ideologisch oder verzichtbar dargestellt. So werden die Rechte von Frauen und Mädchen zurückgestellt, bereits erzielte Fortschritte bei Bildung und Gesundheitsversorgung sind gefährdet.
Hinzu kommt, dass die internationale Rangliste allein ein verzerrtes Bild davon vermittelt, wie viel Geld tatsächlich für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe zur Verfügung steht.
Der aktuelle AidWatch-Bericht von CONCORD, dem europäischen Dachverband von Nichtregierungsorganisationen aus der Entwicklungszusammenarbeit, stuft 29 Prozent der 2025 offiziell für Deutschland gemeldeten ODA (Official Development Assistance)-Mittel, also rund 7,2 Milliarden Euro, als aufgebläht ein, weil darunter etwa Kosten für die Unterbringung von Geflüchteten in Deutschland oder Studienplatzkosten für Studierende aus wirtschaftlich benachteiligten Ländern fallen. Das sind wichtige und richtige Leistungen. Aber dieses Geld bleibt damit in Deutschland und steht weder dem BMZ noch dem Auswärtigen Amt für Entwicklungsprogramme oder humanitäre Hilfe in anderen Ländern zur Verfügung. Ohne diese Ausgaben läge die deutsche ODA-Quote laut CONCORD heute schon bei nur rund 0,4 statt bei offiziell 0,56 Prozent der Wirtschaftsleistung.
Deshalb ist die entscheidende Frage nicht, auf welchem Platz Deutschland in einer Rangliste steht. Entscheidend ist, wie viel Unterstützung tatsächlich bei Menschen und Organisationen in den Partnerländern ankommt. Und da sehen wir einen deutlichen Rückzug – in Deutschland und international. Gerade wenn andere große Geber ausfallen, wäre es fatal, wenn Deutschland diesen Trend noch verstärkt.
Oxfams Expertise sind WASH-Projekte, die sauberes Trinkwasser in Krisengebieten oder Notsituationen sicherstellen. Wird es solche Projekte, die nicht direkt auf deutsche Eigeninteressen einzahlen, in Zukunft als erstes treffen, wenn die Mittel knapper werden?
Für uns ist zunächst wichtig: Wir lehnen eine Konditionierung von Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe an wirtschaftliche, außen- oder sicherheitspolitische Interessen Deutschlands ab. Humanitäre Hilfe muss sich am Bedarf der Menschen orientieren und nicht daran, ob ein Land für Deutschland wirtschaftlich oder geopolitisch besonders interessant ist.
Gerade bei humanitärer Hilfe wird das sehr deutlich. Wenn Menschen in einem Krisengebiet keinen Zugang zu sauberem Wasser haben, geht es um Leben und Tod. Sauberes Wasser und Sanitärversorgung sind oft überhaupt erst die Voraussetzung dafür, dass zum Beispiel Gesundheitsversorgung funktionieren kann.
Humanitäre Solidarität und deutsche Interessen sollte man nicht gegeneinander ausspielen. Eine stabile und solidarische internationale Ordnung liegt langfristig im deutschen Interesse.
Was wir durch die Kürzungen bereits merken: Laufende Oxfam-Projekte sind zwar durch bestehende Verträge abgesichert. Deutlich schwieriger wird es aber, Projekte zu verlängern, sie bei steigenden Bedarfen aufzustocken oder neue Vorhaben zu finanzieren. Doch der Bedarf verschwindet natürlich nicht. Oxfam wird weiterhin bei institutionellen Gebern Mittel für Projekte beantragen, die sich an den Bedarfen vor Ort orientieren.
Daneben helfen uns Spendenaufrufe zur Nothilfe bei Katastrophen, private Spenden und auch die Einnahmen aus unseren Oxfam Shops dabei, unabhängig handlungsfähig zu bleiben.
Klar ist aber auch: Wenn staatliche Mittel wegfallen oder deutlich gekürzt werden, können private Spenden diese Finanzierung nicht ersetzen. Sie sind für unsere Arbeit sehr wichtig und helfen uns, unabhängig zu bleiben – die Größenordnung staatlicher Förderung können sie aber nicht unmittelbar auffangen.
Die entscheidende Frage ist weniger, ob WASH-Projekte als erstes gestrichen werden. Problematisch ist vielmehr, wenn sich die staatliche Förderung auf immer weniger Länder und Krisenkontexte konzentriert.
Wir sehen derzeit einen stärkeren Fokus etwa auf die Ukraine, Sudan, Tschad und Äthiopien, auf die Demokratische Republik Kongo sowie auf Krisen in der MENA-Region. Das sind ohne Zweifel Regionen mit enormem Unterstützungsbedarf. Die Sorge ist aber, dass andere Krisen aus dem Blick geraten, wenn bei knapper werdenden Mitteln zunehmend sicherheits- oder wirtschaftspolitische Relevanz für Deutschland darüber entscheidet, wo neue Vorhaben noch finanziert werden.
Genau deshalb sehen wir den Trend zu einer stärker interessengeleiteten Entwicklungszusammenarbeit mit Sorge.
Humanitäre Hilfe muss nach dem Maß der Not geleistet werden und Entwicklungszusammenarbeit sollte sich an Armutsbekämpfung und den tatsächlichen Bedarfen der Menschen orientieren, nicht am Zugang zu Rohstoffen, Absatzmärkten oder geopolitischer Bedeutung.
Wie kann Entwicklungszusammenarbeit nachhaltig sein, wenn die politischen Rahmenbedingungen vor Ort in Krisengebieten nicht nachhaltig sind?
Dass politische Rahmenbedingungen instabil sind, bedeutet nicht, dass Entwicklungszusammenarbeit nicht nachhaltig sein kann – im Gegenteil. Gerade in fragilen und von Krisen geprägten Kontexten ist es besonders wichtig, Strukturen aufzubauen, die Menschen auch dann tragen, wenn staatliche Institutionen schwach sind oder politische Verhältnisse sich verändern.
Für uns bedeutet Nachhaltigkeit deshalb vor allem, lokale Strukturen und Kompetenzen zu stärken, Verantwortung vor Ort zu verankern und Projekte so zu gestalten, dass sie auch unter schwierigen politischen Bedingungen möglichst weiterwirken können.
Wenn Menschen beispielsweise auf Dürren, Überschwemmungen oder andere Katastrophen vorbereitet sind, kann das unabhängig von der jeweiligen Regierung Leben retten und Schäden begrenzen. Auch Wasser- und Sanitärinfrastruktur kann langfristig bestehen, wenn sie gemeinsam mit lokalen Gemeinschaften aufgebaut und von ihnen getragen wird.
Gleichzeitig erleben wir weltweit, dass zivilgesellschaftliche Handlungsspielräume kleiner werden und Menschen in ihren Rechten beschnitten werden. Gerade dann dürfen wir uns nicht zurückziehen. Entwicklungszusammenarbeit hat auch die Aufgabe, Zivilgesellschaft zu stärken, sichere Räume zu schaffen und Menschen dabei zu unterstützen, ihre Rechte einzufordern. Das gilt auch bei Geschlechtergerechtigkeit: Wenn etwa der direkte politische Dialog nicht möglich ist, können andere Wege wichtig werden – zum Beispiel über Kunst und Kultur oder über die gezielte Ansprache junger Menschen in sozialen Medien.
Ein gutes Beispiel ist das Tax Justice Network Africa, ein Netzwerk zivilgesellschaftlicher Organisationen in Afrika. Es mobilisiert Bürgerinnen und Bürger und setzt sich dafür ein, dass Regierungen gerechtere und transparentere Steuersysteme schaffen und öffentliche Einnahmen stärker für zentrale Aufgaben wie Bildung und Gesundheit eingesetzt werden. Solche Strukturen können Regierungen kontrollieren, Transparenz fördern und langfristig dazu beitragen, dass Gesellschaften selbst handlungsfähiger werden.
Nachhaltigkeit heißt deshalb nicht, darauf zu warten, dass die politischen Bedingungen ideal sind. Sie entsteht vielmehr dann, wenn lokale Gemeinschaften und Zivilgesellschaft so gestärkt werden, dass sie auch unter schwierigen Bedingungen handlungsfähig bleiben und ihre Rechte kennen und einfordern können.
Dieses Interview erschien zuerst in gekürzter Form im Tagesspiegel: Warum hat Entwicklungspolitik keinen guten Ruf, Frau Becker?: „Es gibt massive Erfolge, die sich oft schlechter erzählen lassen“